Wann uns Düfte gut tun – 4 Fakten rund um den Duft

Gerade um die Weihnachtszeit kommt es in Kaufhäusern, Supermärkten und Möbelhäusern immer wieder zu einem Angriff auf unser Riechorgan. Denn vorzugsweise in der kalten Jahreszeit verbreiten Klimaanlagen einen Aromanebel aus Tannennadeln oder Vanillekiperl, der uns beschwingt und kauflustig stimmen soll. Die Rede ist vom sogenannten Duftmarketing. Was es mit Düften auf sich hat, wann sie gut tun und warum uns diese Form der Zwangsbeduftung sogar gefährlich werden kann, zeigt euch Tante LeMi.

4 Fakten rund um den Duft:

1. Düfte emotionalisieren: Synthetische und natürliche Düfte wirken psychoaktiv, nehmen also Einfluss auf unsere Gemütsverfassung. Denn Duftstoffe, die sogenannten flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), gelangen über die Atmung in unseren Körper, breiten sich in den Blutbahnen aus und werden über das Nervensystem in unser Gehirn geleitet. Dort werden sie verarbeitet und mit möglichen positiven oder negativen Erinnerungen verknüpft. Das weiß auch der Handel und kurbelt mit einem Hauch von Winterzauber oder Sommerfrische, je nach Jahreszeit, den Umsatz kräftig an.

2. Duft tut gut: Zu Hause kann eine Raumbeduftung eine durchaus positive Wirkung auf den Körper haben, sofern es sich um hochwertige, naturreine ätherische Öle in Bio-Qualität handelt. Zitrusarmonen etwa wirken belebend und konzentrationsfördernd, während Lavendel, Kamille oder Vanille eine ausgleichende Wirkung zugesprochen wird. Der harmonisierende Duft der Rose, entzündungshemmendes Teebaumöl und beruhigender Lavendelduft sind gerade für sensible Nasen gut geeignet, da sie als sehr gut verträglich gelten.

3. Weniger Duft ist mehr: Vor allem sensible Menschen können auf Duftstoffe mit Kopfschmerzen, Stressreaktionen oder Beklemmungsgefühlen reagieren. Sie sollten insbesondere auf Moschus-Ersatzstoffe verzichten. Diese sind zudem kaum wasserlöslich, schwer abbaubar und reichern sich im Laufe der Zeit im Körper und in der Umwelt an. Wer zur Gruppe der 500.000 Duftstoff-Allergiker in Deutschland gehört, dem können Düfte sogar gefährlich werden, weil sie hier zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen können.

4. Duftstoff-Allergiker aufgepasst: Bei über 26 Duftstoffen besteht ab einer Konzentration von 0,01 Prozent eine Deklarationspflicht, da sie allergen wirken. Aber Vorsicht: Die Auflage zur Deklaration gilt zwar für Kosmetik- oder Reinigungsmittel, aber nicht für Produkte zur Raumbeduftung. Sie sind von der Deklarationspflicht entbunden.

 

Quelle: „Im Duftrausch“ (Magazin: Vegan World)


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