Seltene Erden – das „Öl der Zukunft“

Deutsche Haushalte sind wahre Goldgruben: Rund 100 Millionen alte Mobiltelefone werden in deutschen Schubladen und Schränken vermutet. Und allein im Jahr 2015 gingen laut Verbraucherzentrale weltweit ca. 1,3 Milliarden Smartphones über die Ladentheke. Immer neue Trends und eine geplante Obsoleszenz verleiten uns durchschnittlich alle drei bis vier Jahre zum Neukauf. Das Mobiltelefon, einst langlebiger Gebrauchsgegenstand, ist längst ein Wegwerfprodukt.

Dabei ist jedes Handy ein wertvolles Rohstofflager. Denn in jedem Gerät stecken rund 60 verschiedene Stoffe, darunter 30 Metalle wie Kupfer, Eisen, Silber, Aluminium, Nickel und Palladium. Aber auch besonders umkämpfte Konfliktrohstoffe wie Gold und Coltan, aus dem  der begehrte Rohstoff Tantal gewonnen wird. So finden sich in einem 110 Gramm schweren Smartphone neben durchschnittlich 305 Milligramm Silber und 11 Milligramm Palladium auch 30 Milligramm des Konfliktminerals Gold, berichtet das Informationszentrum Mobilfunk. Menschenrechtsorganisationen schlagen hier seit Jahren Alarm: Denn für die Gewinnung solcher Konfliktrohstoffe werden systematische Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in Kauf genommen. In Konflikt- oder Hochrisikogebieten illegal und außerhalb staatlicher Kontrolle gefördert, befeuert ihr Abbau Ausbeutung, Kriege und Flucht.

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