Tante LeMi – Wie geht eigentlich Kaffee rösten?

Konventioneller Kaffee wird in aller Regel im Heissluftverfahren geröstet. In nur zwei Minuten durchlaufen bis zu einer halben Tonne Rohkaffee industrielle Heissluftröstanlagen. Denn bei der herkömmlichen Heissluftröstung wird der Rohkaffee nur 2 bis 5 Minuten von bis zu 600 Grad heißer Luft gebrannt und anschließend mittels Wasser abgekühlt. Diese Schockröstung geht deutlich zu Lasten des Aromas und einer guten Kaffeequalität!

Weil Tante LeMi das Geheimnis eines feinen Kaffeearomas kennt, führen wir Kaffee von Utamtsi aus Langzeit-Trommelröstung!

Die Kaffeebohnen werden beim Trommelröstverfahren bis zu 25 Minuten in einer sich ständig drehenden Rösttrommel bewegt und über den Kontakt mit der Wandung schonend geröstet. Deutlich niedriger liegen die Temperaturen bei dieser Röstweise, die sich zwischen 190 und 210 Grad bewegen. Und warum ist das besser? Kaffee aus Langzeit-Trommelröstung enthält weniger Gerb- und Chlorogensäuren, ist bekömmlicher und behält sein Aroma deutlich länger als konventionell schockgerösteter Industriekaffee.

Dieses schonende Röstverfahren und die hohe Qualität der Rohware machen unseren Tante LeMi-Kaffee und Espresso zu einem echten Geschmackserlebnis!

Selbstredend: Unser Kaffee ist bio&fair.

Kaffeeliebhaber aufgepasst!

Tante LeMi führt ab sofort Kaffee gemahlen und Espresso als ganze Bohne von Utamtsiverpackungsfrei, aus biologischem Anbau & fairem Handel.

Kaffee-Experten von Eine Erde e.V. haben Utamtsi-Kaffee selbst getestet und je eine Sorte fachkundig ausgewählt. Schonend geröstet, mild, säurearm und bekömmlich stehen die Kaffeesorten im Tante LeMi-Sortiment deshalb für eine hohe Qualität und feinstes Kaffeearoma!

Die im Hochland Kameruns wild gewachsenen Kaffeebohnen werden von Kleinbauern der Kooperative „Gic Sondason“ aus der Region Bafoussam in Kamerun geerntet und durch Utamtsi nachhaltig gehandelt. Denn Utamtsi garantiert den Kaffee-Bauern für zwei Jahre einen Preis, der 40% über dem Weltmarktpreis für Rohkaffee liegt. Gezahlt wird direkt an die Bauern, ohne Abschläge an Zwischenhändler. Ein erster Schritt in Richtung ökonomischer, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit, wie wir meinen.

Ab sofort bei Tante LeMi – Feinster Kaffee & Espresso aus einer „Lieferbeziehung, die die Interessen aller Beteiligten respektiert und ihre Lebensgrundlage sichert“ (www.utamtsi.com)

 

23.09.: Tante LeMi goes Müllverbrennungsanlage

Müll ist ein vergleichsweise neues Phänomen: obschon die Archäologie Scherben und nicht mehr Brauchbares kennt, war die gesamte Verstoffwechslung der Gesellschaft durch nahezu geschlossene Stoffkreisläufe gekennzeichnet. Erst konsumtive Weltbegegnung brachte eine lineare Funktion in den Umgang mit Dinglichem, weg von Zyklen, Kreisläufen, hin zum Aufbrauchen, Erschöpfen, Verzehren, Vernichten: dies ist die lateinische Bedeutung von ‚consumere‘. Im Konsum liegt also der Schwerpunkt auf das Vernichten, auf das Ende der Gegenstände gerichtet: Ich bin dasjenige Wesen, welches vernichten kann. Ein Sinnbild dieses gesellschaftlichen Stoffwechsels, der auf Vernichtung ausgerichtet ist, kann uns Primark sein: ich kaufe Kleidung, die ich nicht trage, die mir die Möglichkeit beschert, etwas Unbenutztes gleich in den stofflichen Aggregatzustand des Mülls hin zu überführen. Das Wegschmeißen dient wie der Kauf zum Finden einer Identität: im Wegschmeißen ist es der Prozess des Imageshapings, also eines gleichsam bildhauerischen Prozesses, das Wegschlagen von Überflüssigem, um die Form aus einem Formlosen herauszuarbeiten. Diese jetzt tote Teilidentität geben wir einem Bestattungsprozess anheim: entweder einer Bestattung in der Erde, einer Deponiebestattung, oder einer Feuerbestattung, der ritualhaften Transformation durch Feuer.

Am 23. September macht sich die Tante auf zu einer Forschungsreise in das Reich der industriellen Feuerbestattung: Eine Erde e.V. unternimmt eine Exkursion in die Müllverbrennungsanlage Krefeld! Wenn ihr also schon immer einmal einen Blick hinter die Kulissen der Müllentsorgung werfen wolltet, dann meldet Euch schnell zurück!

Exkursion in die MVA Krefeld
am Freitag, den 23.09.2016
um 15:00 Uhr
Dauer 1,5 – 2 Stunden
Kosten: los!

Ihr wollt an dieser Veranstaltung teilnehmen? Dann gebt uns bitte eine kurze Rückmeldung per Mail!

Grüße
Euer Lars von der Tante

 

1. Garten Kennenlern-Treffen

Der Verein Eine Erde e.V. pachtet im Kleingartenverein Pesch einen bzw. zwei Schrebergärten, die er den Mitgliedern des Vereins bzw. der sich formierenden Gartengruppe zur Verfügung stellt. Angedacht ist eine Gruppe von ca. 10-15 Gärtnern, die sich verbindlich um den Garten kümmern.
Wir wollen gerne noch im August starten!
Seid herzlich zu unserem 1. Kennenlern-Treffen willkommen!

Wann? Donnerstag, 4. August um 20:00
Wo? Kleingartenverein Pesch e.V., Reyerstraße 77, 41065 Mönchengladbach

 

Gemeinschaftsgarten Noch-ohne-Namen

Du hast Lust, mit deinen Händen in der Erde zu wühlen? Du wolltest immer schon einmal Lila Luzi oder Fuzzy Wuzzy anbauen? Unkrautjäten hat für dich einen meditativen Charakter? Du bist der Meinung, dass sich Schneckenplagen gemeinschaftlich besser ertragen lassen? Und Bierfallen eher für die Gärtner sind! Du möchtest die Resilienz in der Region zu stärken z.B. durch die Kultivierung regionaler alter Sorten.

Dann ab mit dir in die Gartengruppe.
Wer also gern gärtnert (ob mit oder ohne Vorkenntnisse) oder auch andere Ideen hat, die er/sie in einem vereinseigenen Garten verwirklichen möchte und die sich im Rahmen unserer Philosophie bewegen, ist herzlich eingeladen.

Was ist geplant? Wie könnte das Ganze ablaufen?
Der Verein Eine Erde e.V. pachtet im Kleingartenverein Pesch einen bzw. zwei Schrebergärten, die er den Mitgliedern des Vereins bzw. der sich formierenden Gartengruppe zur Verfügung stellt. Angedacht ist eine Gruppe von ca. 10-15 Gärtnern, die sich verbindlich um den Garten kümmern.
Verbindlich meint:

  • die Gruppe teilt die Ablösesumme für den Garten (ca. 2.000,- € für Garten Nr. 1, und evtl. 1.500,- € für Garten Nr. 2) sowie die jährliche Pacht ( ca. 200,-€) unter sich auf (sollte einen die Lust auf Gärtnern wieder verlassen, wird die Ablösesumme zurückgezahlt, wenn ein anderer Gärtner der Gruppe beitritt)
  • die Gruppe übernimmt die Verantwortung und die Organisation der Vereinsarbeiten im Kleingartenverein Pesch e.V. (vier Samstage, ca. 9-13 Uhr, im Jahr Gemeinschaftsarbeit sowie die Mithilfe bei einem Fest)

  • zudem wünschen wir uns Menschen aus dem Gartenkreis, die sich für die „Außenkommunikation“ verantwortlich zeichnen

  • Völlig frei ist die Gartengruppe in ihrer Organisation und der Gestaltung – naja fast, es gibt da noch die Kleingartenverordnung 😉 – ob Permakultur oder nicht, ob nur Gemeinschaftsbeete oder vielleicht daneben auch individuelle Gartenbereiche …

Abgesehen davon hegen und pflegen wir die Vision eines größeren Gartenprojektes, in dem Vereinsmitglieder für die Gemeinschaft anbauen und die Erzeugnisse bei der Tante LeMi angeboten werden.

Du hast Interesse? Dann melde dich möglichst bald bei uns, damit wir noch diesen Herbst ernten können.

Schwarzkümmel

Auch wenn er den selben Nachnamen trägt, ist der Schwarzkümmel weder mit dem Kreuzkümmel noch mit dem Kümmel verwandt. Er stammt aus dem Orient und ist nicht nur geschmacklich eine echte Bereicherung für die Küche.

Für Nasen, die den Schwarzkümmel noch nicht kennen, mag der Geruch zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig sein. Wer sich von diesem Eindruck nicht abschrecken lässt, findet ein intensives, scharfes und auch leicht nussiges Aroma, das vielen Gerichten eine besondere Note geben kann.

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Tante Lemi Gladbach Schwarzkümmel

Die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche sind vielfältig: Schwarzkümmel ist eine gesunde Zutat in bunt gemischtem „scrambled Tofu“. Generell macht er sich gut in indisch gewürzten Gerichten, dort kommt er z.B. in der Gewürzmischung „Panchphoran“ zum Einsatz. Wer experimentierfreudig ist, probiert ihn auch mal im Salat. In der arabischen Küche wird er oft auf Backwaren und Gebäcke gestreut, z.B. auf Fladenbrot (manchmal findet man dort aber auch schwarzen Sesam, der dem Schwarzkümmel sehr ähnlich sieht). So außergewöhnlich er ist, so vielseitig ist er auch, wenn man ihn einmal für sich entdeckt hat.

Wie sollte es anders sein, ist der Schwarzkümmel jedoch nicht alleine durch seinen Geschmack bekannt geworden. Im Orient kennt man die gesundheitsfördernden Wirkungen des Schwarzkümmels schon seit Jahrtausenden – Mohammed soll gesagt haben „esst den Schwarzkümmel regelmäßig, er ist eine Heilung gegen jede Krankheit, außer den Tod.“

Sicher ist, dass Schwarzkümmel vor allem auf die Verdauung einen positiven Einfluss hat und eine ausgleichende und stärkende Wirkung auf das Immunsystem besitzt. Besonders sein Öl wird in den letzten Jahren immer bekannter. Allergiker schätzen es wegen seiner antihistaminischen Wirkung. So wird z.B. Heuschnupfen deutlich gemildert und abgeschwächt. Auch bei Neurodermitis und Ausschlägen soll Schwarzkümmelöl eine gute Hilfe sein.

Außerdem hat man entdeckt, dass Zecken den Geruch von Schwarzkümmel nicht mögen und deshalb meiden.

Und jetzt gibt es für euch noch ein leckeres indisches Rezept:

Süßsaure Kichererbsen (Bengali dal)

300g Kichererbsen*
1 TL Kurkumapulver*
2 TL Zucker*
3 EL Sonnenblumenöl
2 EL Panchphoran (Mischung zu gleichen Teilen aus: Kreuzkümmel*, Fenchelsamen, Bockshornkleesamen, schwarzen Senfsamen und Schwarzkümmel*)
4 getrocknete rote Chilis, Samen entfernt, zerkrümelt (oder weniger)
2 Lorbeerblätter
2 TL Mangopulver (Amchoor) oder ersatzweise 1 TL in einigen Esslöffeln aufgelöstes Tamarindenkonzentrat
1 TL Rosinen

1. Kichererbsen über Nacht  einweichen und in ausreichend Wasser 2 Stunden weich köcheln. Falls nötig, Wasser zugießen! Kurkuma, Zucker und Salz untermischen.

2. Im kleinen Topf Öl erhitzen. Das Panchphoran darin anrösten, bis ein Zisch-Geräusch hörbar ist. Chillies, Lorbeer, Mangopulver und Rosinen zugeben. Jetzt die Hitze reduzieren und Mischung über Kichererbsen träufeln.

3. Vielleicht noch Wasser dazugießen, es sollte eine dickflüssige Konstistenz sein. Heiß servieren!

Dazu passt Reis oder Nan-Brot.

 

*im LeMi-Sortiment

Hirsetöpfchen, koch!

Hirse – Ihre traditionellen Anbaugebiete liegen in China, wo sie einst zu den fünf heiligen Pflanzen zählte. Mit Ende der Antike hatte das Getreide als Grundnahrungsmittel ganz Europa erobert. Im Mittelalter galt Hirse als „Arme Leute Speise“. Und auf Hochzeiten war es Brauch, die kleinen Körner auf die Brautleute zu werfen. Bei den Brüdern Grimm war sie der überquellende Hauptdarsteller im Märchen vom süßen Brei und überzog dampfend eine ganze Stadt. In Deutschland wurde Hirse bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts kultiviert und kam mehrmals wöchentlich auf den heimischen Tisch.

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Tante Lemis Hirse

‚Töpfchen, koch!‘

200 gr Hirse*
1 Liter Pflanzenmilch (s. Rezept Nussmilch)
1 Prise Salz*
1 Msp. Vanille
2 EL Zucker*, 2 Msp. Zimt*
Agavendicksaft (im Gläschen) nach Belieben
4 Datteln*
8 EL Mandeln, gehackt
4 EL Rosinen oder Cranberrys

oder nach Belieben frische Früchte
ergibt ca. 4 Portionen

Hirse in einem Sieb mit heißem Wasser abspülen, bis das austretende Wasser klar bleibt, dann gut abtropfen lassen. Pflanzenmilch, 1 Prise Salz und Vanille zum Kochen bringen, die Hirse zufügen und aufkochen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 5 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Datteln würfeln und mit den Cranberrys oder Rosinen zur Hirse geben und weitere 5 Minuten zugedeckt garen. Inzwischen die Mandeln hacken und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Den Brei nach Belieben mit Agavendicksaft süßen. Zucker und Zimt mischen. Mit den Mandeln über die Hirse streuen. Auch frische Früchte schmecken köstlich!

‚Töpfchen, steh!‘

 

*im LeMi-Sortiment

Bulgur – ein Hauch von Orient

Bulgur ist der grobe Bruder vom feinen Couscous.
Seine Wurzeln hat er im vorderen Orient und der Türkei, wo er neben Reis und Nudeln zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Mit türkischen Einwanderern machte er sich auf die Reise und wie sein feiner Bruder, erfreut auch er sich in seiner neuen Heimat größter Beliebtheit. Als Partygänger ist er auf beinahe jedem Buffet zu finden und aufgrund seiner orientalischen Herkunft stets heiß umschwärmt. Vielseitig, gesund und lecker sorgt er für Schwung, Abwechslung und einen Hauch von Orient auf unseren Tellern.

Aber wer genau ist dieser Bulgur aus dem Orient?

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Tante Lemis Bulgur

Bulgur wird aus Hartweizen gewonnen. Durch Schälen, Vorgaren und Trocknen entsteht Weizenschrot, das in unterschiedliche Feinheitsgrade von fein bis grob gebrochen wird. Die feine Variante von Bulgur wird lediglich mit kochendem Wasser oder Brühe übergossen und muss anschließend 20 – 30 Minuten quellen. Der grobe Bulgur wird hingegen mindestens 15 Minuten gekocht,  dann lässt man ihn eine halbe Stunde ziehen.


Für ca. 4 Portionen Bulgursalat braucht ihr:

  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl*
  • 150 gr Bulgur*
  • 400 ml Gemüsebrühe im Gläschen (evtl. mehr)
  • 2 EL Tomatenmark im Gläschen
  • 1 rote Paprika
  • 200 gr Tomaten
  • 300 gr Gurke
  • 1 Zitrone
  • Salz*, Pfeffer*, Paprika*, Kreuzkümmel* nach Bedarf (idealerweise Ras el-Hanout)
  • 100 gr Kichererbsen getrocknet*
  • etwas frische Petersilie und/oder Minze

Die Zwiebel fein würfeln und zusammen mit dem Bulgur in etwas Öl leicht andünsten. Heiße Gemüsebrühe und Tomatenmark dazugeben, gut unterrühren und im geschlossenen Topf etwa 10 Minuten quellen lassen. Dann abkühlen lassen. Inzwischen Paprika, Tomaten und Gürken würfeln. Zitrone auspressen, mit dem restlichen Öl zu einem Dressing verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dressing, Gemüse und gekochte Kichererbsen unter den Bulgur mischen und alles mit Salz, Pfeffer, Gewürzen und Petersilie/Minze abschmecken.

*im LeMi Sortiment

Das kleine Aluminium-ABC

Es sollte das Material der Zukunft sein. Stabil, vielseitig und in großen Mengen verfügbar – Aluminium. Insbesondere die Verpackungsindustrie entdeckte Aluminium als multifunktionalen, leichten Packstoff und als ‚Imageträger der Moderne‘.

Heute zählt die Aluminiumindustrie zu den schmutzigsten, ressourcen- und energieintensivsten Industrien überhaupt. Ein ökologischer Supergau, der mit dem Abbau des Rohstoffs Bauxit beginnt und in einem immensen Stromverbrauch gipfelt.


Das kleine Alu-ABC

A wie Abbau / Ausgangsmaterial von Aluminium ist Bauxit. 90% der Bauxitvorkommen lagern im Tropengürtel, wo das Erz im großen Stil gefördert wird. Mit dem Abbau von Bauxit ist oft eine großflächige Rodung von Ur- und Regenwald und die Zerstörung indigener Lebensräume verbunden.

E wie Energie / Die Herstellung einer Tonne Aluminium verschlingt so viel Energie wie eine halbe Million Haushalte in einem Jahr. Hersteller verlegen die Produktion von Aluminium deshalb vorzugsweise in Länder mit geringen Stromkosten. Nicht selten werden zum Zwecke der Stromgewinnung Staudämme errichtet und ganze Landstriche geflutet.

G wie Gesundheitsgefahr / Die Emissionen im Zuge der Aluminiumverhüttung, insbesondere Flouride, verursachen bei den Anwohnern der Fabriken Erkrankungen der Atemwege, Haut und Knochen (Flourose) und führen zu gravierenden Schäden an Flora und Fauna.

R wie Rotschlamm / Bei der Aluminiumverhüttung entsteht neben Aluminat der sogenannte Rotschlamm, ein hochgiftiges Abfallprodukt aus Schwermetallen, ätzender Natronlauge und Eisenpartikeln. Bis zu sechs Tonnen dieser Substanz bleiben bei der Verarbeitung einer Tonne Alumunium zurück. Meist werden die giftigen Schlämme in großen Seen deponiert, nicht selten werden sie in Flüsse geleitet.

S wie Sondermüll / Lediglich 66 % der Aluminiumreste werden in Europa recycelt. Zudem landen große Mengen des Metalls in den Haushalten nicht im gelben Sack, sondern im Restmüll und werden keiner Wiederverwertung zugeführt. Auch Verbundverpackungen werden mangels geeigneter Recyclingmethoden in der Regel nicht wiederverwertet, sie werden verbrannt.

Z wie Zero-Alu /  So geht’s:

  • Mehrwegflaschen anstatt Verbundverpackungen und Getränkedosen
  • die gute alte Brotdose anstatt Aluminiumfolie als Verpackungsmaterial
  • Großpackungen anstatt aluminiumbeschichteter Kleinstpackungen oder Pröbchen
  • Lebensmittel in Gläschen anstatt in Tuben
  • Kaffee aus der Rösterei anstatt Kaffekapseln
  • Edelstahl-Grillschalen anstatt Aluminiumschalen oder -folie
  • Hersteller, die Aluminiumverpackungen nutzen, bitten, ihre Produktion umzustellen
  • Ihr wollt auf Nummer sicher gehen? Tante LeMi und andere Unverpackläden bieten inzwischen ein beachtliches Sortiment unverpackter und damit garantiert aluminiumfreier Lebensmittel an!

 

Quellen
https://www.regenwald.org/themen/aluminium/fragen-und-antworten
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/aluminium-100.htmlhttps:
Zur Rotschlammkatastrophe in Ungarn: http://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/rotschlamm-katastrophe-ungarn

‚Die Akte Aluminium‘ (Reportage):

 

 

Nie wieder Stückchen …

In keinem gut sortierten Zero-Waste-Haushalt darf er fehlen – der Nussmilchbeutel !

Ein Nussmilchbeutel ist ein feinmaschiger Beutel aus Baumwolle oder langlebigem Nylon zur Herstellung wunderbar sämiger Pflanzenmilch.  Er ist sozusagen die Profivariante des klassischen ‚Abseih- oder Presstuchs‘. Kleine Nussstückchen, die sich normalerweise nach dem Mixen in der Milch absetzen, werden mit dem Beutel aufgefangen und können ausgewrungen werden.

Aus allerlei Nüssen, Saaten und Getreide lassen sich so ruckizucki leckere Alternativen zu gewohnten Milch- oder Sahneprodukten zubereiten.

Die so hergestellte Pflanzenmilch schmeckt nicht nur besser als konventionelle Supermarkt-Produkte. Sie enthält zudem keine synthetischen Konservierungs-, Farb- und Süßstoffe und dafür viele Enzyme und Vitamine. Und: Als 2-Personen-Haushalt erspart ihr der Umwelt knapp 200 leere Verbundkartons pro Jahr!

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Für 1 Liter Mandel- oder Cashew*milch braucht ihr

150 gr Nüsse (ca. 1 Tasse)
1 l Wasser (Menge je nach Geschmack)

  1. Nüsse idealerweise 8-12 Stunden einweichen, das Einweichwasser wegschütten und die Nüsse gut durchspülen. Cashewkerne dürfen direkt in den Mixer!!
  2. Die Nüsse mit Wasser im Mixer für ca. 1 Minute auf höchster Stufe mixen.
  3. Den Nussmilchbeutel (alternativ das Filtertuch) über ein ausreichend großes Gefäß stülpen, den Mixer-Inhalt eingießen, den Beutel zudrehen und mit sanftem Druck gut auswringen.
  4. Beutel ausspülen. Fertig!

Die Nussmilch kann prima mit eingeweichten Datteln*, Kokosblütenzucker oder Stevia gesüßt oder mit Vanille, Zimt* oder Kakao verfeinert werden. Im Kühlschrank kann sie ca. 2 Tage aufbewahrt werden.

TIPP – Nuss-Trester nicht einfach entsorgen! Denn die Krümel könnt ihr noch prima zu Kuchen, Kräckern, Müsli oder gedörrt und getrocknet als Nussmehl weiterverarbeiten!

*im LeMi-Sortiment