Heute: Critial Mass – ein Stündchen gemütlich durch die Stadt radeln

Sommer, Sonne, ein laues Lüftchen – da macht es doch Spaß, entspannt den Abend auf dem Fahrrad zu genießen und ein wenig durch unser schönes Mönchengladbach zu fahren. Es könnte so schön sein, hätte es nicht einen ganz fiesen Befall: es hat Auto! Große, kahle, laute und brennheiße Schneisen ziehen sich als Autostraßen durch unsere Stadt. Und lassen ganz wenig Platz für kühle Grünflächen, Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen. Lassen wenig Platz für öffentliches, städtisches, urbanes Leben. Damit sich das ändert, fährt einmal pro Monat die Critical Mass durch die Straßen von Mönchengladbach. Und heute ist es wieder so weit: gleich trifft sich ab 18:30 Uhr die Critical Mass am Schillerplatz in MG-Eicken, um ab 19:00 Uhr gemütlich eine gute Stunde durch die Stadt zu fahren.

Chritical Mass in Budapest (Quelle Wikipedia)

 

Was ist eine Critical Mass?

 

Die Critical Mass ist eine Radfahrerinitiative, die es inzwischen in vielen deutschen Städten gibt. Die kritische Masse ermöglicht es, ab einer gewissen Anzahl von Radfahrenden, sich unter Nutzung des Kolonnenrechtes sicher in der Gruppe auf der Straße zu bewegen.

Die Critical Mass hat ihren Ursprung vor 30 Jahren in San Francisco. Anfang des neuen Jahrtausend schwappte die Begeisterung für die Critical Mass nach Deutschland über.

So fahren in Hamburg regelmäßig 4500 Radfahrende eine Runde durch ihre Heimatstadt. In Berlin sind es ca. 7000 und unsere Nachbarstadt Köln bringt es auf knappe 1000 junge und alte Teilnehmer. (Quelle: https://criticalmassmoenchengladbach.wordpress.com/was-ist-eine-cm/)

Critical mass (engl., dt. kritische Masse) ist eine weltweite Bewegung in Form der direkten Aktion, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer (hauptsächlich Radfahrer) scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Fahrten durch Innenstädte, ihrer bloßen Menge und dem konzentrierten Auftreten von Fahrrädern auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen und „… mit dem Druck der Straße mehr Rechte für Radfahrer und vor allem eine bessere Infrastruktur und mehr Platz einzufordern.“ (Wikipedia)

Jeden! letzten Freitag im Monat trifft sich die Critical Mass ab 18:30 Uhr am Schillerplatz in MG-Eicken, um ab 19:00 Uhr als Critical Mass Mönchengladbach gemütlich eine gute Stunde durch unsere Stadt zu fahren.

Alle Infos hier: https://criticalmassmoenchengladbach.wordpress.com/

Zentraler Klimastreik in Aachen am 21. Juni 2019

Von Melissa Rennett
Diesen Freitag findet zum ersten Mal ein länderübergreifender Klimastreik von Friday’s for Future statt.

Unter dem Motto: „Klimagerechtigkeit ohne Grenzen” kommen aus insgesamt 16 Ländern wie zum Beispiel Benelux, Frankreich oder Italien etc. Schüler*innen, Studierende, Eltern, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen nach Aachen, um für eine gerechte und verantwortungsbewusste Klimapolitik zu demonstrieren.

In Aachen gibt es drei Treffpunkte: Der Aachener Hauptbahnhof, der Westpark und am CARL bei der RWTH. Von diesen Treffpunkten aus ziehen kleine Demozüge ab 12 Uhr in Richtung Innenstadt.

Dort treffen sie aufeinander und bilden einen großen Demozug. Dieser macht sich dann geschlossen auf den Weg zum Tivoli, wo eine große Kundgebung stattfindet.

Diese startet um 14:15 Uhr mit vielen internationalen Künstlern*innen und Redner*innen.

Programmpunkte sind u.a.

  • Ruslana Lyschytschko ( Ukrainische Sängerin & Aktivistin, Gewinnerin des ESC 2004)
  • Culcha Candela ( Deutsche Band)
  • Tetet Lauron ( Philippinische Klimaaktivistin )
  • Karen Rey ( Indische Botschafterin von FFF )

Wir als Ortsgruppe Friday’s for Future Mönchengladbach organisieren eine gemeinsame Anfahrt. Dafür treffen wir uns am 21. Juni um 10 Uhr am Mönchengladbacher Hauptbahnhof. Dort werden dann auch die Tickets gekauft, die pro Person bei 9-11 Euro liegen werden.

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Weitere Informationen findet Ihr unter https://ac2106.fridaysforfuture.de

 

 

Annabelle – Neue Kartoffeln sind da!

Seit heute im Lädchen – Annabelle, die gelbfleischige und festkochende Erdpraline vom Schauhof aus Willich.

Unsere Kartoffelhelden: Florian (l) und Klaus (r) vom ADFC mit Annabelle (Mitte), unserer Frühkartoffel. Der Transport erfolgt mit Lastenrädern.

Annabelle zeichnet sich durch eine zarte Schale aus. Köstlich als Rosmarinkartoffeln, als Gratin oder einfach pur als Pellkartoffel genießen – vielleicht mit unserem Demeter-Olivenöl und Salz!

Der Preis hat sich gegenüber den Lagerkartoffeln erhöht, weil die Ernte der Frühkartoffeln noch geringer ist. Der Preis fällt aber in den nächsten Wochen wieder.

Unsere frühe Annabelle ist nicht über Monate lagerfähig und sollte frisch genossen werden.

Wer Lust hat, auch mal Kartoffeln auf einer Kartoffelfahrt zu holen, die jeden 1. und 3. Samstag stattfindet, der kann sich gerne hier melden!

 

19. – 21. Juni: ENDE GELÄNDE! Garzweiler II Proteste

Aufruf 2019

Wir sagen Ende Gelände! Kohle stoppen, damit #AlleDörferBleiben. Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit!

Wir sind der sofortige Kohleausstieg. Vom 19. bis 24. Juni stellen wir uns ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegen und blockieren die Kohle-Infrastruktur.

Die Zeit zu Handeln ist jetzt. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen – wir wissen es längst. Die Klimakrise ist heute schon zerstörerische Realität für Menschen auf der ganzen Welt – vor allem im globalen Süden. Und trotzdem sollen wir hier weitere 20 Jahre Kohle verheizen? Damit lassen wir uns nicht abspeisen. Wir lassen uns nicht befrieden! Wir schauen nicht länger zu wie Politik und Konzerne unsere Zukunft zerstören. Wir nehmen den Kohleausstieg selbst in die Hand – und zwar sofort!

Im Rheinland will der Kohle-Konzern RWE Fakten schaffen: Bagger fressen sich unaufhörlich in die Landschaft, verschlingen Wälder, fruchtbares Ackerland und ganze Dörfer. Als größte CO2-Quelle Europas zerstört die Braunkohle-Industrie im Rheinland die Zukunft von Menschen weltweit. Dem stellen wir uns entgegen! Letztes Jahr haben wir mit anderen tausenden Menschen in einem breiten Bündnis für den Hambi gekämpft. Dieses Jahr stehen wir Seite an Seite mit allen Menschen, deren Zuhause durch Kohle und Klimakrise zerstört wird. Solidarisch mit den Menschen aus Keyenberg, Kuckum und den anderen Dörfern am Tagebau Garzweiler wollen wir die Zerstörung vor Ort stoppen. Daher werden wir Kohleinfrastruktur blockieren. Das ist unsere Sofortmaßnahme für globale Klimagerechtigkeit. Alle Dörfer bleiben – im Rheinland und weltweit!

Ungehorsam für eine gerechtere Zukunft

Wir brauchen nicht nur den Kohleausstieg, sondern auch einen radikalen gesellschaftlichen Wandel. Wir müssen den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang und seinen Ausbeutungsmechanismen überwinden. Sonst ist weder eine ernstzunehmende Bekämpfung der Klimakrise noch soziale Gerechtigkeit weltweit möglich. Das katastrophale Ergebnis der Kohlekommission zeigt, dass wir uns nicht auf die Politik verlassen können. Jetzt liegt es an uns!

Es brodelt in der Bewegung für Klimagerechtigkeit: Hunderttausende protestieren auf der Straße. Gemeinsam gehen wir jetzt einen Schritt weiter und leisten zivilen Ungehorsam. Vom 19. bis 24. Juni 2019 blockieren wir mit unseren Körpern die Kohle-Infrastruktur im Rheinland.

Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.

Kohleausstieg ist immer noch Handarbeit.

Also: auf geht’s, ab geht’s, Ende Gelände!

Damit #AlleDörferBleiben – weltweit.

 

Alle Infos hier:
https://www.ende-gelaende.org/de/

Fridays for Future, Großdemo Aachen, 21. Juni:
https://fridaysforfuture.de/fridays-for-future-organisiert-ersten-laenderuebergreifenden-streik/