Seltene Erden – das „Öl der Zukunft“

Deutsche Haushalte sind wahre Goldgruben: Rund 100 Millionen alte Mobiltelefone werden in deutschen Schubladen und Schränken vermutet. Und allein im Jahr 2015 gingen laut Verbraucherzentrale weltweit ca. 1,3 Milliarden Smartphones über die Ladentheke. Immer neue Trends und eine geplante Obsoleszenz verleiten uns durchschnittlich alle drei bis vier Jahre zum Neukauf. Das Mobiltelefon, einst langlebiger Gebrauchsgegenstand, ist längst ein Wegwerfprodukt.

Dabei ist jedes Handy ein wertvolles Rohstofflager. Denn in jedem Gerät stecken rund 60 verschiedene Stoffe, darunter 30 Metalle wie Kupfer, Eisen, Silber, Aluminium, Nickel und Palladium. Aber auch besonders umkämpfte Konfliktrohstoffe wie Gold und Coltan, aus dem  der begehrte Rohstoff Tantal gewonnen wird. So finden sich in einem 110 Gramm schweren Smartphone neben durchschnittlich 305 Milligramm Silber und 11 Milligramm Palladium auch 30 Milligramm des Konfliktminerals Gold, berichtet das Informationszentrum Mobilfunk. Menschenrechtsorganisationen schlagen hier seit Jahren Alarm: Denn für die Gewinnung solcher Konfliktrohstoffe werden systematische Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen in Kauf genommen. In Konflikt- oder Hochrisikogebieten illegal und außerhalb staatlicher Kontrolle gefördert, befeuert ihr Abbau Ausbeutung, Kriege und Flucht.

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Mach mit beim Kultur-Flashmob 2017 in Rheydt!

Am Mittwoch, 22. November von 18.00 – 19.00 Uhr findet auf dem Rheydter Marktplatz der diesjährige Kultur-Flashmob statt! Infos und Hinweise zu dieser Veranstaltung findest du HIER.

Für eine Stunde finden sich Menschen ein, die sich plötzlich und unabgesprochen auf irgendeine Art und Weise kulturell betätigen. Sei es mit einem Musikinstrument, der eigenen Stimme, sei es mit Malerei, dem Turnverein, mit Lesungen, Vorträgen, Theaterspiel, Tanz, Spiel, Sport, Performance… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für die Vorbeikommenden wirken die Aktionen wie ein Gesamtbild, bei dem an allen Ecken etwas passiert. Auch Darbietungen, die nur einige Minuten dauern sind daher in diesem Kontext passend.

Der „Kulturmob“ soll zeigen, welche oft unbeachteten künstlerischen, gesellschaftskritischen Potenziale in der Stadt schlummern. Das Projekt zielt darauf, der Kultur Beachtung im öffentlichen Raum zu schenken, bestimmte Gruppen bekannter zu machen oder eine öffentliche Diskussion über Sinn und Zweck von Kultur zu entfachen. Der eigene Spaß und Austausch mit anderen Kreativen soll natürlich auch im Vordergrund stehen.

Seid dabei und macht mit beim Kultur-Flashmob 2017!

„Kultur unter Laternen“ ist ein Kooperationsprojekt von
Kulturkram e.V. und freeflow e.V.

Schupfnudeln – nach Art der Tante

Laut Wikipedia gibt es für Schupfnudeln „kein universell authentisches Rezept, sondern nur viele stark unterschiedliche regionale Zubereitungsarten, oft mit universellem Anspruch auf Originalität und Authentizität“. Tante LeMi ist sich sicher: Schupfnudeln nach Art der Tante ist das Original! Und so geht’s:

500 gr gekochte Kichererbsen* (für 2 – 3 Portionen)
frische Petersilie und Koriander
Salz*, Pfeffer*
Gewürze * nach Belieben, wir verwenden scharfe Paprika, Kreuzkümmel, Muskat
etwas Wasser und Olivenöl*
1 El Mehl
Bratöl *

Die getrockneten Kichererbsen über Nacht einweichen, am besten 24 Stunden. Das Einweichwasser zwischendurch wechseln. Dann ca. 1 Stunde in frischem Wasser weich kochen. Kichererbsen abgießen und abspülen. Frische Petersilie und Koriander fein hacken. Anschließend die Kichererbsen mit den Kräutern, Gewürzen, etwas Wasser, Olivenöl und Mehl pürieren. Der Teig sollte relativ fest sein. Aus dem Teig Röllchen formen etwa so:

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Öl in die heiße Pfanne geben und die Schupfnudeln kräftig anbraten. Die Pfanne nicht zu voll machen, sodass ihr gut wenden könnt! Die Schupfnudeln schmecken lecker mit Rohkost z.B. Tomaten- und Gurkenschnitzen.

Lasst es euch schmecken!

 

Wald statt Kohle – Hambi bleibt!

Kommt zum Waldspaziergang am 12.11.2017 in den Hambacher Forst.

9.609 Waldspaziergänger/innen waren es bisher – so viele Beschäftigte arbeiten bei RWE im Tagebau und in den Kraftwerken. Dort werden es immer weniger. Auf Seiten der Aktivistinnen, Besetzer und Waldpaziergänger dafür immer mehr!

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Quelle: hambacherforst.org

Derzeit gibt es 16 Baumhäuser im Hambacher Wald. Wenn man dicht aneinanderrückt, sind das 40 Schlafplätze in den Bäumen. Die meisten Baumhäuser befinden sich in Baumhausdörfern, das heißt, dass mehrere Bäume in der Luft durch Walkways verbunden sind.

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Das Monsanto-Tribunal: „Roundup, der Prozess“

In der sehr empfehlenswerten Arte-Dokumentation „Roundup, der Prozess“ zeigt die Autorin und Investigativjournalistin Marie-Monique Robin: Das starke Herbizid Glyphosat ist gefährlicher als bisher befürchtet. Doch eine Bürgerinitiative begehrt auf. Beim internationalen Monsanto-Tribunal, einem symbolischen Prozess im Jahr 2016 in Den Haag, klagen sie: Auf Ökozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Hier geht’s zum Film.

 

Tante LeMi, was genau ist Glyphosat?

620px-Glyphosate.svgGlyphosat ist das meistverkaufte Pflanzengift der Welt. Der Agro-Multi Monsanto ließ Glyphosat in den 70er Jahren patentieren und brachte es unter dem Markennamen „Roundup“ auf den Markt. Monsanto wurde damit zum führenden Hersteller von Glyphosat und glyphosatresistenten gentechnisch veränderten Pflanzen. Seit 2000 ist der Patentschutz abgelaufen, sodass auch andere Unternehmen wie Syngenta oder Dow AgroSciences glyphosathaltige Präparate vertreiben.

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It’s Kürbistime! Tante LeMis kleine Kürbiskunde

Für Tante LeMi ist gerade die schönste Zeit des Jahres: Die Kürbiszeit! Damit ist es höchste Zeit für die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Kürbis:

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Tante LeMi, wie viele Kürbissorten gibt es? Die Familie der Kürbisgewächse zählt etwa 800 verschiedene Sorten – Speisekürbisse und die nicht zum Verzehr geeigneten Zierkürbisse. Der Kürbis ist übrigens eine Beerenfrucht, denn laut Definition sind Beeren Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen. Weiterlesen

Doku-Tipp: „Der Preis der süßen Früchte“

Das Format planet e. geht in der Doku „Der Preis der süßen Früchte“ den versteckten Kosten der Ananas auf den Grund: 

„Südfrüchte werden als Hochglanzprodukte präsentiert: makellos, frisch und vor allem billig. Weniger als zwei Euro kostet eine Ananas im Schnitt. Das ist nur möglich, weil in den Anbauländern gespart wird: bei Löhnen und an gesundheitlich vertretbaren Anbaumethoden“ (ZDF-Mediathek).

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Costa Rica leidet massiv unter den Folgen des Ananas-Anbaus. Rund 70 Prozent der süßen Früchte stammen aus dem kleinen Land. In weiten Regionen ist das Leitungswasser bereits massiv belastet. Tankwägen müssen Bewohner dort versorgen, wo die Pestizidbelastung das Wasser ungenießbar macht. Die Ernte selbst ist Knochenarbeit und bedeutet aufgrund der Pestizid-Kontamination für Arbeiterinnen und Tagelöhner ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Obwohl der Ananas-Anbau ein Millionengeschäft ist, sind Plantagenarbeiter in Costa Rica schlecht entlohnt, weite Gegenden verarmt, denn die Gewinne fließen an Besitzer nach außerhalb. Nachdem die Früchte 10.000 Kilometer in Kühlcontainern verschifft wurden oder als sogenanntes Flugobst in unseren Supermärkten gelandet sind, können wir sie zu Spottpreisen kaufen.

Können wir das wirklich verantworten? 

Zum Film geht es HIER

 

Quelle: „Im Land der Ananas“, taz

16. Oktober ist Welternährungstag

Im Jahr 2016 litten 815 Millionen Menschen weltweit an Hunger. Jeder 9. Mensch hat nicht die minimal erforderliche Nahrungsmenge zur Verfügung. Klimawandel und Ressourcenverschwendung in den reichen Industrienationen, ein verzerrter Welthandel und Kriege gelten als die größten Treiber des Welthungers.

Doch auch die Privatisierung von Saatgut bis hin zur Monopolisierung der Landwirtschaft bedeuten eine massive Bedrohung der weltweiten Ernährungssituation. Denn nur eine Handvoll internationaler Chemie- und Agrarkonzerne kontrollieren heute den globalen Saatgutmarkt. Die 10 größten unter ihnen machen 75 Prozent des Marktes unter sich aus – darunter die Bigplayer Monsanto, DuPont und Syngenta. Und es sind gerade Bauern in Entwicklungsländern, die zunehmend in die Abhängigkeit der Konzernriesen geraten. Die Folge: Auf dem Land leben laut Welthungerhilfe drei Viertel aller Hungernden, davon 50 Prozent Kleinbauern. Denn für ihre Ernährung und ihr Einkommen können viele Bauern nicht mehr unabhängig aufkommen. Im Südsudan etwa sollen ausländische Investoren bereits 9 Prozent der Landfläche fest im Griff haben.  Weiterlesen

Neuer Wind für den Welthandel – der „Null-Emissions-Segler“

Ein emissionsfreier und CO2-neutraler Gütertransport per Segelfrachtschiff – das ist die Vision einer Gruppe von Enthusiasten, die den Warenverkehr zu Wasser revolutionieren will.  

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Ein über 100 Jahre altes ausgedientes Frachtschiff soll es möglich machen. Nach einer aufwendigen Restaurierung und unter neuem Namen soll der 30 Meter lange Zweimaster als „Null-Emissions-Segler“ Ende 2018 auslaufen. Die „Brigantes“ soll fair produzierte Güter wie Kaffee, Kakaobohnen und Rum umweltfreundlich zwischen dem Mittelmeer und der Karibik transportieren – ohne Verbrennungsmotor, durch bloße Segelkraft. Die Nachfrage ist groß, weiß der Projektleiter von „Fair Transport“. So suchen immer mehr Produzenten für ihre fair produzierten Waren nach ökologisch vertretbaren Transport-Alternativen. Und tatsächlich ist die Zeit reif für ein neues, umweltverträgliches Transportsystem zu Wasser. Weiterlesen