Doku-Tipp: „Der Preis der süßen Früchte“

Das Format planet e. geht in der Doku „Der Preis der süßen Früchte“ den versteckten Kosten der Ananas auf den Grund: 

„Südfrüchte werden als Hochglanzprodukte präsentiert: makellos, frisch und vor allem billig. Weniger als zwei Euro kostet eine Ananas im Schnitt. Das ist nur möglich, weil in den Anbauländern gespart wird: bei Löhnen und an gesundheitlich vertretbaren Anbaumethoden“ (ZDF-Mediathek).

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Costa Rica leidet massiv unter den Folgen des Ananas-Anbaus. Rund 70 Prozent der süßen Früchte stammen aus dem kleinen Land. In weiten Regionen ist das Leitungswasser bereits massiv belastet. Tankwägen müssen Bewohner dort versorgen, wo die Pestizidbelastung das Wasser ungenießbar macht. Die Ernte selbst ist Knochenarbeit und bedeutet aufgrund der Pestizid-Kontamination für Arbeiterinnen und Tagelöhner ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Obwohl der Ananas-Anbau ein Millionengeschäft ist, sind Plantagenarbeiter in Costa Rica schlecht entlohnt, weite Gegenden verarmt, denn die Gewinne fließen an Besitzer nach außerhalb. Nachdem die Früchte 10.000 Kilometer in Kühlcontainern verschifft wurden oder als sogenanntes Flugobst in unseren Supermärkten gelandet sind, können wir sie zu Spottpreisen kaufen.

Können wir das wirklich verantworten? 

Zum Film geht es HIER

 

Quelle: „Im Land der Ananas“, taz