Wald statt Kohle – Hambi bleibt!

Kommt zum Waldspaziergang am 12.11.2017 in den Hambacher Forst.

9.609 Waldspaziergänger/innen waren es bisher – so viele Beschäftigte arbeiten bei RWE im Tagebau und in den Kraftwerken. Dort werden es immer weniger. Auf Seiten der Aktivistinnen, Besetzer und Waldpaziergänger dafür immer mehr!

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Quelle: hambacherforst.org

Derzeit gibt es 16 Baumhäuser im Hambacher Wald. Wenn man dicht aneinanderrückt, sind das 40 Schlafplätze in den Bäumen. Die meisten Baumhäuser befinden sich in Baumhausdörfern, das heißt, dass mehrere Bäume in der Luft durch Walkways verbunden sind.

Das höchste Baumhaus im Wald ist 25 Meter hoch. Je höher die Häuser, desto schwerer sind sie zu räumen. Deshalb sind Baumbesetzungen besonders effektiv. Das gilt allerdings nur für besetze Baumhäuser – unbesetzte Bäume werden einfach gefällt. Deswegen ist es wichtig, dass die Häuser 365 Tage im Jahr besetzt sind. Die meisten Baumhäuser sind auch für den Winter ausgestattet, die Wände sind mit Stroh isoliert und es kann mit Öfen geheizt werden. Auf einigen Baumhäusern gibt es sogar Strom von selbst installierten Solarpanelen und Internet. Aktuell stehen wieder Rodungen und Fällungen bevor.

 

Der Hambacher Wald

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Quelle: Wikipedia, CC-BY-SA 4.0

Der Hambacher Wald gehörte mit seinem einzigartigen Ökosystem zu den letzten großen Mischwäldern in Mitteleuropa. Von seinen ursprünglichen 5.500 Hektar sind heute nurmehr ein Zehntel vorhanden. Der Hambacher Wald, einst Bürgerwald genannt, hat eine über mehrere Jahrtausende alte Geschichte – genauer gesagt existiert er seit der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren. Mit seiner einzigartigen Vielfalt an Flora und Fauna, bietet er vielen Lebewesen ein Zuhause. In den jetzt noch stehenden Resten finden sich Stieleichen und Hainbuchen, die über 300 Jahre alt sind. Er bietet vielen Zugvögeln jedes Jahr einen Zwischenstopp und wird von Waldkäuzen, Fledermäusen und Haselmäusen bewohnt.

 

Bedrohte Tierarten

spotted-1472139_1920.jpgDer Hambacher Wald ist Heimstatt von vielen bedrohten Tierarten, wie zum Beispiel der Bechsteinfledermaus, dem Mittelspecht oder der Haselmaus. Die Rodung des Waldes könnte unter anderem das Aussterben der Haselmaus bedeuten. Obwohl RWE versucht, die bedrohten Tiere umzusiedeln, bezweifeln Biologen, dass die Versuche Erfolg haben werden. Denn es dürfte unmöglich sein, die Lebensräume, die ein Altwald bietet, zu ersetzen.

 

Die Rodung des Waldes

1978 kaufte der Energiekonzern RWE (damals Rheinbraun) den Wald von den umliegenden Gemeinden. Seitdem wird er gerodet, um Braunkohle abzubauen. Von dem einst 5.500 Hektar großen Wald ist nur noch ein Zehntel übrig. Jedes Jahr hat RWE die Erlaubnis 70 Hektar Wald zu roden. Wenn der Tagebau wie geplant voranschreitet, dann ist der Restwald in drei Jahren komplett vernichtet.

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Aktivisten von Ende Gelände im November 2017 (Quelle: Wikipedia, CC BY-SA 2.0)

 


Was ihr tun könnt? Kommt zum Waldspaziergang! Die nächste Führung findet 
statt am 12. November, 12 Uhr.

Treffpunkt: Parkplatz Grillplatz Manheimer Bürge an der ehemaligen Autobahn-Ausfahrt Kerpen-Buir (GPS-Daten: 50.882034, 6.567901). Für eine gute Wegbeschreibung aus MG kommend, fragt einfach über unser Kontaktformular an. Regina von Tante LeMi stellt sie euch gern zur Verfügung.

Alle Infos zur Anmeldung, Sachspendenlisten und das Spendenkonto für die Aktion findet ihr auf: hambacherforst.org

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Auch Tante LeMi möchte die Aktivistinnen und Besetzer, die sich schon so lange für den Erhalt des Hambacher Waldes einsetzen, unterstützen. Bei Tante LeMi findet ihr deshalb schon bald eine Spendenbox. Eure Geldspenden werden in Lebensmittel für die Menschen im Wald umgesetzt.

Ein sinnvolleres Weihnachtsgeschenk könnt ihr nicht machen!

 


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