Freu: Tante LeMi in der besten Zeitung der Welt

Hin und wieder ist unser kleines Lädchen ja in der Zeitung. Meist geht es da um das Thema unverpackte Lebensmittel. Doch die Tante ist ja viel mehr als nur ein Unverpacktladen: sie ist ein selbstorganisierter Unverpacktladen, zur Gänze ehrenamtlich betrieben und auch noch gemeinnützig – sie ist eine Alternative zum herrschenden Gesellschaftssystem, welches auf Konkurrenz, Gewinnmaximierung und Tausch beruht! Eine kleine, gelebte Utopie-Halbinsel mitten in Mönchengladbach!
Statt das herrschende Gesellschaftssystem nur zur kritisieren oder von andern (Politiker*innen, Wissenschaftler*innen, Gott, Mutti) zu verlangen, eine Änderung herbei zuführen, fangen wir im Kleinen einfach selber an und nehmen die Veränderung selbst in die Hand. Das führt zu günstigen und unverpackten Bio-Lebensmittel für unsere Mitglieder und dazu, dass die großen Konzerne kein oder viel weniger Geld  von uns bekommen.Wir ersetzen so Konzerne durch Kooperation. Klingt utopisch und verwegen. Und das ist es auch…

Eine Zeitung, die sich der Utopie und der gesellschaftlichen Transformation verschrieben hat, ist die Oya. Eine Fachzeitschrift für Utopie, sozusagen. Und in der neuesten Ausgabe ist ein fetter Artikel über uns drin, in dem es eben nicht so sehr um das Thema „Unverpackt“ geht, sondern um die Tante LeMi als Gemeinheit. Darüber freuen wir uns riesig!
Hier der Link zum Artikel:

https://oya-online.de/article/read/3311-.html#

Ein fetter Dank gebührt dem Jonas, der über Wochen beharrlich an dem Artikel geschrieben hat. VIelen Dank, lieber Jonas!!!

Hier kann man übrigens mal ein kostenloses Probeheft abgreifen – und zwar von der besten Zeitung der Welt! 🙂

Anarchosyndikalismus – Ist das neu, oder kann das weg?

Neu ist das nicht! Schon seit den 1860er-Jahren haben sich Menschen in verschiedensten Ländern und Erdteilen nach anarchistischen und syndikalistischen Ideen organisiert.

Und weg kann das schon gar nicht! Denn eine andere Welt ist möglich, wenn wir uns nicht zurückziehen und nur davon träumen, sondern uns wehren und uns um schönere Leben auf dieser Welt selbst kümmern. Wir setzen auf Vertrauen in uns und unser gemeinsames Lernen auf dem Weg.

Es ist möglich, ohne Kapitalismus, Hierarchien und mächtige Stellvertreter*innen selbstbestimmte, verbundene, gedeihliche Gemeinschaften zu bilden und aufrecht zu erhalten. Dafür kämpften und kämpfen Menschen auf der ganzen Welt.

Lucien van der Walt und Michael Schmidt haben mit ihrem Buch „Schwarze Flamme“ eine spannende Geschichte dieser Gegenmacht geschrieben. Lasst uns an diesem Abend ein paar ausgesuchte Stellen daraus lesen und gemeinsam diskutieren.

Offener Lesetreff im Chapeau Kultur

der FAU Sektion Mönchengladbach

Am Sonntag, 08.12.2019, 19 Uhr.
Im Chapeau Kultur
Bahnhofstraße 24 / 41236 Mönchengladbach-Rheydt.
Eintritt frei.

Nachtrag 13.01.2020:  Die Veranstaltung verlief deutlich anders als geplant:
https://duesseldorf.fau.org/anders-als-geplant/

Marianne Gronemeyer: VERGISS DEN PLANETEN, RETTET DEN GARTEN

Dieser Text wurde von Marianne Gronemeyer auf einer Veranstaltung von Eine Erde am 12.11.2019 im BIS vorgetragen.

Hier die PDF-Version des Textes.

Marianne Gronemeyer

Vergiss den Planeten, rettet den Garten

„Wir stehen heute vor einer historisch vollkommen neuen Situation, denn es ist
unsere Aufgabe, uns von einer relativ gut funktionierenden, reichen und mächtigen
Gesellschaft zu befreien … . Wir stehen vor dem Problem, uns von einer
Gesellschaft zu befreien, in der die Mittel der materiellen und sogar der kulturellen
Bedürfnisbefriedigung weitgehend zur Verfügung stehen – einer Gesellschaft, die,
plakativ formuliert, Güter für einen immer größeren Teil der Gesellschaft bereitstellt.
Daraus folgt, dass wir uns von einer Gesellschaft befreien müssen, in der es für
diese Befreiung offensichtlich keine Massenbasis gibt.“ (Herbert Marcuse zit bei Bauman, Zygmunt: Flüchtige Moderne)
Was Herbert Marcuse sich hier zu fordern traute, ist nichts Geringeres als eine
Revolution der Reichen. Und die ist offensichtlich ein Unding. Revolutionen werden
nicht von den Reichen angezettelt, sie sind der Aufruhr der Zu-kurz-Gekommenen,
die von der Teilhabe an der Macht ausgeschlossen sind, und derer, denen es um
Kopf und Kragen geht, die nichts zu verlieren haben, die unterjocht, ausgeplündert,
erniedrigt, schreiender Ungerechtigkeit ausgesetzt und in die Sklavenarbeit für die
Reichen gezwungen sind. Warum jedoch sollten die Gut-Ausstaffierten, denen es
wohl ergeht, die mit allem gut versorgt sind, deren „materielle, ja sogar kulturelle
Bedürfnisse“ leidlich – oder gar überleidlich – befriedigt sind, Revolutionen in Gang
setzen wollen? Die einzige Unzufriedenheit, die sie revolutionär, also auf
Veränderung sinnend, stimmen könnte, wäre ja der Unmut darüber, daß es ihnen
immer noch nicht gut genug geht. Aber dieser Unmut erzeugt keine Lust auf
umstürzende Neuerung, sondern auf verbessertes und verfeinertes ‚Weiter-So’.
Darin wären sich die reichen Giganten der Belétage mit den mickerigen Reichen des
Souterrains durchaus einig. Sie haben etwas zu verteidigen; das dämpft ihre
Angriffslust erheblich. Kurzum: ein revolutionäres Subjekt, das nicht nur aus dem
Wohlleben heraus, sondern wegen seines Wohllebens auf die Barrikaden ginge und
eine auf Umsturz gerichtete Gesinnung ausbrütete, ist logisch und psychologisch
ausgeschlossen. So ist also der Gedanke, daß die im Wohlleben Eingehausten ihres
Wohllebens wegen und um sich seiner zu entledigen, aufbegehren, absurd oder
hoffnungslos träumerisch. Marcuse selbst sieht das sehr klar. Weiterlesen

Heute: Demokratiekritik von Jörg Bergstedt

Hallo ihr Lieben,

eine kleine Erinnerung an den Vortrag heute mit Jörg Bergstedt. „Demokratiekritik – wo das Volk herrscht, geht der Mensch unter!“ Den ausführlichen Einladungstext findet ihr hier:

https://tantelemi.wordpress.com/2019/11/01/vortrag-joerg-bergstedt-demokratiekritik-wo-das-volk-herrscht-geht-der-mensch-unter/

Wir freuen uns auf euch, der Eintritt ist frei. Der Vortrag findet im rechten Haus des BIS statt im 1. OG.

 

Mensch versus Maschine

Studierende des Studiengangs Kulturpädagogik an der Hochschule Niederrhein präsentieren ein gesellschaftskritisches Tanz-Theaterstück.

Über zwei Semester arbeiteten die 17 Studierenden zusammen mit ihren Dozierenden Prof. Dr. Felicitas Lowinski und Prof. Dr. Jürgen Weintz im Rahmen des sogenannten Indoor-Projekts an ihrem Tanz-Theaterstück „Humanoid 2347 – Willkommen im System“. Das Projekt findet seinen Höhepunkt in den beiden Aufführungen am 29. und 30.11.2019 im BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit.

Kreativ, praxisnah und gesellschaftsbezogen – dies beschreibt nicht nur den Studiengang Kulturpädagogik, sondern auch das Herzstück des Studiums, das Indoor-Projekt. Es findet in der Regel mit den Studierenden des zweiten und dritten Semesters statt und wird mithilfe der Projektmethode entwickelt. Dies bedeutet, dass sich die Studierenden nach ihren Talenten und Qualifikationen in Gruppen aufteilen, um gemeinsam an der Inszenierung zu arbeiten. Dadurch lernen sie, eigenständig zu arbeiten und finden heraus, wo ihre Stärken liegen.

Wir befinden uns in der Zukunft. Die Maschinen haben die Kontrolle über die Menschen übernommen. Können sie sich dieser Kontrolle entziehen? Das Tanz-Theaterstück beschäftigt sich mit hochaktuellen Themen, wie dem Klimawandel, der Digitalisierung und weiteren Fragen, die uns alle betreffen. Dennoch lassen ironische Elemente den Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommen. Wie könnte die Zukunft aussehen, wenn die Menschheit weiter macht wie bisher? Diesen und vielen weiteren Fragen widmen sich die Studierenden in ihrer Inszenierung.

29. und 30.11.2019
Einlass: Ab 19:00 Uhr; Beginn: 20:00 Uhr
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Bismarckstr. 99, 41061 Mönchengladbach

Eintritt: 5€; erm.: 3€
Reservierung unter: Tickets.Indoor@web.de

(Vortrag) Jörg Bergstedt: Demokratiekritik – wo das Volk herrscht, geht der Mensch unter!

Demokratie bedeutet Volksherrschaft … ein verräterischer Begriff! Demokratie ist also Volk plus Herrschaft. Das Volk herrscht … über sich selbst, so jedenfalls das Konstrukt. Das spannende an dem Begriff und dem Diskurs um Demokratie ist, dass Mathematik nicht mehr gilt: Minus plus Minus ergibt plötzlich Plus. Volk und Herrschaft sind keine positiven Begriff im Sinne einer Emanzipation. Werden Volk und Herrschaft aber verbunden, soll etwas Positives entstehen. Dem fehlt die Logik und auch eine überzeugende Analyse. Demokratie ist ein Fetisch. Sein positives Erscheinungsbild wird über Diskurse entfacht. Demokratie bringt das Positive in die Welt. Läuft etwas schlecht, so fehlt die Demokratie.

  • Demokratie ist die Gruppen- oder Gesellschaftsform, bei der Menschen darauf getrimmt werden, ihre Hoffnung auf ein besseres Leben oder eine Verbesserung der aktuellen Situation auf eine Person, Führungsgruppe, Partei, Institution oder auf ein Gremium zu projizieren. Demokratie verhindert damit Selbstorganisierung und freie Vereinbarung.
  • Demokratie ist die absurde Logik, dass die Menschen schlecht, zum Teil gleichgesetzt mit „egoistisch“ seien und deshalb kontrolliert werden müssten, um den sozialen Frieden (neuerdings auch oft gleichgesetzt mit „Rechtsfrieden“) zu wahren. Der Unsinn an diesem Gedanken ist offensichtlich: Wenn die Menschen dazu neigen (vermeintlich aus Egoismus), sich asozial und hochkonkurrent zu verhalten, wieso soll dann ebensolche Menschen als KontrolleurInnen agieren – wo sie doch an den Machtpositionen viel besser diesem vermeintlichen Egoismus freien Lauf lassen können?

Eintritt frei, Vortrag im 1. Obergeschoss

Do, 21.11.2019, 19 Uhr, BIS, Bismarckstraße 97-99, 41061 Mönchengladbach

Heute: Natalie Sat – Eine Frage der Zeit?

 

Viele Handlungen verlieren sich in alltäglichen Automatismen, in Beiläufigkeit und Zerstreuung. Im trügerischen Multitasking tun wir vieles gleichzeitig, aber nichts richtig. Die Digitalisierung und Dynamik unseres „Zeit“alters treibt uns unerbittlich voran. Schneller, immer schneller, effektiver und effizienter soll alles sein, damit wir mehr Zeit haben. Doch wo bleibt eigentlich unsere ganze gesparte Zeit? Versinkt sie im Meer der multiplen Optionen? Wie viel Bewusstheit steckt noch in unserem Tun? Und was, wenn die Zeit irgendwann abläuft? Haben wir genug gelebt? In ihrem interaktiven Vortrag lädt Natalie Sat uns ein, mit ihr deine, meine, unsere Zeit im Hinblick auf Sinn- und Notwendigkeitsfragen der Gegenwart zu diskutieren.

Natalie Sat heute im Köntges

 

 

Natalie Sat – Eine Frage der Zeit?
Ein interaktiver Vortrag zu deiner, meiner, unserer Zeit

Di., 24. September 2019, um 19 Uhr im Köntges, Waldhausener Str. 16, 41061 Mönchengladbach

 

Hauptsache Bio und unverpackt, egal woher?

Unser Ernährungsstil ist neben Wohnen und Mobilität der Bereich, der sich am stärksten auf unsere Klimabilanz auswirkt. Denn was bei uns täglich auf den Teller kommt, hat weit reichende Effekte auf die Umwelt, das Klima, den Wasser- und Landverbrauch sowie die Welternährungslage. Doch wie sieht ein nachhaltiger Ernährungsstil aus, der Verantortung – auch für die kommenden Generationen – übernimmt?

Alle Tante LeMi-Produkte sind unverpackt, bio und vegan. Das ist großartig, denn damit haben wir schon drei große Einflussfaktoren auf unserer Seite. Doch die Tante möchte mehr! Sie möchte ihr Sortiment noch nachhaltiger und fairer gestalten. Doch an alle Gourmets: Der Genuss wird nicht zu kurz kommen.

Was heißt das nun?

Lebensmittel, die in Deutschland angebaut werden, werden wir auch aus Deutschland beziehen. Herzlich willkomen in unserem Sortiment sind auch Produkte, die innerhalb Europas angebaut werden.

Ein wenig Luxus muss sein, meint die Tante. Und da wollen wir ihr nicht widersprechen, deshalb bleiben Kaffee, Schokolade, Kokoschips und Globetrotter-Gewürze weiter im Sortiment – doch fair müssen die Produkte sein.

Wir werden nun nach und nach unser Sortiment umstellen. Freut euch mit uns auf neue kulinarische Entdeckungen.

Enkeltauglich wohnen

Warum unser Wohnen wieder gemeinschaftlich gestalten? Welche Formen gemeinschaftlichen Wohnens und welche wegweisenden Projekte gibt es bereits? Diese Fragen stellte sich Eine Erde e.V. in dem Vortrag „Neue Lust auf Gemeinschaft“.

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Wie sich unser Wohnen gewandelt hat und wie eine enkeltaugliche Wohn- und Lebensweise gelingen könnte, das gibt es hier nachzulesen.

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