12.11.: Marianne Gronemeyer – Vergiss den Planeten – rette den Garten

„Vergiss den Planeten – rette den Garten“, das klingt verdächtig nach einem Rückzug in den stillen idyllischen Winkel, während die Welt in Trümmer fällt. Zu diesem Wahlspruch bekannte sich schließlich der englische Krimi-Autor Colin Cotterill.  Er schreibt weiter: „Die Welt ist groß und ich bin mikroskopisch: Ich verzweifle, weil mein Mikro-Ich die Welt nicht von ihrem ganzen Mist befreien kann. Aber ich habe einen briefmarkengroßen Flecken Land und eine Schaufel….“ .Der Verdacht, dass Cotterill für ein behagliches Privatiersdasein plädiert, kann sich nur  deshalb einstellen , weil wir uns an einen Effizienzbegriff gewöhnt haben, den die industrielle Produktion uns eingehämmert hat. Ihre Effizienz beruht auf einer hohen Konzentration auf einen immer enger werdenden Zweck. Als effizient gilt ein Produktionsvorgang  dann, wenn dieser  spezielle Zweck mit dem geringsten Aufwand an Zeit, Geld und menschlicher Arbeitskraft erreicht wird. Alle negativen Begleiterscheinungen dieser stupide zugespitzten Zweck-Mittel-Relation werden dabei generös außer Acht gelassen. Cotterill dagegen erinnert uns daran, dass wir, statt uns durch Weltrettungsphantasien lähmen zu lassen, dasjenige, was in der Reichweite unserer Einflussmöglichkeiten liegt, tun,.jeder und jede etwas anderes, unabhängig davon, ob es die Welt rettet. Einfach deshalb, weil es gut und richtig ist, es zu tun. 

Marianne Gronemeyer

Eintritt frei.

Di., 12.11., um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 99, 41061 Mönchengladbach

Sonntag Techno – Umsonst & Draußen: Portemonnaie-Workshop mit der Tante

Der erste Versuch musste leider wegen eines Sturmes abgesagt werden. Jetzt aber:

TECHNO | TECH HOUSE | HOUSE | COSMIC TECHNO | MELODIC TECHNO | DOWNTEMPO |

МИР, [‚mɪr] von russisch: мир (mir) „Frieden oder Welt“

UMSONST & DRAUSSEN
MÖNCHENGLADBACH, Platz der Republik
13.10.19  # 12-22 Uhr

Die Tante ist mit Tetra-Queen Lisa und ihrem Upcycling-Workshop dabei:

Tetra-Queen Lisa

Angesagte Portemonnaies im Handumdrehen selber basteln? Na klar und zwar
hier und jetzt auf dem Festival! Wir nutzen leergetrunkene Tetrapaks und
upcyceln sie zu Portemonnaies. Das schaffst du auch mit zwei linken
Händen! Wir sparen uns das Geld für eine neue Geldbörse und geben dem
Tetrapak ein zweites Leben. Ideal sind die Portemonnaies für Kinder, auf
Partys oder auch einfach um das ausgefallenste Portemonnaie zu haben!
Mit Lisa Dormels. 15-18 Uhr.

Alle Updates und Infos hier:
https://www.facebook.com/events/395808844382650/

 

Rätsel um die Hensen-Brauerei: Tee für die Tante?

Der Redaktion sind geheimnisvolle Fotos zugespielt worden. Mindestens ein Mitglied von Eine Erde e.V. ist mit den Bierbaronen der Hensen-Brauerei  gesehen worden. Die Bilder geben Rätsel auf:

Was machen Norbert (Bier-Tycoon Hensen-Brauerei) und Leonie (Hochschulpraktikantin bei Eine Erde e.V.) mit einem frisch erlegten Hopfen-Monster aus Norberts Garten?

Hier sehen wir Patrick (Bier-Magnat Hensen-Brauerei) mit Bio-Malz hantieren. Was macht er da mit 55 Kilo Pilsener Malz in den heiligen Hallen der Hensen-Brauerei?

Leonie, Jonas (nur Jonas, Bierfabrikant Hensen-Brauerei) und Patrick mit Kräutern. Das scheint doch der frische Hopfen aus Norberts Garten, Zitronenmelisse und Minze zu sein, wahrscheinlich aus Patricks Schrebergarten. Was wollen die denn damit? Tee kochen? In einer Brauerei?

Warum steht an einem 300 Liter-Tank in der Hensen-Brauerei neben „Sorte“ denn „Tante Lemi“? Wer in aller Welt hat unseren Namen auf einen Biertank in der Hensen-Brauerei gekritzelt? Ist da jetzt Minz-Zitronenmelissen-Hopfen-Tee drin? Tee aus einer Brauerei, das ist doch Quatsch!

Wir hoffen, das Rätsel in den nächsten Tagen hier lösen zu können! Bleibt informiert, schaut rein und löst mit uns das RÄTSEL UM DIE HENSEN-BRAUEREI…

Café Hoffmanns: Frei-Nussecke für Mitglieder!

Während es in Köln oder Düsseldorf eine Vielzahl gemütlicher und großstädtischer Cafés gibt, sind diese in unserer Heimatstadt eher rar gesät. Eine der wenigen Ausnahmen ist das Café Hoffmanns am Sonnenhausplatz. Seit 2014 erstrahlt die Decke des Ladenlokals im güldenen Glanze, eine wilde Mischung aus Vintage-Möbeln mit teilweise stark überraschenden Komforteigenschaften gibt dem Café eine gemütliche Atmosphäre, die sowohl bei Studierenden als auch bei älteren Semestern geschätzt wird. „Ich liebe an der Gastronomie das Prozesshafte, das Kreative, die Herausforderung, den Gästen ein gutes Gefühl zu geben“, sagt Inhaber Sascha Segner.

Mitarbeiter David und Sascha hinter Hochleistungs-Kaffee-Maschine

Die Eröffnung des Hoffmanns ist nicht sein erstes Gastronomie-Projekt: bereits 1991 eröffnete er das legendäre Mescalito, 1997 das Hoffmanns in der Webstuhl-Straße, 1999 die Diskothek Rossi, 2001 das Mokka und 2005 das Mokka Viersen – Sascha ist ein Gastro-Urgestein.
„Meine Eltern hatten schon eine Gastronomie“, schmunzelt Sascha über sein bewegtes Wirts-Leben. Denn 1969-1976 wurde seine Familie heftig vom damaligen Diskofieber durchgeschüttelt, Mama und Papa Segner betrieben die Disko „Scotch Corner“ in Giesenkirchen. Gastronomie liegt Sascha sozusagen in den Genen.
Jetzt betreibt er noch die beiden Hoffmanns in Mönchengladbach. Mit Leidenschaft. Das merkt man.

Nussecken sind im Hoffmanns Chefsache: Hier entsteht aus dem sogenannten Nuss-Ur-Rechteck, der Mutter aller Nussecken, schmackhaftes Süßgebäck

Bereits seit mehr als 7 Jahren hat das Hoffmanns eine große Auswahl an veganen, hausgemachten Speisen im Angebot. Zum Beispiel das leckere Fladenbrot, Hommos, Salate, Kuchen – und Nussecken.

Und die gibt es jetzt für uns Mitglieder von Eine Erde e.V. am 06. Oktober und am 03. November kostenlos – Freinussecke für Mitglieder!

Das Nuss-Ur-Rechteck in voller Pracht, bevor es zu Nussecken wird. Und Sascha.

Und so geht’s: einfach euren Mitgliedsausweis mit dem aktuellen Jahresstempel vorzeigen, Nussecke empfangen, vielleicht noch Getränk dazu bestellen, in ein Sofa (mit teilweise stark überraschenden Komforteigenschaften) versinken und die Nussecke bei Raumtemperatur frisch genießen.
„Am ersten Sonntag ist ja auch freier Eintritt im Abteibergmuseum. Kunst und Genuss, das passt doch gut zusammen“, weiß Sascha.

Nur am 06.10 und 03.11.: Freinussecke für alle Mitglieder. Im Hoffi am Sonnenhausplatz. Mitgliedsausweis nicht vergessen! Cafe Hoffmanns, Stepgesstraße 3, 41061 Mönchengladbach

Sorry: Vortrag Konsumgenossenschaft ist 08.10. // Und ab jetzt wieder: Hefeflocken!

Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen: Der Vortag zu den Konsumgenossenschaften findet schon am Dienstag, den 08.10. statt. Im Blog ist es korrigiert:

https://tantelemi.wordpress.com/2019/10/02/konsumgenossenschaften-nukleus-eines-sozialistischen-utopia/

Und noch eine Neuigkeit, um diesen peinlichen Post etwas aufzuwerten:

Wir haben wieder Hefeflocken!

Magda + Hefeflocken = ♥

Wir haben uns nach langen Überlegungen und unzähligen Proben entschieden, die geilen, hochkäsigen Hefeflocken auf Melassebasis wieder ins Sortiment zu nehmen. Diese sind allerdings konventionell und nicht bio! Mit den Hefeflocken aus biologischer Landwirtschaft waren wir vom Geschmack her nicht zufrieden bzw. die gab es für uns nur in einer Abnahmemenge, die wir nicht hätten lagern können.

Das ist unser einziges Produkt, welches nicht aus ökologischer Landwirtschaft stammt. Wir werden das im Laden sorgfältig kennzeichnen.

 

Konsumgenossenschaften: Nukleus eines sozialistischen Utopia?

Vortrag:

Konsumgenossenschaften im 19. u. 20. Jahrhundert –  Nukleus eines sozialistischen Utopia oder: Ist ein richtiges Leben im falschen überhaupt möglich?

„Wir wollen unsere wirtschaftlichen Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen und darin behalten.“ Dieses Motto der 1844 gegründeten »Redlichen Pioniere«, einer frühen Bewegung genossenschaftlicher Selbsthilfe im englischen Rochdale, machten sich im Mai 1899 die Gründerväter, die Beteiligung von Frauen ist nicht überliefert, der sozialistischen Konsumgenossenschaft »Vorwärts« in (Wuppertal-) Barmen zu eigen, die sich zu einer der größten Genossenschaften ihrer Art im Deutschen Reich entwickeln sollte. 

Genossenschaftszentrale Vorwärts um 1924

Die Genossenschaften können als eine Keimzelle oder Quasi-Labor gesellschaftlicher Transformation zum Sozialismus hin gedeutet werden. Den sozialen und technischen Fortschrittoptimismus der Zeit teilend, sollte die international vernetzte genossenschaftliche Selbsthilfe der Arbeiterbewegung einen wichtigen Beitrag zur Auflösung des Klassenantagonismus leisten. In den Genossenschaften konnte die sozialistische Gesellschaftsutopie zumindest partiell verwirklicht und erprobt werden. Daher galten Konsumgenossenschaften nicht wenigen Genossen als eine Hauptgrundlage der angestrebten sozialistischen Gesellschaft. 

Dr. Salvador Oberhaus

Der »Vorwärts« ging es darum, das realpolitisch Leistbare umzusetzen, ohne die Utopie aus den Augen zu verlieren. Die Genossenschaft verstand sich in erster Linie als Korrektiv gegen den alltäglichen Preiswucher im Einzelhandel und schlechte Arbeitsbedingungen in Handel und Gewerbe. Zu den wichtigsten Anliegen der Konsumgenossenschaft gehörten die Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Wohnverhältnisse der Mitglieder. Diese Themen sind auch heute noch von brennender Aktualität. Kann die genossenschaftliche Selbsthilfe, die seit Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 vielerorts eine Renaissance erlebt(e) heute wieder ein Ausgangspunkt gesellschaftlicher , den Kapitalismus überwindender, Transformation sein? Über historische Erfahrungen und aktuelle Perspektiven solidarischen Wirtschaftens wollen wir ins Gespräch kommen.

Ein Vortrag von Dr. Salvador Oberhaus vom Förderverein „Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V.“.

Di, 08. Oktober 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99