Vortrag: Vielfalt statt Einfalt – Geldsysteme der Zukunft; 03.05.19; 19 Uhr
Workshop Tag 1: Geld als Werkzeug verstehen und gestalten; 04.05.19; 9-15 Uhr
Workshop Tag 2: Ein neues Geldsystem für Mönchengladbach?; 05.05.19; 9-14 Uhr
Eine Veranstaltung der VHS Mönchengladbach in Kooperation mit Eine Erde e.V.
Alternatives Wirtschaften? Regionalgeld? Was ist das eigentlich? – Regionalgeld auch Regionalwährung oder Lokalwährung genannt, ist eine Währung, die innerhalb einer begrenzten Region als Zahlungsmittel verwendet wird. Weltweit gibt es mehrere hundert Regionalwährungen mit unterschiedlichen Konzeptionen und Ausprägungen. In Deutschland ist der Chiemgauer die größte Regionalwährung mit einer Verbreitung in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Das Ziel von Regionalwährungssystemen ist es, die regionale Wirtschaft zu fördern und zu stabilisieren. Durch den kleinen Raum, in dem das Regioalgeld verwendet wird, bleibt die Kaufkraft für damit getätigte Geschäfte in der Region, statt ins Ausland oder in Finanzmärkte abzuwandern. Initiatoren einer Regionalwährung erhoffen sich die Stärkung der regionalen Vernetzung und einen direkteren Kontakt zwischen Herstellern und Endverkäufern und letzlich auch eine Belebung der Wirtschaft vor Ort.
Der „Workshop Regionalgeld – Alternatives Wirtschaften in der Region“ ermöglicht einen ersten Einstieg in das weite Feld der Themen rund um das Regionalgeld. Besonders berücksichtigt werden die Erfahrungen, die mit der Einführung einer Regionalwährung in Kenia und Brasilien gesammelt werden konnten. Als Referenten konnten wir Christian Gelleri gewinnen, der nicht nur die erfolgreichste Regionalwährung Deutschland, den Chiemgauer, aus der Taufe gehoben hat, sondern auch bei der Entwicklung der Regionalwährungen in Kenia und Brasilien Pate stand.
Der Workshop besteht aus einem Vortrag und zwei Projekttagen. An beiden Projekttagen wird das Thema Regionalwährung von verschiedenen Seiten beleuchtet. Die historischen Grundlagen der Entstehung und Entwicklung einer Regionalwährung werden erklärt und die Umsetzungen der Regionalwährungen am Beispiel von Kenia und Brasilien vorgestellt. Haben sich die Erwartungen, die diese Länder mit der Regionalwährung verbunden haben erfüllt? Konnte ein lokales Wirtschaftswachstum erzeugt werden? Was können wir von den Erfahungen, die in diesen Ländern mit der Regionalwährung gesammelt werden konnten, lernen? Lassen sich die Umstände vergleichen? Das in diesem Projekt vermittelte Wissen kann Grundlage und Anstoß sein, um vor Ort die Entwicklung einer Regionalwährung differenziert beurteilen zu können. So können unter Umständen erste mögliche Handlungsschritte aufgezeigt werden, die hilfreich wären, für die Einführung einer regionalen Währung in Mönchengladbach.
Der Workshop entstand in Kooperation mit der Initiative Eine Erde e.V. Er wird finanziell gefördert durch den DVV (Dachverband der Volkshochschulen) Bereich Globales Lernen. Für die Teilnehmenden ist der Workshop kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Am Vortragsabend stehen 80 Plätze zur Verfügung.
Bei Interesse am gesamten Worshop (alle 3 Veranstaltungen) ist eine Anmeldung für die Teilnahme unbedingt erforderlich.
| VHS am Sonnenhausplatz, Raum 113 (Saal) Lüpertzender Straße 85, 41061 Mönchengladbach |
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