Repacket – Gib Kartons einen zweite Chance

von Seli

Auch vor Corona habe ich hin und wieder etwas online bestellt, weil es bestimmte nachhaltigere Produkte vor Ort einfach nicht zu kaufen gab. Mittlerweile quellen jedoch vielerorts die Papiertonnen über und haufenweise nur einmal genutzte Kartons landen im Müll.
Doch eigentlich könnten Kartons, Versandtaschen und Füllmaterial mehrere Male wiederverwendet werden, bevor sie tatsächlich in die Tonne müssten.

Klar wird vielerorts der Papiermüll recycelt, doch auch dieser Prozess erfordert Energie. Außerdem kann eine Papierfaser im Schnitt nur bis zu sieben Mal recycelt werden bis sie durch eine frische Faser ersetzt werden muss.

Die App repacket hilft dabei Leute, die zu viele Verpackungsmaterialien übrig haben, mit denen zu verbinden, die Verpackungen wiederverwenden möchten.

In der App kann man sich als Händler registrieren und angeben, welche Verpackungen man gerade benötigt. Diese Angaben lassen sich jederzeit ändern und man kann die Annahme auch komplett pausieren.

Leute, die Verpackungsmaterial spenden möchten, können ohne Registrierung auf einer Karte sehen, wo sie in der Nähe überzählige Kartons, Versandtaschen und Füllmaterial zu den angegebenen Öffnungszeiten vorbeibringen können.
Natürlich sollte hierbei auf große Umwege mit dem Auto verzichtet werden, da sonst der ökologische Mehrwert in Frage gestellt werden kann. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Händler mitmachen.

In Mönchengladbach gibt es seit einigen Wochen den ersten Händler, der Verpackungsmaterial zur Wiederverwendung annimmt.

Vielleicht kennt ihr Menschen, die oft Waren versenden und diese tolle Möglichkeit, Nachhaltigkeit auch im Versandhandel alltagstauglicher zu machen, mit voranbringen möchten.
Weitere positive Effekte für Händler können erhöhte Sichtbarkeit von lokalen Geschäften, vermehrte Laufkundschaft und weniger Kosten für die Anschaffung von frischem Verpackungsmaterial sein.

Die App ist komplett kostenlos und für Android und iOS verfügbar.
Weitere Informationen gibt es auf www.repacket.de

Kino: Mandabi (jetzt Donnerstag)

Ein arbeitsloser Vorstadtbewohner aus Dakar hat von seinem Neffen aus Frankreich eine Postanweisung über einen geringen Geldbetrag erhalten, die er jedoch nicht in Empfang nehmen kann, weil er keinen Personalausweis besitzt. Am Ende unglaublicher und grotesker Verwicklungen steht die bittere Moral, dass der Ehrliche in der Gesellschaft immer betrogen wird. Eine witzig-pointierte Kritik an der Bürokratie und an kleinbürgerlichen Verhaltensweisen in Senegal.

MANDABI war der erste Spielfilm Sembènes in der Landessprache Wolof. Er wurde 1968 beim Filmfestival in Venedig mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und zählt zu den Klassikern des afrikanischen Kinos. Nun ist er in einer aufwendig digitalisierten Fassung wiederzuentdecken.

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=Eu4kQC_0ay4

Veranstaltung in Kooperation mit dem Afrika Film Festival Köln:
https://afrikafilmfestivalkoeln.de/start

Film in der Reihe Afrika.

Ab 18 Uhr: Küche für alle, afrikanisches Essen:
Pilau, Chapatis und Bohnensoße

Gesamtprogramm:
lemuria.eineerde.org

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung des #kulturbüroMG.

Donnerstag, 18.11.21, Schrei auf, Waldhausener Straße 62, 19 Uhr
ab 18 Uhr Küche für Alle
Eintritt 5 Euro, Mitglieder 2,50 Euro

Kino: „Congo Calling“, jetzt Donnerstag

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine der ärmsten und unsichersten Regionen der Welt. Hunderte von westlichen Entwicklungshelfern sind vor Ort und wollen die Bevölkerung unterstützen. Unter ihnen Raul, Peter und Anne-Laure. Sie sind hochmotiviert und voller Visionen, doch ihre Situation wirft für sie grundsätzliche Fragen auf. Raul, ein spanisch-französischer Wissenschaftler, muss feststellen, dass er seine Kollegen mit den Projektgeldern zur Korruption verführt und seine Studie über die Rebellengruppen deshalb zu scheitern droht. Peter, ein deutscher Entwicklungshelfer, wird nach 30 Berufsjahren in Rente geschickt, sieht aber außerhalb von Afrika keine Perspektiven für sich. Die Belgierin Anne-Laure hat ihre Stelle als Entwicklungshelferin aufgegeben. Sie arbeitet nun für ein kongolesisches Musikfestival und kämpft mit ihrem regimekritischen Freund und anderen Einheimischen für eine bessere Zukunft. Drei persönliche Perspektiven auf das Zusammenleben und Zusammenarbeiten zwischen Europa und Afrika – und die Frage: Wie hilfreich ist die Hilfe des Westens?

https://www.youtube.com/watch?v=PIrP8NxbDII

Stephan Hilpert | Deutschland 2019 | 90 Minuten
Eintritt: 5 Euro (Mitglieder Eine Erde e.V.: 2,50 Euro)

3G + Maskenpflicht am Platz (ist halt recht eng bei uns)

Schrei auf e.V. | Waldhausener Straße 62 | 41061 Mönchengladbach

Ab 17:30 Uhr Küche für Alle, lecker Essen gegen Spende.
Diesmal: Pondu (Maniok-Blätter-Eintopf) und Mikate (frittierter Hefekloß)

Jetzt Donnerstag kocht Gourmet-Papst Niels zusammen mit einer Kongolesischen Familie das traditionelle Pondu und Mikate.

Nach dem Film laden wir euch zum Filmdiskurs ein.
Programm Lemuria: lemuria.eineerde.org

Eine Veranstaltung von Eine Erde e.V. in Kooperation mit Schrei auf e.V., mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturbüro der Stadt Mönchengladbach und Tante LeMi – dem gemeinnützigen Unverpacktladen in Mönchengladbach.

Küche für Alle – wir kochen für euch!

Morgen, vor dem Kino, pünktlich um 18 Uhr, gibt es vor dem Kino lecker Essen, mit Liebe und meisterhaft zubereitet von Niels:

Kartoffelpüree | Tapenade | Pilzmischung | Grünkohlchips

Gegen Spende. Ab jetzt jeden Donnerstag. 18 Uhr Küche für Alle. 19 Uhr Kino.

Kommt rum, wir freuen uns.

04.11. // 18 Uhr Essen // Schrei auf e.V. // Waldhausener Straße 62

Kino jetzt Donnerstag: Atomkraft forever

Lemuria – das neue Programmkino für Mönchengladbach

Jetzt Donnerstag, am 04. November starten wir neues Kino in Mönchengladbach: das „LEMURIA – Kino & Diskurs“.

Zunächst jeden Donnerstag ab 19 Uhr heißt es dann „Film ab!“ in den Räumen des „Schrei auf e.V.“ in der Waldhausener Straße 62, direkt neben der Kulturküche. Initiiert und betrieben wird das neue Kino vom gemeinnützigen Verein „Eine Erde e.V.“, zu dem auch der nichtgewinnorientierte Unverpacktladen „Tante LeMi“ gehört.

Unterstützt durch Mittel des Kulturbüros Mönchengladbach, zeigt Lemuria bis Ende Januar zunächst 17 Filme in vier Filmreihen: Mönchengladbacher*innen dürfen sich über eine Filmreihe Japan freuen, die in Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln gezeigt wird. Ebenfalls in einer Kooperation wird eine Filmreihe Afrika gespielt, hier in Zusammenarbeit mit dem Afrika Film Festival Köln. Hinzu kommt eine Reihe zum Thema Müll & Macht und eine Arthouse-Reihe. Auffällig ist der hohe Anteil an Dokumentarfilmen, der den Diskurs-Anspruch von Lemuria unterstreicht, mit den Zuschauer*innen ins Gespräch zu kommen. Denn das Besondere an „Lemuria – Kino & Diskurs“ ist die Möglichkeit, im Anschluss an den Film noch zu bleiben und sich gemeinsam über den Film auszutauschen – Kino als Ort lebendigen Diskurses. Dazu passt auch gut die „Küche für Alle“, die auf Spendenbasis Menschen vor jeder Vorführung im „Schrei auf“ durch ein gemeinsames Essen zusammenbringt.

Im Januar wird zusätzlich an vier Montagen das „Haus Zoar“ bespielt. Ist das „Schrei auf“ eindeutig eine cineastische Substandard-Offlocation, zeigt das Lemuria im Haus Zoar Programmkino-Filme im schönsten Kino der Stadt.
Kosten: 5 Euro im Schrei auf und 7 Euro im Haus Zoar, Mitglieder von Eine Erde zahlen die Hälfte. Die Filmreihe Japan ist mit freiem Eintritt.

Mit dem Namen Lemuria verweisen wir auf den hypothetischen, versunkenen Kontinent Lemuria und ehren damit das große Kino unserer Jugend, das Atlantis in Rheydt. So freuen wir uns auch sehr über die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Atlantis-Betreiber und Haus-Zoar-Eigentümer, Hans-Jürgen Brandtner.

Erklärtes Ziel der neuen Kino-Initiative ist ein Kino mit eigener Spielstätte.

Alle Filme und weitere Infos finden sich auf der Webseite lemuria.eineerde.org.

04.11.21, 19 Uhr Eröffnung: Atomkraft forever, Carsten Rau, Deutschland 2021, 94 Minuten

Um 18 Uhr lecker Essen.
Kartoffelpüree | Tapenade | Pilzmischung | Grünkohlchips

Eintritt: 5 Euro, für Eine-Erde-Mitglieder 2,50 Euro.

3G + Maskenpflicht am Platz.