Das kleine Aluminium-ABC

Es sollte das Material der Zukunft sein. Stabil, vielseitig und in großen Mengen verfügbar – Aluminium. Insbesondere die Verpackungsindustrie entdeckte Aluminium als multifunktionalen, leichten Packstoff und als ‚Imageträger der Moderne‘.

Heute zählt die Aluminiumindustrie zu den schmutzigsten, ressourcen- und energieintensivsten Industrien überhaupt. Ein ökologischer Supergau, der mit dem Abbau des Rohstoffs Bauxit beginnt und in einem immensen Stromverbrauch gipfelt.


Das kleine Alu-ABC

A wie Abbau / Ausgangsmaterial von Aluminium ist Bauxit. 90% der Bauxitvorkommen lagern im Tropengürtel, wo das Erz im großen Stil gefördert wird. Mit dem Abbau von Bauxit ist oft eine großflächige Rodung von Ur- und Regenwald und die Zerstörung indigener Lebensräume verbunden.

E wie Energie / Die Herstellung einer Tonne Aluminium verschlingt so viel Energie wie eine halbe Million Haushalte in einem Jahr. Hersteller verlegen die Produktion von Aluminium deshalb vorzugsweise in Länder mit geringen Stromkosten. Nicht selten werden zum Zwecke der Stromgewinnung Staudämme errichtet und ganze Landstriche geflutet.

G wie Gesundheitsgefahr / Die Emissionen im Zuge der Aluminiumverhüttung, insbesondere Flouride, verursachen bei den Anwohnern der Fabriken Erkrankungen der Atemwege, Haut und Knochen (Flourose) und führen zu gravierenden Schäden an Flora und Fauna.

R wie Rotschlamm / Bei der Aluminiumverhüttung entsteht neben Aluminat der sogenannte Rotschlamm, ein hochgiftiges Abfallprodukt aus Schwermetallen, ätzender Natronlauge und Eisenpartikeln. Bis zu sechs Tonnen dieser Substanz bleiben bei der Verarbeitung einer Tonne Alumunium zurück. Meist werden die giftigen Schlämme in großen Seen deponiert, nicht selten werden sie in Flüsse geleitet.

S wie Sondermüll / Lediglich 66 % der Aluminiumreste werden in Europa recycelt. Zudem landen große Mengen des Metalls in den Haushalten nicht im gelben Sack, sondern im Restmüll und werden keiner Wiederverwertung zugeführt. Auch Verbundverpackungen werden mangels geeigneter Recyclingmethoden in der Regel nicht wiederverwertet, sie werden verbrannt.

Z wie Zero-Alu /  So geht’s:

  • Mehrwegflaschen anstatt Verbundverpackungen und Getränkedosen
  • die gute alte Brotdose anstatt Aluminiumfolie als Verpackungsmaterial
  • Großpackungen anstatt aluminiumbeschichteter Kleinstpackungen oder Pröbchen
  • Lebensmittel in Gläschen anstatt in Tuben
  • Kaffee aus der Rösterei anstatt Kaffekapseln
  • Edelstahl-Grillschalen anstatt Aluminiumschalen oder -folie
  • Hersteller, die Aluminiumverpackungen nutzen, bitten, ihre Produktion umzustellen
  • Ihr wollt auf Nummer sicher gehen? Tante LeMi und andere Unverpackläden bieten inzwischen ein beachtliches Sortiment unverpackter und damit garantiert aluminiumfreier Lebensmittel an!

 

Quellen
https://www.regenwald.org/themen/aluminium/fragen-und-antworten
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/aluminium-100.htmlhttps:
Zur Rotschlammkatastrophe in Ungarn: http://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/rotschlamm-katastrophe-ungarn

‚Die Akte Aluminium‘ (Reportage):

 

 

Nie wieder Stückchen …

In keinem gut sortierten Zero-Waste-Haushalt darf er fehlen – der Nussmilchbeutel !

Ein Nussmilchbeutel ist ein feinmaschiger Beutel aus Baumwolle oder langlebigem Nylon zur Herstellung wunderbar sämiger Pflanzenmilch.  Er ist sozusagen die Profivariante des klassischen ‚Abseih- oder Presstuchs‘. Kleine Nussstückchen, die sich normalerweise nach dem Mixen in der Milch absetzen, werden mit dem Beutel aufgefangen und können ausgewrungen werden.

Aus allerlei Nüssen, Saaten und Getreide lassen sich so ruckizucki leckere Alternativen zu gewohnten Milch- oder Sahneprodukten zubereiten.

Die so hergestellte Pflanzenmilch schmeckt nicht nur besser als konventionelle Supermarkt-Produkte. Sie enthält zudem keine synthetischen Konservierungs-, Farb- und Süßstoffe und dafür viele Enzyme und Vitamine. Und: Als 2-Personen-Haushalt erspart ihr der Umwelt knapp 200 leere Verbundkartons pro Jahr!

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Für 1 Liter Mandel- oder Cashew*milch braucht ihr

150 gr Nüsse (ca. 1 Tasse)
1 l Wasser (Menge je nach Geschmack)

  1. Nüsse idealerweise 8-12 Stunden einweichen, das Einweichwasser wegschütten und die Nüsse gut durchspülen. Cashewkerne dürfen direkt in den Mixer!!
  2. Die Nüsse mit Wasser im Mixer für ca. 1 Minute auf höchster Stufe mixen.
  3. Den Nussmilchbeutel (alternativ das Filtertuch) über ein ausreichend großes Gefäß stülpen, den Mixer-Inhalt eingießen, den Beutel zudrehen und mit sanftem Druck gut auswringen.
  4. Beutel ausspülen. Fertig!

Die Nussmilch kann prima mit eingeweichten Datteln*, Kokosblütenzucker oder Stevia gesüßt oder mit Vanille, Zimt* oder Kakao verfeinert werden. Im Kühlschrank kann sie ca. 2 Tage aufbewahrt werden.

TIPP – Nuss-Trester nicht einfach entsorgen! Denn die Krümel könnt ihr noch prima zu Kuchen, Kräckern, Müsli oder gedörrt und getrocknet als Nussmehl weiterverarbeiten!

*im LeMi-Sortiment

Die Tetra-Pak-Lüge

Bei einem Verbrauch von 0,5 Liter Pflanzenmilch täglich fallen in einem 2 Personen-Haushalt knapp 4 leere Verbundkartons pro Woche an. Das sind 16 Pakete monatlich oder beeindruckende 192 Pflanzenmilchpakete in nur einem Jahr!

Hersteller wie tetrapak bewerben die Verbundverpackungen als eine ‚zukunftsweisende Idee‘. Eine dreiste Lüge – wie das Onlinemagazin klimaretter.info recherchierte.

Und nun zu den Fakten:

  1. Verbundkartons bestehen eben nicht nur zu 75% aus nachwachsenden Rohstoffen, sondern zu einem Viertel aus nicht nachwachsenden Rohstoffennämlich aus, für den Verbraucher unsichtbaren, hauchdünnen Alu- und Polyethylenfolien.
  2. Ein Recycling, das den Namen wirklich verdient, gibt es noch nicht: Lediglich gut ein Drittel des Materials der hierzulande verkauften Getränkekartons wird laut der Deutschen Umwelthilfe ressourcenintensiv wiederverwendet. Der Rest wird aussortiert oder verbrannt.
  3. Selbstredend ist auch die Idee des „möglichst kleinen“ CO2-Fußabdrucks eine glatte Lüge.  Denn Kohlendioxid-sparend sind Tetra Paks nur im Vergleich mit anderen Einweg-Verpackungen. Gegenüber Mehrweg-Systemen sind sie wahre Klimakiller.

Eine umweltfreundliche Alternative zu Pflanzenmilch in Tetrapacks ist selbst hergestellte Pflanzenmilch. Die spart nicht nur bares Geld, sondern steckt auch geschmacklich jedes industrielle Produkt locker in die Tasche.

Wasser, Nüsse, mixen – fertig!

 

Quelle: http://www.klima-luegendetektor.de

Hummus aus Bohnen? Lecker!

Bei der Tante kam heute ein leckeres Bohnen-Hummus auf den Tisch. Und das kann mit dem Original aus Kichererbsen locker mithalten. Cremig, sämig, herzhaft, ist es für Hummus-Fans eine wahre Gaumenfreude!

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Tante Lemis Weiße Riesenbohnen

Wusstet ihr übrigens, dass es etwa 700 verschiedene Bohnensorten gibt?! Von süß, mild, nussig bis würzig, herzhaft, aromatisch ist alles dabei. Weiße Riesenbohnen zeichnen sich durch einen milden Geschmack und ihre butterweiche Konsistenz aus. Sie eignen sich deshalb hervorragend für die Herstellung von Pasten und Brotaufstrichen.

Jetzt aber zum Rezept:

  • 1 mittleres Einmachglas getrocknete Weiße Riesenbohnen*
  • 4 Esslöffel Tahin*
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Saft einer Zitrone
  • 1 guter Tl Salz*, Pfeffer*
  • Gewürze z.B. 1/2 Tl Kurkuma*, 1/2 Tl Cumin*, etwas Schwarzkümmel*
  • Gartenkräuter z.B. Basilikum, lecker ist auch Selleriegrün
  • Olivenöl*

Die Menge reichte – bei uns – für 2 großzügige Portionen.

Die Bohnen über Nacht einweichen – mindestens 12 Stunden – und anschließend ca. 2 Stunden schön weich kochen. Kochwasser abgießen und die Bohnen abkühlen lassen. Die Zwiebel glasig dünsten, dann den Knoblauch und zum Schluss die Gewürze in die Pfanne geben und kurz anbraten. Dann die Bohnen mit der Zwiebel-Knofi-Gewürzmischung, Tahin, Salz, Pfeffer und Zitronensaft pürieren. Soviel Wasser und nach Belieben Olivenöl zugeben, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Zum Schluss die gehackten Kräuter oder Selleriegrün unterrühren.

Bohnen-Hummus schmeckt besonders lecker zu Brot oder Rohkost!

*im LeMi-Sortiment

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Bohnen – ob rund, länglich, nierenförmig, weiß, rot, gelb oder grün – lecker und gesund sind sie alle!

Bohnen sind ein toller Fleischersatz und reich an Ballaststoffen, die im Körper nur langsam verdaut werden und für ein langes Sättigungsgefühl sorgen. Wer sich also den nächtlichen Gang an den Kühlschrank sparen will, sollte öfter mal die Bohne auf den Speiseplan bringen. Außerdem sind Bohnen eine tolle Protein- und Eisenquelle, liefern wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und viele Antioxidantien. Reich an  Niacin und Pantothensäure sorgen sie für eine schöne Haut.

Aber nun genug der Lobhudelei und zum Rezept. Wir verarbeiten heute weiße Riesenbohnen zu einem Riesenbohnengemüse mit Tomaten:

  • 250g getrocknete weiße Riesenbohnen *
  • 1 Liter Gemüsebrühe (im Gläschen)
  • Frische Kräuter z.B. 1/2 TL Liebstöckl, 2 TL Bohnenkraut, 1,5 Tl Thymian
    – plündert einfach euer Kräuterbeet –
  • 2 El Olivenöl *
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ca. 5 vollreife, richtig weiche Tomaten
  • Balsamico Essig
  • Salz*, Pfeffer*
Die getrockneten Bohnen werden idealerweise über Nacht (ca. 12 Stunden) eingeweicht und am nächsten Tag ca. 2 Stunden weich gekocht. Anschließend Einweichwasser abschütten. Bohnen mit Liebstöckl und Bohnenkraut in der Gemüsebrühe ca. 1 Stunde kochen. Zwiebel, Knoblauch und Thymian in Öl anschwitzen. Die Bohnen dazugeben und die in Stücke geschnittenen Tomaten dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Balsamico Essig abgeschmecken.

Guten Appetit!

*im LeMi-Sortiment

Grünkern-Bratlinge

Nach einer ausgiebigen Pfingstpause hat Tante LeMi wieder den Kochlöffel für Euch geschwungen und leckere Grünkern-Frikadellchen gezaubert. Und die stehen ihren Verwandten aus Hack in wirklich nichts nach!

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Tante Lemis Grünkern

Grünkern nennt man übrigens Dinkel, der unreif geernet wird, also dann, wenn die Stärke noch nicht ausgebildet ist und die Körner weich und saftig sind. Nach dem Dreschen werden die Körner gedörrt und geröstet. Früher geschah das in eisernen Pfannen über mildem Holzfeuer. Heute nutzt man dafür spezielle Darranlagen. So bekommt Grünkern sein nussiges, leicht rauchiges Aroma und ist damit prädestiniert für Frikadellchen wie diese:

Rezept für ca. 20 Bratlinge:

  • 250g Grünkernschrot *
  • 500 ml Wasser
  • Salz *, Pfeffer *
  • Gewürze * z.B. Rosmarin, Paprika, Majoran
  • Hefeflocken *
  • 1 kleinere Möhre oder eine Spalte Kohlrabi
  • 1 Zwiebel, 1-2 Knoblauchzehen
  • eine handvoll frische Kräuter z.B. Petersilie, Schnittlauch oder Estragon
  • Semmelbrösel (selbst hergestellt aus trockenen Brötchen)
  • Bratöl *

Und so geht’s: Grünkern in einem Turbomixer oder einer Getreidemühle schroten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die Zwiebeln glasig andünsten und dann auch den Knoblauch leicht anbraten. Das Grünkern-Schrot dazugeben und etwas anrösten bis die Masse duftet. Etwa 1/2 Liter Wasser zugeben bis eine leicht flüssige, pfannkuchenteigähnliche Konsistenz entsteht. Die Masse zieht dann schnell an und dickt ein. Anschließend erkalten lassen.

Eine fein geraspelte Möhre oder eine Spalte Kohlrabi und frische Kräuter einkneten. Mit Gewürzen und Hefeflocken abschmecken. Dann Semmelbrösel zugeben bis die Masse nicht mehr zu sehr klebt. Mit angefeuchteten Händen Bratlinge oder Bällchen formen und diese in viel Öl anbraten. Bei der Tante gab’s einen erfrischenden Salat dazu.

Jetzt aber ran an die Buletten!

*im LeMi-Sortiment

Kohle satt

Der rostige Grill wird von den Spinnweben befreit und die frische Frühlingsluft mit den Aromen eines Waldbrandes begrüßt. Mit anderen Worten: Die Grillsaison ist eröffnet!

Unterm Rost

Kohle

Laut NaBu landen jedes Jahr etwa 300.000 Tonnen Holzkohle auf Deutschlands Grills. Da auf der Verpackung nicht gekennzeichnet ist, woher das Holz stammt, wissen die wenigsten, dass sie beim gemütlichen Grillen mit der Familie und den Freunden Tropenholz verfeuern. Doch leider stammt knapp zwei Drittel der benötigten Holzmenge aus Südamerika oder Afrika.

Das DIN-Prüfzeichen (DIN EN 1860-2) garantiert zwar, dass in der Holzkohle kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoffe enthalten ist, sagt aber nichts darüber aus, woher das Holz stammt und wie es erwirtschaftet wurde. Darüber gibt das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) Auskunft. Es kennzeichnet Holzprodukte, für die kein Tropenwald abgeholzt worden ist und deren Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Doch auch hier hat der Verbraucher keine endgültige Gewissheit.

Aber Kopf hoch! Nachhaltiger grillen geht, denn mittlerweile gibt es Alternativen.

So werden beispielsweise Briketts aus den Abfällen der Olivenölpressung, aus Kernen, Schalen und Fruchtfleischresten hergestellt. Auch Grillprofis ließen sich davon überzeugen: Schnell entzündbar, lange Brenndauer und weniger Rauch und Funkenflug – da freut sich auch der Nachbar auf dem Balkon nebenan. Zudem gibt es noch fair gehandelt Briketts aus Kokos. Diese werden aus dem Abfall der Schalen und Stärke gewonnen. Und wer es regionaler mag, begibt sich auf die Suche nach deutscher Kohle aus Buchenholz.
Auch wenn die Kohlealternativen zuerst teurer erscheinen, relativiert sich der erste Blick darauf durch die bis zu dreifach höhere Brenndauer im Vergleich zu herkömmlicher Holzkohle. Das Anzünden mit Holzspänen, Reisig oder mit ölgetränktem Pressholz – statt chemischer Zündhilfen – rundet das Vergnügen dann ab.

Alle mal festhalten: Falscher Eischnee !

Nach einem zugegeben abenteuerlich anmutenden Rezept wurde in der Experimentalküche der Tante heute Falscher Eischnee – auch unter der Bezeichnung Aquafaba geläufig – hergestellt.  Hä?!

Von vorn: Für Falschen Eischnee wird der Sud gekochter Kichererbsen verwendet. Wer also von der letzten Falafel-Produktion ein Glas Kichererbsenwasser übrig hat, sollte dieses keinesfalls entsorgen, sondern umgehend zum Handrührgerät greifen und den Rührvorgang starten! Denn Kichererbsenschnee kann überall dort zum Einsatz kommen, wo herkömmlicher Eischnee verwendet wird. Er eignet sich sehr gut für die Zubereitung von Nachspeisen, Baiser, Kuchen, Schaumküssen, Griesklößchen und vielem mehr.

So neu ist die Idee übrigens nicht: Bereits zu Lebenzeiten unserer Urgroßeltern soll Falscher Eischnee aus dem Kochsud verschiedener Hülsenfrüchte hergestellt worden sein.

Ihr braucht

  • Kochwasser gekochter Kichererbsen* – die Kichererbsen sollten 1-2 Stunden gekocht haben und idealerweise über Nacht im Kochwasser im Kühlschrank aufbewahrt worden sein
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • optional Weinsteinpulver¹

Den Sud mit dem Rührgerät oder Mixer mindestens 2-3 Minuten aufschlagen bis eine schaumige, eischneeähnliche Masse entsteht. Für eine sehr gute Standfestigkeit (je nach Einsatz) kann Weinsteinpulver¹ hinzugegeben werden. Ich habe nur den konzentrierten Kichererbsen-Sud und ein paar Tropfen Zitronensaft für eine bessere Konsistenz verwendet.

 

Desser neu
Für ein einfaches Schokodessert habe ich eine Tafel geschmolzene Zartbitterschokolade (Bio und Fairtrade z.B. GEPA), Zucker und Gewürze wie Vanille, Zimt und Nelkenpulver unter die Masse gerührt, das Mousse in Gläser abgefüllt und diese einige Zeit im Gefrierschrank kalt gestellt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Schmeckt fluffig, süß und lecker – und keine Spur nach Kichererbse!

Ich finde, Falscher Eischnee ist eine geniale Verwertungsmöglichkeit für Kichererbsenwasser. Informationen und Rezepte findet ihr z.B. unter:
http://www.veganblatt.com/aquafaba-rezepte
http://www.kochtrotz.de

*getrocknete Kichererbsen findet ihr im LeMi-Sortiment
¹Weinsteinpulver ist auch in Backpulver enthalten und ein Nebenprodukt der Weinproduktion – gesundheitlich somit unbedenklich. Zwingend nötig ist der Zusatz von Weinsteinpulver nicht, es sorgt aber für eine deutlich bessere Konsistenz.

Ein Leben auf Pump!

Seit gestern leben wir auf Pump – Deutscher Erdüberlastungstag

Wer leiht? Die nachfolgenden Generationen sowie der globale Süden – nur, dass die nicht gefragt werden (können). Seit dem 29.04.2016 haben wir, die deutsche Bevölkerung, rechnerisch die gesamte Menge an natürlichen Ressourcen verbraucht, die uns an Biokapazität in diesem Jahr zusteht.

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Erschreckend, oder?

Würden alle Menschen weltweit so leben und wirtschaften wie wir, wären 3,1 Planeten notwendig, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. Laut einer Pressemitteilung von Germanwatch wird in Deutschland „die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet“.

Es wird Zeit, mehr zu tun, als auf individueller Ebene den Müll zu trennen und auf politischer Ebene bei halbherzigen Beteuerungen zu verharren. Oder?

Also, gehen wir es an …

Simone

 

 

Ran an die Falafel !

Für die einen schmecken sie nach Orient, für die anderen nach Heimat – die Falafel.

Die Falafel ist in allen Küchen des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas zu finden. Araber beanspruchen sie als ihr Nationalgericht, Israelis auch. Woher die würzigen Kichererbsenbällchen wirklich stammen, weiß niemand so genau. In ihrem Geschmack leicht nussig, außen knusprig und innen saftig, mit Hummus, eingelegtem Gemüse oder Brot lieben wir sie jedenfalls. Und auch in Sachen Gesundheit macht ihr mit diesem Gericht alles richtig. Denn Kichererbsen enthalten viele Ballaststoffe und sind reich an Eiweiß, Eisen, Magnesium und Vitaminen. Und ganz nebenbei kommen die leckeren Bällchen ohne tierische Produkte aus und sind somit ein toller veganer Snack. Die Zubereitung ist ganz easy!

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Tante Lemis Kichererbsen

Für ca. 15 Falafel-Bällchen braucht ihr:

200 g eingeweichte Kichererbsen * – dazu getrocknete Kichererbsen über Nacht einweichen lassen und das Wasser vor der Verarbeitung abgießen und die Kichererbsen gut durchspülen und abtropfen lassen
1/2 geschälte Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 flach gehäuften TL Salz *
frischen Koriander nach Belieben
frische Petersilie nach Belieben
1/2 TL Kreuzkümmel *
2 EL Paniermehl (aus altbackenem Brot)
1 EL frisch gepressten Zitronensaft
1 Prise Backpulver *
viel neutrales Öl *

*im LeMi-Sortiment

Dieses Gericht bietet unendlich viele Varationsmöglichkeiten: diverse Gewürze, Chilli, Lauchzwiebel, geriebene Möhren, Sesam. Findet einfach Euren perfekten Mix!

Alle Zutaten werden in einem Mixer zu einer geschmeidigen Masse verarbeitet. Falls nötig, etwas Wasser hinzufügen. Dann kleine Bällchen formen und in einem Topf in reichlich (!) heißem Öl goldbraun ausbraten. Vorsicht, die Bällchen werden schnell zu Grillkohle. Nach bereits 3-4 min sind sie fertig. Die Falafel noch kurz auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen.

Und dann ran an die Falafel!