Cumbia del Amor – Latin und Global Sounds im Projekt 42

Mit uns kommst du jetzt am Freitag für die Hälfte zu „Cumbia del Amor“ von ShmitzKatze im Projekt 42!

Katzenzungen haben ́s geflüstert: am Freitag, 05.07.2019 gibt es wieder die Cumbia del Amor
im Projekt 42. Das DJ Kollektiv ShmitzKatze (u.a. Seelenfutter, Köntges, Freeflow Dance Parties)
sorgt fürs rundum Wohlfühlprogramm: tropisches Flair, glitzernde Specials und feinste Global
Beats! Eine positive Haltung und Botschaft beim Feiern ist den VeranstalterInnen besonders
wichtig: in Zeiten, wo alle anderen sich fauchend die Krallen schärfen, stellen ShmitzKatze in
Koopertation mit dem Freeflow e.V. die Schnurrhaare auf das wichtigste ein: Amor. Zudem wird
nicht nur das Fell, sondern auch Mutter Erde sauber gehalten: mit nachhaltiger Deko
(Reuse&Recycle) und reinem Herzen. Ein Programm zum Rösig und Wuschig werden, verspricht
einen ganz besonderen Abend: div. DJ-Sets, Live-Musik, Performance und Kulinarik.

Auf einen Blick:
Cumbia del Amor – die Latin und Global Sounds Party im Projekt 42
05.07.2019, 23-4Uhr im Projekt 42, Waldhausener Straße 42, MG.
Party, div. DJ-Sets, Live-Musik, Performance, Kulinarik und Specials!
Abendkasse: 6 €

Für alle, die vorher bei Niko Paech waren, kostet die Abendkasse nur 3 Euro!
Und so geht’s: Um 19 Uhr zum BIS, Niko Paech reinziehen, im Anschluss vor Ort Stempel abholen, dann entspannt für die Hälfte zur Cumbia del Amor!

Heute: Critial Mass – ein Stündchen gemütlich durch die Stadt radeln

Sommer, Sonne, ein laues Lüftchen – da macht es doch Spaß, entspannt den Abend auf dem Fahrrad zu genießen und ein wenig durch unser schönes Mönchengladbach zu fahren. Es könnte so schön sein, hätte es nicht einen ganz fiesen Befall: es hat Auto! Große, kahle, laute und brennheiße Schneisen ziehen sich als Autostraßen durch unsere Stadt. Und lassen ganz wenig Platz für kühle Grünflächen, Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen. Lassen wenig Platz für öffentliches, städtisches, urbanes Leben. Damit sich das ändert, fährt einmal pro Monat die Critical Mass durch die Straßen von Mönchengladbach. Und heute ist es wieder so weit: gleich trifft sich ab 18:30 Uhr die Critical Mass am Schillerplatz in MG-Eicken, um ab 19:00 Uhr gemütlich eine gute Stunde durch die Stadt zu fahren.

Chritical Mass in Budapest (Quelle Wikipedia)

 

Was ist eine Critical Mass?

 

Die Critical Mass ist eine Radfahrerinitiative, die es inzwischen in vielen deutschen Städten gibt. Die kritische Masse ermöglicht es, ab einer gewissen Anzahl von Radfahrenden, sich unter Nutzung des Kolonnenrechtes sicher in der Gruppe auf der Straße zu bewegen.

Die Critical Mass hat ihren Ursprung vor 30 Jahren in San Francisco. Anfang des neuen Jahrtausend schwappte die Begeisterung für die Critical Mass nach Deutschland über.

So fahren in Hamburg regelmäßig 4500 Radfahrende eine Runde durch ihre Heimatstadt. In Berlin sind es ca. 7000 und unsere Nachbarstadt Köln bringt es auf knappe 1000 junge und alte Teilnehmer. (Quelle: https://criticalmassmoenchengladbach.wordpress.com/was-ist-eine-cm/)

Critical mass (engl., dt. kritische Masse) ist eine weltweite Bewegung in Form der direkten Aktion, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer (hauptsächlich Radfahrer) scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Fahrten durch Innenstädte, ihrer bloßen Menge und dem konzentrierten Auftreten von Fahrrädern auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen und „… mit dem Druck der Straße mehr Rechte für Radfahrer und vor allem eine bessere Infrastruktur und mehr Platz einzufordern.“ (Wikipedia)

Jeden! letzten Freitag im Monat trifft sich die Critical Mass ab 18:30 Uhr am Schillerplatz in MG-Eicken, um ab 19:00 Uhr als Critical Mass Mönchengladbach gemütlich eine gute Stunde durch unsere Stadt zu fahren.

Alle Infos hier: https://criticalmassmoenchengladbach.wordpress.com/

Kommentar zur Europawahl

 

von Oliver Jansen

Laut des RP-Online-Artikels „Was die Parteien zu den Wahlergebnissen sagen“ vom 27.05.2019 haben sich die Wahlergebnisse in Mönchengladbach zur letzten Wahl (die Angabe zu welcher letzten Wahl fehlt im Artikel) für die Parteien wie folgt verändert:

CDU von 35,8 auf 29,9 Prozent (-5,9%)
SPD von 23,3 auf 16,1 Prozent (-7,2%)
Grüne von 6,2 auf 22,7 Prozent (+16,5%)
FDP von 13,7 auf 7,1 Prozent (-6,6%)
AFD von 9,5 auf 8,7 Prozent (-0,8%)
Die Linken von 7,4 auf 4,4 Prozent (-3,0%)
Andere: Angaben fehlen, nach Adam Riese von 4,1 auf 11,1 Prozent (+7%)

Jaja, ich weiß, Zahlen sind immer irgendwie doof, aber ich lese daraus Erfreuliches und weniger Erfreuliches.

Das weniger Erfreuliche: Eine wirklich soziale Gesinnung scheint in Mönchengladbach Mangelware zu sein. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen als nächsten Schritt erkennen, dass eine ökologische Wende nicht ohne eine soziale / gesellschaftliche Wende zu haben ist. Sie bedingen einander. Dazu machen „Die Grünen“ leider kein Angebot, denn sie wollen Wirtschaftswachstum und Wohlstandsüberfluss erhalten – nur in „Grün“. Das sei nur am Rande erwähnt.

Aber das Erfreuliche: Viele Menschen scheinen das dringliche Problem unserer Zeit, nämlich den vom Menschen verursachten Klimawandel, begriffen und die sogenannten Volksparteien für ihr Versagen in dieser Politik mit ihrer Wahl abgestraft zu haben. Möglicherweise oder sogar sehr wahrscheinlich hat auch das Video des Youtubers Rezo https://www.youtube.com/watch?v=4Y1lZQsyuSQ dazu beigetragen. Vor allem auch dazu, die jüngeren Wahlberechtigten zur Teilnahme an der Wahl zu bewegen (Wahlbeteiligung von 45,1% auf 54,9%, zur Vorwahl).

Daher, liebe Politiker*innen, zieht Euch warm an. Die „Jugend“ macht mobil. Denn es geht schließlich um deren Zukunft. D.h. der Trend zu einer klimafreundlicheren Politik wird meiner Meinung nach noch lange andauern. Wer das nicht begreift, wird bald zu den „Anderen“ gehören und von der RP nicht einmal mehr erwähnt werden.

Hey Politiker*innen – Wollt ihr das?

Ihr habt jetzt die Chance, auf lokaler Ebene Zeichen zu setzen, dass euch die Anliegen der Menschen in unserer aller Stadt wichtig sind.
Tut ganz konkret etwas für die Entlastung unserer Ökosphäre!

Mobilität:

  • Fördert konsequent den Rad- und Fußverkehr.
  • Richtet mehr Fahrradstraßen ein und baut vernünftige Fahrradwege.
  • Kontrolliert die Vergehen der Autofahrer*innen (Falschparker*innen und Rowdys).
  • Verteuert die Parkgebühren.
  • Räumt den Radfahrer*innen und Fußgänger*innen die dringend gebrauchte Priorität ein.
  • Erhöht das Angebot und die Attraktivität des ÖPNV.

Kurz: Sorgt für eine Stadt, in der wir uns alle gefahrlos bewegen können und saubere Luft atmen können.

  • Verbietet den Einsatz von Pestiziden (sofern rechtlich möglich!) in Gärten und auf den Äckern.
  • Stoppt die Förderung von Infrastrukturen für multinationale Konzerne (Stichwort „amazon“).
  • Stoppt den Ausverkauf und die Versiegelung der städtischen Flächen und schafft Wohnraum: Parkhäuser und Garagen umbauen. Lasst freie Flächen frei.
  • Sanieren statt abreißen für erschwinglichen Wohnraum! (Stichwort: Sichtachse zum Abteiberg.)

Mir fällt bestimmt noch mehr ein, wenn ich nur ein paar Minuten weiter darüber nachdenke. Aber das reicht ja schon mal als erste Aufgabenstellung, oder?

Und nach diesem Wahlergebnis könnt ihr auch nicht herausreden, dass es in der Bevölkerung keine Akzeptanz für solche Maßnahmen gibt.

ALLE Parteien haben teils sehr hohe Minuspunkte eingefahren. Es gibt nur zwei Fraktionen, die dazugewonnen haben und das gewaltig: die Grünen und die „Anderen“, insbesondere „Die Partei“ mit 2,62%. Ihr solltet auch erkennen, welchen Auftrag das beinhaltet.

Also fangt an und nehmt den Willen der Wählerinnen und Wähler ernst!

Liebe/r Leser*in, wenn Du gerade denkst: „ja, genau“, dann bedenke bitte auch, dass das alles nicht „umsonst“ zu haben ist. Du kannst Dich nicht waschen, ohne Dich nass zu machen. D.h. Du bist als Individuum genauso gefragt, wie die Politik:

  • Entledige Dich, wenn irgendwie möglich, Deines Autos. Wenn es gar nicht anders geht (aber vielleicht findest Du ja einen Job in der Nähe), nutze wenigstens konsequent für Strecken unter 5 Kilometer das Fahrrad, sofern Du körperlich nicht eingeschränkt bist.
  • Höre auf zu fliegen. Sofort. Storniere ggfls. Deinen Urlaub und erhole Dich in unserer (noch) wunderschönen Heimat.
  • Höre auf, Dir Scheiß zu kaufen, den Du nicht brauchst bzw. nicht benutzen wirst. Z.B. wird dein Smartphone noch viele Jahre funktionieren. Kaufe Dir erst ein Neues, wenn überhaupt, wenn das alte kaputt ist und sich nicht mehr reparieren lässt. Trage Deine Kleidung auf, u.v.m.
  • Kaufe biologische Lebensmittel ein. Das ist nicht nur besser für Deine Gesundheit, sondern auch gut für die Biodiversität (Stichwort: Pestizide). Kaufe unverpackt, z.B. bei der „Tante LeMi“, ein, aber nur, wenn Du zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV kommst. Wer mit dem Auto kommt, spart kein CO2 durch die Verpackung ein. Fahre dann lieber zum nächstgelegenen Supermarkt und kaufe dort die Bio-Lebensmittel eingepackt.

Auch hier würden mir noch ganz viele weitere Beispiele einfallen.
Aber die gute Nachricht lautet:
Du musst (fast) gar nichts tun. Seinlassen reicht erstmal. Und denke daran: nobody´s perfect.

Zum Thema noch ein Veranstaltungstip:
05.07.2019. Niko Paech. Wege aus der Wachstumsfalle, Vortrag, 19:00 Uhr im BIS auf der Bismarckstraße 99
https://tantelemi.wordpress.com/eine-erde-e-v/veranstaltungen/

Die Notwendigkeit zu handeln – Sozialverträglicher Braunkohleausstieg

Ein Beitrag von Marina Martin

Veranstaltung:
14.05.2019:
Marina Martin: Grundeinkommen statt Braunkohle, 19 Uhr, BIS-Zentrum

In der Diskussion um den Braunkohleausstieg werden häufig Arbeitsplätze gegen Klima-  und Umweltschutz ausgespielt und somit auch Menschen gegeneinander aufgebracht.

So auch im Rahmen der Bundespressekonferenz vom 12. März, als die Scientists for Future auf die Notwendigkeit zu handeln hinwiesen.

Natürlich kam wieder die kritische Nachfrage nach drohendem Arbeitsplatzverlust in Bezug auf den Braunkohleausstieg (ab Min 34). Die geforderten Veränderungen würden zu wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen führen, deren Folgen nicht absehbar seien und wer sagt, dass dies nicht noch schlimmere Folgen mit sich bringt, als die Klimakrise, so die Frage.

Die Antwort darauf fällt klar aus: Wenn wir uns nicht für das Klima einsetzen, werden wir und die folgenden Generationen weit dramatischere Folgen zu spüren bekommen. Bereits jetzt leiden die Menschen im globalen Süden unter dem Klimawandel. Und irgendwann wird es uns alle treffen. Dann werden wir auch keine Arbeitsplätze mehr brauchen.

Im Zuge dessen wird oft der Vorwurf laut, keine Lösungen für die Probleme liefern zu können, die alle Belange berücksichtigt.

Wir hätten da jedoch eine Lösung: Die lautet Grundeinkommen!

BGE statt Braunkohle bezieht sich konkret auf die sozialen sowie ökonomischen Ängste, die der Braunkohleausstieg mit sich bringt. Ein Modellprojekt zum Grundeinkommen in den vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen hätte viele Vorteile:

  • Wirtschaftliche Verluste in der Region, durch wegfallende Gehälter würden kompensiert und die Kaufkraft erhalten bleiben. So braucht also auch die kleine Bäckerei von nebenan nicht fürchten, dass sich niemand mehr die Brötchen leisten kann.
  • Persönliche Ängste von Angestellten in der Braunkohlewirtschaft oder Zuliefererbetrieben würden ernst genommen, da auch bei Arbeitsplatzverlust eine bessere finanzielle Absicherung gewährleistet ist. Somit besteht mehr Raum sich umzuorientieren und weiterzubilden, da die Dringlichkeit einen neuen Job zu finden weniger gravierend ist.
  • Auch die Anwohner*innen der Tagebaurandgemeinden und von Umsiedlung betroffenen Menschen würden berücksichtigt, da das Grundeinkommen bedingungslos an alle in einer festgelegten Region ausgezahlt wird. Bei aktuellen Diskussionen um sozialverträglichkeit fallen die Menschen, die ihre Heimat verlieren oft hinten rüber. Bleiben die Dörfer erhalten, könnte sich somit eine ganz andere Dynamik entwickeln, da die Anwohner*innen sicherlich an dem erneuten Aufbau des Dorfes interessiert sind. Auch jene, die ihre Häuser bereits verlassen haben und aufgrund der drohenden Räumung lange nicht mehr gepflegt haben, könnten dies als Ausgleich für den damit einhergehenden Wertverlust betrachten und wären somit entschädigt.
  • Da alle eingeschlossen sind, gäbe es weniger Potenzial für die Spaltung. Alle hätten eine feste Grundlage, die ihnen einen größeren Handlungsspielraum ermöglicht.

Um den Ausstieg sozialverträglich zu gestalten sind derzeit 40 Milliarden Euro an Subventionen und Strukturhilfemaßnahmen geplant. Teile davon fordern die Konzerne für sich als Entschädigung. Diese Zahlungen jedoch sind es, die das Vertrauen der Menschen in die Politik zerstören. Umverteilung wird oftmals als sozialistische Forderung dargestellt. Schnell werden Stimmen laut, die Planwirtschaft befürchten. Dabei ist Umverteilung gängige Praxis. Allerdings von unten nach oben. Und trotzdem halten die Konzerne an ihren Forderungen fest. Schon lange ist die Rede vom Braunkohleausstieg und es wäre die Verantwortung der Konzerne gewesen sich darauf vorzubereiten. Abbaupläne sowie Zwangsumsiedlungen wurden durchgesetzt, da sie stets als Notwendig für die Sicherstellung der Energieversorgung galten. Die vorläufige Rettung des Hambacher Waldes konnte nun jedoch erwirkt werden, da diese Notwendigkeit seitens RWE und der Landesregierung nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Hierfür die Umweltverbände und Aktivist*innen verantwortlich zu machen und Entschädigungen für Gewinnausfälle zu fordern, die auf die Steuerzahler umgelegt werden, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Statt also Konzerne für ihre eigenen Versäumnisse zu entschädigen oder intransparente Wirtschaftsförderung von oben möchten wir eine Auszahlung an die Menschen direkt, in Form eines Grundeinkommens in den Regionen. Quasi als Wirtschaftsförderung von unten. Damit verändern sich auch die Machtverhältnisse innerhalb des Systems. Weg von ein paar wenigen, die bislang über Geld verfügen und über Arbeitsplätze und Gesetze entscheiden können, hin zu den Menschen, die dann nicht mehr so abhängig vom System sind und sich freier entfalten können. Zum Thema Verteilungsgerechtigkeit liefert die Satiresendung die Anstalt vom 05.04.2016 auf unterhaltsame Weise einen guten Überblick.

Das Grundeinkommen soll eine Ergänzung zu anderen Konzepten, die teilweise ja auch schon zivilgesellschaftlich erarbeitet wurden, wie beispielsweise das Konzept “Lebensraum Rheinisches Revier – gutes Leben, gute Arbeit” sein. Schon hier wird deutlich: Es ist zivilgesellschaftliches Engagement, was zählt, und das soll durch ein Grundeinkommen gestärkt werden.

Selbstverständlich kann ein Modellprojekt nur ein erster Schritt sein und wir würden eine flächendeckende Einführung des Grundeinkommens vorziehen. Es sichert die Würde jedes einzelnen Menschen, ganz gleich welcher Hautfarbe, welches Geschlechts, etc. und sorgt dafür, dass alle eine Grundlage haben, in Würde zu leben, ohne dabei erpressbar zu sein oder in eine Arbeit gezwungen zu werden. Das wollen wir anhand der Initiative aufzeigen und die Menschen dazu anregen darüber nachzudenken. Sollte es zu einem Modellprojekt kommen, profitieren insbesondere die betroffenen Menschen und die Regionen davon. Vielleicht ist es aber auch Vorbild für ein Zukunftsmodell, welches auf die gesamte Gesellschaft übertragen wird

Es werden viele Situationen, nicht nur in Anbetracht der Klimakrise, auf uns zukommen, die eine neue Wirtschaftsweise erfordern werden. Oftmals üben Konzerne, wie beispielsweise die Automobilindustrie, Druck auf die Politik aus, in dem sie mit Stellenabbau drohen. Und auch die Digitalisierung wird Folgen mit sich bringen, die noch nicht abzuschätzen sind. Aber wir sollten die Chance sehen. Wenn Arbeitsplätze wegfallen, weil es schlicht weniger Arbeit gibt, dann sollten wir uns darüber freuen statt dieses Szenario zu fürchten.

Interessierten sei das Buch “Sicheres Grundeinkommen für alle – Wunschtraum oder realistische Perspektive” von Eva Douma empfohlen. Es liefert einen guten Überblick, über das Thema und ist dabei sehr verständlich geschrieben. Auch online findet sich eine schier unüberschaubare Menge an Artikeln zum Thema, beispielsweise folgender Basistext, oder auch auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung.

09. April: Tobi Rosswog – After Work

Jede Woche über 40 Stunden im Büro und montags schon dem Wochenende entgegenfiebern – ein erfülltes Leben sieht anders aus. Doch warum liefern wir uns einem System aus, das uns immer öfter krank macht, unsere Beziehungen belastet und darüber hinaus einen verheerenden Einfluss auf die Umwelt hat?

Nach dem Motto „Sinnvoll tätig sein statt sinnlos schuften“ wird uns Tobi Rosswog, Aktivist und Autor von After Work, Wege aus dem Arbeitsblues zeigen. Ausgehend von Fragen wie „Was brauche ich wirklich?“ und „Was ist mir wichtig?“ stellt er Alternativen vor, vom Jobsharing bis zur Karriereverweigerung, vom Arbeiten im Kollektiv ohne Chef bis zum Grundeinkommen. Die Alternativen für eine Post-Work-Gesellschaft sind da, man muss sie nur wagen!

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Transition Town Mönchengladbach.

LateNight Kaffeeklatsch: Tobi Rosswog – After Work
Di., 09. April 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99