Heute vor 5 Jahren: Unsere Eröffnung

Klar: so richtig Spaß macht das nicht. Ein Jubiläum – das Fünfte! – ohne eine Feier… Aber gut, so ist das jetzt nun mal, also dann hier nur eine Aktennotiz: Die Tante Lemi haben wir heute vor fünf Jahren, am 12. März 2016 eröffnet! (Tusch.)
Damit war Mönchengladbach mal schneller als Düsseldorf oder Köln, beide Städte hatten nämlich noch keinen Unverpacktladen. Wir aber. Unseren.
(Tusch.)

Und ganz klein haben wir angefangen. In der Gasthausstraße 51, auf ein paar Quadratmetern, in der Erdgeschosswohnung von Simone und Olli. Mit Nudeln, Bohnen und Shampoos, viel hatten wir noch nicht. Die schicken Schütten? Fehlanzeige, aus Blecheimern haben wir verkauft. Mit nur 1500 Euro Startkapital, Enthusiasmus und Naivität haben wir gestartet. 20 Mitglieder hatten wir nach dem ersten Tag! Jetzt sind wir bei über 870 Mitglieder. In einem neuen Laden. Mit einem beachtlichen Sortiment.

So sah es damals aus:

Danke an alle Mitglieder, die unsere Tante erst möglich machen! Und vor allem danke an alle Menschen, die auf die ein oder andere Weise das Projekt tragen, die Ladendienste machen, die Lemi reinigen oder sich um die Finanzen kümmern – ohne euch könnte es den Laden nicht geben, einen Laden, von dem so viele profitieren, der eine günstige Lebensmittelversorgung mit organischen Lebensmitteln ermöglicht. Und das auch noch müllreduziert!

Feine Sache das, also lasst uns das Feiern nachholen. Hoffentlich bald.

Kahlschlag im Geropark

In der Nachbarschaft der Tante sollen für die Umgestaltung des Gero-Parks eine große Zahl gesunder Bäume gefällt werden. Weitere Bäume werden durch die Baumaßnahmen wahrscheinlich so geschädigt, dass auch sie sterben werden. Wie viele Bäume letztendlich gefällt werden, bleibt den Bürger*innen unklar. Nach Angaben der Grünen sollen 27 Bäume im Park gefällt werden (https://mg-heute.de/planungen-im-gero-park-mehr-beton-weniger-baeume/), die Stadt spricht von 17 Bäumen. Transparenz sieht anders aus.

Alt gegen neu

Die Stadt betont zwar, dass sie erhebliche Neupflanzungen vornimmt, doch wie lange dauert es, bis ein neu gepflanzter Baum zum Beispiel eine 50 Jahre alte Eiche ersetzt. Je älter ein Baum ist, umso größer ist seine ökologische Bedeutung! Er bietet Lebensraum für Insekten und Vögel. So verdunstet ein ausgewachsener Laubbaum an einem heißen Sommertag bis zu 400 Liter Wasser und kühlt somit seine Umgebung ab. Er ist ein effektiver Schattenspender – eine natürliche Klimaanlage, die in Zeiten des Klimawandels mit steigender Hitzebelastung wichtiger denn je wird.

(https://www.sdw.de/waldwissen/baeume-in-der-stadt/index.html)

Aktion

Um weitere Bewohner*innen und Besucher*innen des Parks auf die geplanten Fällungen aufmerksam zu machen, haben Bewohner*innen des Viertels am Wochenende die Bäume, die voraussichtlich gefällt werden sollen, mit roten Bändern versehen. Zudem hängt an jedem dieser Bäume eine Information und ein Aufruf, Protest an Entscheidungsträger*innen zu richten.

Bitte unterstützt den Protest gegen den Kahlschlag und für ein zukunftsorientiertes, ökologisches Mönchengladbach, und richtet eure Bedenken und Argumente an:

oberbuergermeister@moenchengladbach.de

Bezirksverwaltung-Nord@moenchengladbach.de