Sorry: Vortrag Konsumgenossenschaft ist 08.10. // Und ab jetzt wieder: Hefeflocken!

Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen: Der Vortag zu den Konsumgenossenschaften findet schon am Dienstag, den 08.10. statt. Im Blog ist es korrigiert:

https://tantelemi.wordpress.com/2019/10/02/konsumgenossenschaften-nukleus-eines-sozialistischen-utopia/

Und noch eine Neuigkeit, um diesen peinlichen Post etwas aufzuwerten:

Wir haben wieder Hefeflocken!

Magda + Hefeflocken = ♥

Wir haben uns nach langen Überlegungen und unzähligen Proben entschieden, die geilen, hochkäsigen Hefeflocken auf Melassebasis wieder ins Sortiment zu nehmen. Diese sind allerdings konventionell und nicht bio! Mit den Hefeflocken aus biologischer Landwirtschaft waren wir vom Geschmack her nicht zufrieden bzw. die gab es für uns nur in einer Abnahmemenge, die wir nicht hätten lagern können.

Das ist unser einziges Produkt, welches nicht aus ökologischer Landwirtschaft stammt. Wir werden das im Laden sorgfältig kennzeichnen.

 

Konsumgenossenschaften: Nukleus eines sozialistischen Utopia?

Vortrag:

Konsumgenossenschaften im 19. u. 20. Jahrhundert –  Nukleus eines sozialistischen Utopia oder: Ist ein richtiges Leben im falschen überhaupt möglich?

„Wir wollen unsere wirtschaftlichen Angelegenheiten in die eigenen Hände nehmen und darin behalten.“ Dieses Motto der 1844 gegründeten »Redlichen Pioniere«, einer frühen Bewegung genossenschaftlicher Selbsthilfe im englischen Rochdale, machten sich im Mai 1899 die Gründerväter, die Beteiligung von Frauen ist nicht überliefert, der sozialistischen Konsumgenossenschaft »Vorwärts« in (Wuppertal-) Barmen zu eigen, die sich zu einer der größten Genossenschaften ihrer Art im Deutschen Reich entwickeln sollte. 

Genossenschaftszentrale Vorwärts um 1924

Die Genossenschaften können als eine Keimzelle oder Quasi-Labor gesellschaftlicher Transformation zum Sozialismus hin gedeutet werden. Den sozialen und technischen Fortschrittoptimismus der Zeit teilend, sollte die international vernetzte genossenschaftliche Selbsthilfe der Arbeiterbewegung einen wichtigen Beitrag zur Auflösung des Klassenantagonismus leisten. In den Genossenschaften konnte die sozialistische Gesellschaftsutopie zumindest partiell verwirklicht und erprobt werden. Daher galten Konsumgenossenschaften nicht wenigen Genossen als eine Hauptgrundlage der angestrebten sozialistischen Gesellschaft. 

Dr. Salvador Oberhaus

Der »Vorwärts« ging es darum, das realpolitisch Leistbare umzusetzen, ohne die Utopie aus den Augen zu verlieren. Die Genossenschaft verstand sich in erster Linie als Korrektiv gegen den alltäglichen Preiswucher im Einzelhandel und schlechte Arbeitsbedingungen in Handel und Gewerbe. Zu den wichtigsten Anliegen der Konsumgenossenschaft gehörten die Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Wohnverhältnisse der Mitglieder. Diese Themen sind auch heute noch von brennender Aktualität. Kann die genossenschaftliche Selbsthilfe, die seit Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 vielerorts eine Renaissance erlebt(e) heute wieder ein Ausgangspunkt gesellschaftlicher , den Kapitalismus überwindender, Transformation sein? Über historische Erfahrungen und aktuelle Perspektiven solidarischen Wirtschaftens wollen wir ins Gespräch kommen.

Ein Vortrag von Dr. Salvador Oberhaus vom Förderverein „Konsumgenossenschaft Vorwärts Münzstraße e.V.“.

Di, 08. Oktober 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99