Elektromobilität für Alle – Stadtbahn MG

Mönchengladbach ist die drittgrößte deutsche Großstadt ohne leistungsfähigen, schienengebundenen Nahverkehr. Das traurige Ergebnis: 62 Prozent aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Ein besorgniserregender Spitzenwert in Deutschland.
Wie bekommen wir die sanfte, sozial verträgliche und platzsparende Elektromobilität für Alle wieder nach Mönchengladbach? Hat der Neubau eines modernen Schienenverkehrs die Chance, Symbol des Aufbruchs einer sich wandelnden Stadt zu werden?
Dazu wollen wir uns im schönen Köntges erste Gedanken machen.

Veranstaltung, Mittwoch, 13.06.2018, 19:00 Uhr, Köntges, Waldhausener Str. 16, 41061 Mönchengladbach

PD Dr. Markus Wirtz: „200 Jahre: Karl Marx und die unvollendbare Dynamik der kapitalistischen Revolution“

Vortrag: Samstag, 05. Mai 2018, 19 – 21 Uhr, BIS

Die Stimmen, welche die Philosophie von Karl Marx nach dem Ende des Ost-West-Konflikts vorschnell für tot erklärt hatten, sind längst verstummt. Sätze wie der folgende aus Marx‘ monumentalem Hauptwerk Das Kapital haben auch 150 Jahre nach ihrer Niederschrift nichts von ihrer Aktualität verloren: „Die Kreisläufe der individuellen Kapitalien verschlingen sich (…) in einander, setzen einander voraus und bedingen einander und bilden grade in dieser Verschlingung die Bewegung des gesellschaftlichen Gesamtkapitals.“ (MEGA Bd. 11, Berlin 2008, S. 342.)

Spätestens die Finanzkrise vor 10 Jahren hat vor Augen geführt, dass wir in einer Zeit des entfesselten globalen Kapitalismus leben, dessen Eruptionen die kühnsten Voraussagen der marxistischen Theoretiker noch übertreffen. Der 200. Geburtstag von Karl Marx lädt dazu ein, uns mit dem Dilemma zu konfrontieren, in dem wir uns als werktätige Insassen der kapitalistischen Blindflugrakete befinden: Es gibt bis heute keine bessere Analyse des Kapitalismus als die von Marx vorgelegte, aber zugleich war Marx – bei aller analytischen Brillanz und geschichtsphilosophischen Prognosekompetenz – ganz ein Kind seiner Zeit, der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Den revolutionären Schub, den der Kapitalismus durch die Digitalisierung erhalten hat, konnte Marx beim besten Willen nicht vorhersehen. Daher gilt es heute, eine Relektüre der Marxschen Philosophie vorzunehmen, die deren kontextbedingte Grenzen berücksichtigt, vor allem aber die von Marx analysierte Umwälzung der Lebensverhältnisse auf die revolutionäre Dynamik des Kapitalismus selbst bezieht. Denn erst in seiner Unvollendbarkeit ist dieser wahrhaft vollendet.

Eintritt: frei

Marzipan fix selbst gemacht

Marzipan in der Plastikpelle? Das muss nicht sein! Aus drei Zutaten lässt sich die wunderbar duftende Süßigkeit ganz einfach selbst herstellen: Mandeln, Zucker und Rosenwasser. Drei im Übrigen über lange Zeit sehr kostbare Zutaten. So war Marzipan früher ausschließlich den Königen und Adligen vorbehalten. Im 15./16. Jahrhundert wurde Marzipan dann sogar in Apotheken geführt, denn die süße Masse galt als verdauungsfördernd, stärkend und sogar potenzsteigernd. Erst als Zucker nicht nur aus Zuckerrohr sondern auch aus Rüben hergestellt werden konnte, wurde Marzipan für die breite Masse erschwinglich.

In wenigen Minuten kannst auch du dein eigenes Marzipan herstellen – verpackungsarm und garantiert frei von Zusatzstoffen, Konservierungsstoffen oder Aromen. Die Masse lässt sich prima weiterverarbeiten zu Marzipankartoffeln, Pralinen, Gebäck oder Kuchendeko.

 

Und so geht’s – für 200 Gramm Marzipanmasse brauchst du:

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100 Gramm blanchierte Mandeln *
80 Gramm Puderzucker
Rosenwasser nach Belieben

Die Mandeln sehr fein mahlen. Das gelingt laut anderer Rezepte am besten mit einem sogenannten Food Processor. Den hatte Tante LeMi natürlich nicht im Haus. Am besten bereitet ihr die doppelte Menge Marzipan zu, dann lassen sich die Mandeln auch prima in einem leistungsstarken Mixer fein mahlen.

Die gemahlenen Mandeln mit Puderzucker und Rosenwasser in einer Schüssel gut verkneten. Das Rosenwasser gibt der Masse ein schönes Aroma und lässt sie herrlich duften. Entscheide du, wie stark du das Marzipan mit dem Rosenwasser aromatisieren möchtest. Das Marzipan im Kühlschrank aufbewahren und schnell verarbeiten.

 

Los geht’s!

*im Tante LeMi-Sortiment

Von den Anfängen der Bio-Bewegung – Vortrag jetzt Dienstag 10. April

Am 10. April freut sich der LateNight Kaffeeklatsch auf einen Vortrag mit Lutz Größel. Seit 1982 im Bioladen der Familie Größel aktiv, stieg er im Jahr 1994 in das Familienunternehmen Naturata ein. Heute ist Lutz Größel Inhaber der Naturata Lutz Größel KG und Geschäftsführender Gesellschafter der Naturata GmbH. Sein Interesse gilt Themen wie assoziativem Wirtschaften, sozialem Miteinander und Eigentumsfragen.

Für uns wird Lutz Größel aus dem Nähkästchen der Bio-Szene plaudern. Wie hat sich die Bio-Bewegung seit ihren Anfängen in den 70er Jahren entwickelt? Die Aktivitäten von Tante LeMi sieht Lutz Größel aus Perspektive eines Händlers kritisch und fragt sich: An welcher Stelle der Gesellschaft ist ehrenamtliches Engagement richtig und wichtig und wo könnten die Grenzen liegen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion.

 

„Von den Anfängen der Bio-Bewegung“, Vortrag mit Lutz Größel
Di. 10. April 2018, 19 Uhr beim LateNight Kaffeeklatsch
BIS, Zentrum für offene Kulturarbeit, Bismarckstr. 97-99
Eintritt kostenfrei