It’s Kürbistime! Tante LeMis kleine Kürbiskunde

Für Tante LeMi ist gerade die schönste Zeit des Jahres: Die Kürbiszeit! Damit ist es höchste Zeit für die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Kürbis:

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Tante LeMi, wie viele Kürbissorten gibt es? Die Familie der Kürbisgewächse zählt etwa 800 verschiedene Sorten – Speisekürbisse und die nicht zum Verzehr geeigneten Zierkürbisse. Der Kürbis ist übrigens eine Beerenfrucht, denn laut Definition sind Beeren Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen.

Was sind Sommer- und Winterkürbisse? Sommerkürbisse haben ein weiches Fruchtfleisch und eine zarte Schale. Sie sollten schnell verarbeitet werden. Winterkürbisse sind aufgrund ihrer dicken Schale besonders gut lagerfähig, sogar über einen ganzen Winter hinweg.

Tante LeMi, wie gesund ist der Kürbis? Der Kürbis ist ein prima Vitamin-Lieferant. Er enthält viel Beta-Carotin, eine Vorstufe von Vitamin A für gesunde Haut und Augen. Aber auch Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen. Er ist außerdem ballaststoffreich und kalorienarm.

Und wie lagere ich meinen Kürbis so, dass er lange frisch bleibt? Wenn dein Kürbis keine Druckstellen oder Risse aufweist, kannst du ihn problemlos viele Monate lagern. Und zwar kühl und trocken bei 10-15 Grad und höherer Luftfeuchtigkeit z.B. im Keller, am besten aufgehängt in einem Netz.

Wo werden Kürbisse eigentlich angebaut, Tante LeMi? Am besten im eigenen Garten! Viele Sorten sind gut für den Eigenanbau geeignet. Kürbisse werden aber weltweit angebaut. In Europa sind die wichtigsten Anbaugebiete Spanien, Italien, Österreich, Ungarn und Rumänien. Auch in Süddeutschland und im Süd-Westen Deutschlands wächst eine Vielzahl verschiedener Sorten z.B. der Hokkaido und der Butternusskürbis.

 

Tante LeMi, was sind nun die beliebtesten Kürbissorten?


Hokkaido – Der Unkomplizierte

pumpkin-2104532_1920Hokkaido: Der Hokkaido ist nach seiner ursprünglichen Heimat, der japanischen Insel Hokkaido, benannt. Seit 1990 wird er auch in Deutschland angebaut.

Der Hokkaido ist ein Winterkürbis.

Haltbarkeit: Mehrere Monate

Besonderheit: Muss nicht geschält werden. Butterige Konsistenz und nussiges Aroma, das an Maroni erinnert. Den Hokkaido gibt es auch in grün.

Zubereitung: Die Schale ist dünn und wird beim Kochen weich. Lecker für Suppen, Aufläufe, als Püree, als Puffer oder mit Olivenöl mariniert und gebacken. Harmoniert prima mit Ingwer, Chilli und Kokos in Curry-Gerichten. Auch roh genießbar in Salaten oder im Smoothie. Kerne können getrocknet werden und ausgesät oder bei dünner Schale geröstet und geknabbert werden.

 

Butternusskürbis – Der Feine 

pumpkin-2802114_1920Name: Sein Name erinnert an sein butterig, nussiges Aroma. Wegen seiner Form auch Birnenkürbis genannt. Mit dem Muskatkürbis zählt er zur Gattung der Moschuskürbisse.

Der Butternusskürbis ist ein Winterkürbis.

Haltbarkeit: Mehrere Monate

Besonderheit: Zartes, hellrotes Fruchtfleisch. Butteriges und süßes Aroma, das an Avocado erinnert. Wenige Kerne, viel Fruchtfleisch. Schale ist genießbar, aber sehr hart.

Zubereitung: Die Schale sollte am besten großzügig mit einem Sparschäler entfernt werden, da sie meist nicht weich wird. Prima für Suppen und Pürees, zum Füllen, im Backofen geröstet oder eingelegt und konserviert. Lecker in süßen Pies oder Muffins. Auch der Butternusskürbis ist roh genießbar.

 

 Bischofsmütze – Der Dekorative

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Name: Die Bischofsmütze gilt als eine der dekorativsten Kürbissorten. Wegen der auffälligen Erscheinung auch Türkenturban, Aladdin und Kardinalshut genannt.

Die Bischofsmütze ist ein Winterkürbis.

Haltbarkeit: 3-4 Monate

Besonderheit: Besonders dekorativ und dennoch zum Verzehr geeignet. Süßlicher, würziger, leicht mehliger Geschmack. Enthielt früher viele Bitterstoffe, heutige Züchtungen sind sehr bekömmlich. Die Schale ist nicht essbar.

Zubereitung: Eignet sich prima zum Befüllen. Besonders schön, wenn die untere „Mütze“ als Suppenterrine und das Oberteil als Deckel verwendet wird. Dazu oberen Teil abschneiden, Kerne entfernen, Fruchtfleisch ausschaben und als Suppe verarbeiten, dann wieder in den Kürbis füllen. Oder einfach als Ganzes im Ofen garen und Fruchtfleisch auskratzen. Verträgt kräftige Gewürze.

 

Spaghettikürbis – Der Überraschende

Spaghettikürbis.jpgName: Der Spaghettikürbis verdankt seinen Namen seinem fadenförmigen Fruchtfleisch, das nach dem Garen in feinste Spaghetti zerfällt.

Der Spaghettikürbis ist ein Sommerkürbis.

Haltbarkeit: Bis zu 3 Monate

Besonderheit: Fadenförmiges Fruchtfleisch. Sehr mildes, süßlich-nussiges Aroma, das an Zucchini erinnert und einen Hauch von Birne hat. Für figurbewusste Pastaliebhaber und Glutenallergiker eine tolle Nudelalternative.

Zubereitung: Für eine Pasta den Stielansatz entfernen, rundum Löcher in die Schale stechen und den Kürbis ca. 40 Minuten in reichlich Wasser garen. Gibt die Schale auf Druck nach, ist er fertig. Anschließend halbieren, entkernen und das spaghettiförmige Fruchtfleisch mit einer Gabel vorsichtig herausziehen. Das Gericht kann auch direkt in der Kürbisschale serviert werden.

 

Muskatkürbis – Der Duftende

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Name: Eine feine Muskatnote hat dem Muskatkürbis seinen Namen gegeben. Wie der Butternusskürbis, zählt auch er zu den Moschuskürbissen.

Der Muskatkürbis ist ein Winterkürbis.

Haltbarkeit: Mehrere Monate

Besonderheit: Der Muskatküris kann bis zu 20 kg schwer werden. Die Farbe der Schale ändert sich mit dem Reifegrad von dunkelgrün zu orange/beige. Würziger Duft und feine Muskatnote. Dezenter im Geschmack als andere Sorten. Die Schale ist genießbar, es empfiehlt sich aber, diese zu entfernen.

Zubereitung: Im Gegensatz zu anderen Kürbissen, schmeckt er am besten, wenn er noch nicht ganz reif ist. Er eignet sich prima für Suppen, Currys, Süßspeisen, zum Backen oder für Chutneys. Eine Prise Muskat hebt das Aroma zusätzlich hervor. Der Muskatkürbis kann auch roh verzehrt werden.

 

Patisson – Der Vielfältige

patisonHerkunft: Der Patisson, auch Ufo genannt, gilt als eine der ältesten Kürbissorten. Er soll schon zu Zeiten der Inkas in Amerika angebaut worden sein.

Der Patisson ist ein Sommerkürbis.

Haltbarkeit: max. 3 – 4 Wochen.

Besonderheit: Ihn gibt es in weiß, gelb und grün. Er ist mit 10-25 cm der Zwerg unter den Kürbissen. Kleinere Exemplare haben ein leicht süßliches Aroma, das an Zucchini oder Artischoke erinnert und schmecken am besten. Größere Exemplare sind eher geschmacksneutral. Die Schale ist beim jungen Patisson weich, bei älteren Früchten aber sehr hart.

Zubereitung:  Der Patisson kann gebacken, gebraten, gedämpft, paniert, gegrillt und hervorragend gefüllt werden. Der Patisson lässt sich zu einem raffinierten Gemüseschnitzel verarbeiten. Gerne wird er auch mit Gurken sauer eingelegt und konserviert.

 

Quellen: u.a. vebu.de, wikipedia.de, utopia.de


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