Freikarten für Mitglieder: Konzert, Lesung, Kino und Ausstellungen im Abteiberg!

20. August, ab 18 Uhr, Jour Fixe mit den MG Artfriends

Fettes Programm im Museum Abteiberg:

Für Mitglieder unseres Vereins kostenlos – wenn ihr euch unter Vorlage eures gültigen Mitgliedsausweises an der Museumskasse eine Karte abholt! Das Angebot gilt nur bis zum 16.08.2020, nur an der Museumskasse! Danach kostet das Ticket auch für Mitglieder 8 Euro!
Es gibt nur ein begrenztes Kontingent von Karten wegen Corona – wer zuerst kommt…

Hier die Details:


Abbey Hill Concerts #1 – Ein Abend mit dem BYGGESETT ORCHESTRA

Donnerstag, 20. August 2020, ab 18:00 Uhr

Achter dritter Donnerstag im Jahr, erster Versuch. Eigentlich hatten wir dieses Jahr einiges vor im Skulpturengarten mit dem frisch renovierten BAUMHAUS. Doch dann kam die C-Krise und vieles davon konnte so einfach nicht mehr stattfinden. Weiterlesen

Jörg

Autofahren und Verbrennen fossiler Energieträger verbieten – sofort!

Von Jörg Bergstedt

Warum wo besonders viele Menschen an Corona erkranken und, das ist noch geheimnisvoller, warum wo prozentual mehr daran sterben, ist in wissenschaftlichen Kreisen heiß diskutiert, aber nach wie vor nicht geklärt. Viele Theorien sind benannt, einige schon widerlegt. Der unterschiedliche Anteil alter Menschen wird erwähnt – aber der ist auch in ländlichen Gebieten höher, die allerdings wiederum niedrigere Fallzahlen haben. Regionen und Staaten haben sehr unterschiedliche Beschränkungen erlassen, die auch unterschiedlich wirken, aber nicht eindeutig bestimmten Maßnahmen zugeordnet werden können. Da wirkt eine Studie aus Italien spannend, die eine sehr naheliegende Spur verfolgt. Denn der aktuelle Corona-Virus CoVid-19 löst eine Lungenkrankheit, die vielfach tödlich endet. Feinstaub und andere Luftverschmutzungen schwächen die Lunge ebenfalls. Wer sich nun anschaut, wo die meisten Coronafälle und –toten auftreten, findet neben überwiegend geklärten Zufallsbegebenheiten der Massenansteckung (z.B. die Faschingshandlungen im Kreis Heinsberg) eine bemerkenswerte Korrelation zwischen hoher Luftbelastung und Infektionen bzw. Todeszahlen. Bislang werden dafür zwei Theorien debattiert, die beide zutreffen könnten. So ist bekannt, „dass Viren und Bakterien auf Staubpartikeln oder organischen Teilchen aus dem Meeresdunst reisen. … Ein Wissenschaftlerteam verschiedener italienischer Universitäten will einen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung durch Feinstaub und der Häufung von Coronavirus-Infektionen gefunden haben, die in der Po-Ebene, besonders in der Lombardei und der Emilia-Romana, am höchsten ist. In ihrer Studie, für die sie die Feinstaub-Messwerte (PM-10) der Überwachungsstationen der Umweltschutzbehörden auswerteten und mit den bestätigten Covid-19-Fällen verglichen, gingen sie ebenfalls davon aus, dass Viren auf Smogpartikeln und insbesondere Feinstaubpartikeln bis zu mehreren Tagen und Wochen in der Luft bleiben und reisen können.“ (Zitat und genauere Informationen auf Heise). „Ähnliches veröffentlichten Wissenschaftler zuvor bereits im renommierten Fachjournal Nature“, fügt das WDR-Wissenschaftsmagazin Quarks hinzu. Weiterlesen

Der Himmel über Mönchengladbach

Betrachtungen zu einem sehr blauen Himmel, einem Himmel aus meiner Kindheit. Ohne Flugzeuge. Ohne Tun.

Von Lars Lange

Als ich Anfang der 70er Jahre geboren worden bin, da war der Himmel strahlend blau. Ich kann mich daran noch genau erinnern, weil ich damals fasziniert den Strahlen der Abgasfahnen von über den Himmel gleitenden Flugzeugen nachschaute. Kleine, in der Sonne flirrende Punkte, die schnurgerade Linien an den tiefblauen Himmel pufften. Diese Punkte waren sehr selten über Mönchengladbach zu sehen und für mich immer ein echtes Ereignis. Markus, mit dem ich damals sehr dicke war und dessen Eltern einen kleinen, wahrscheinlich sehr illegalen Kiosk in ihrer Reihenhausküche betrieben und mit dem ich unendliche Sommer in einer Zinkwanne in unserem Garten in Wickrathberg verbracht habe, hat mich immer auf diese mysteriösen Punkte aufmerksam gemacht “Guck ma, ein Flugzeug!“, Punkte am Himmel, die weiß auf blau malten.
Seit 1970 hat sich der weltweite Flugverkehr vervierzehnfacht. Seit ich geboren worden bin, fliegen also 14 mal mehr Menschen mit dem Flugzeug. Das ist ein ungeheurer Wert.
Fliegen ist nicht nur im Hinblick auf die CO2-Emmisionen gegen das Leben auf unserem Planeten gerichtet. Jeder Mensch, der sich in ein Flugzeug setzt, verhindert mir einen blauen Himmel. Weiterlesen

Was wir in Zukunft alles dürfen

von Hans Widmer

Momentan dürfen wir nur noch wenig. Viele freuen sich sogar darüber, etwa die Ökolog*innen, weil Flugzeuge am Boden bleiben, der Autoverkehr abnimmt und schädliche Industrien, wie eben die Autoindustrie, stillstehen. Wo keine Boote mehr fahren, wird das Wasser klar und freuen sich die Fische. Die aktuelle – durchaus berechtigte – Verbotskultur droht nun als ökologische Verbotskultur weitergeführt werden.

Die Bekämpfung einer Pandemie braucht gesamtgesellschaftliche Regulationen; der Aufbau einer neuen Zivilisation, die ökologisch tragbar, ökonomisch gerecht und psychosozial lustig sein soll (oder würden wir uns sonst dafür einsetzen?), muss sie auf ein Minimum reduzieren. Wir wollen endlich selber machen können, selber bestimmten, selber definieren, uns selbst regulieren, wo es nötig ist. Gesamtgesellschaftliche Regulation wird immer ihren Platz haben, vor allem als gerechte Unterstützung von Selbstwirksamkeit weltweit, auch Climate Justice genannt (seit 1998 übrigens). Öffentliche Dienstleistungen (von Quartier bis Planet) sollen subsidiär lokal abgestuft und demokratisch als Commons verwaltet sogar massiv ausgebaut werden. Wir wollen praktisch alle staatliche Teilzeitangestellte werden, inklusive Gesundheitsversorgung und Existenzgarantie. Ich finde das besser als das individualisierende, unverbindliche Grundeinkommen, das manchmal als supergeniale Regulierungsidee herumgeistert. Weiterlesen

Nachhaltig wirtschaften – aber wie?

Von Elisabeth Voß

Weniger Globalisierung und Wachstum durch Corona – eine Chance zum Umsteuern?

Sachzwang und Zeitdruck können – im Großen wie im Kleinen – entdemokratisierend wirken. In der Krise sind Politikerinnen und Politiker gefragt, das „Richtige“ zu entscheiden. Immerhin sind sie durch Wahlen legitimiert, trotz aller Unzulänglichkeiten der parlamentarischen Demokratie. Auf Corona war niemand vorbereitet. Und nun geschieht im Weltmaßstab etwas, das so schnell trotz Klimakatastrophe und Fridays for Future undenkbar war: Die Lufthansa reduziert ihr Flugangebot um 90 Prozent, Ryanair stellt den Flugbetrieb ein, der weltweite Flugverkehr wird drastisch eingeschränkt und die Börsenkurse der Airlines fallen.

Elisabeth Voß

Plötzlich sind schnelle Änderungen möglich – angesichts von Corona viel wirksamer als Verhaltensänderungen durch „Flugscham“. Auch der Klimaschutz erfordert schnelles Handeln und es wäre problematisch darauf zu warten, dass sich kulturell verankerte Gewohnheiten und Verhaltensmuster langsam verändern. Es reicht nicht aus, von Einzelnen zu verlangen, zu verzichten und ihr privates Flugverhalten zu ändern. Wenn Gutwillige sich gegenseitig darin bestätigen, auf der richtigen Seite zu stehen, und dies stolz auf „Social“-Media-Kanälen vermarkten, kann zudem der Eindruck entstehen, es ginge mehr um konkurrente Selbstdarstellung als um Klimaschutz.

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Die Solidarische Landwirtschaft wächst – Solawi Neuenhoven sucht 40 neue Mitglieder

von Lars Lange

Die Solawi Neuenhofen ist wie die Tante LeMi ein Aushängeschild der Solidarischen Ökonomie für Mönchengladbach und die perfekte Ergänzung für unsere Mitglieder. Liefert euch Tante LeMi gemeinnützig trockene Lebensmittel und Hygiene-Artikel, kann euch die Solawi Neuenhofen gemeinnützig mit frischem Gemüse versorgen.

Landwirtschaft heißt normalerweise, dass ein Bauer für anonyme Konsumenten landwirtschaftliche Produkte anbaut. Die Solawi-Bewegung funktioniert ganz anders: Hier bestimmt ein gemeinnütziger Verein selbst die Produkte, baut selbst mit an – bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen Wirtschaftskreislauf, der von den Mitgliedern mit organisiert und finanziert wird. Das Konzept ist , wie die Tante LeMi, Teil der Solidarischen-Ökonomie-Bewegung. Die Solidarische Ökonomie basiert – anders als etwa die schleimigen und kapitalistischen Konzepte von „Gemeinwohlökonomie“ nach Felber oder dem „Social Business“ – nicht auf Profitmaximierung für einzelne Menschen, sondern auf der Schaffung von Gemeingütern und einem solidarischen Austausch zwischen gleichberechtigten Menschen und ist zudem nicht profitorientiert.

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Neu: Behelfsmundmaske, wir füllen für euch ab

Ab sofort haben wir für euch im Angebot eine selbstgenähten Behelfs-Mundmaske. Die wiederverwertbaren, von unserem Mitglied Michaela selbst genähten Masken, bieten keinen umfassenden Schutz wie die Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3. Doch sie senken statistisch die Wahrscheinlichkeit einer Infektionsweitergabe, wie etwa die TAZ schreibt. Weitere Quelle hier.

Warum ist denn in den Mainstreammedien immer wieder zu lesen, dass Masken wirkungslos seien? Nun, weil die unfähige Regierung in Deutschland noch nicht einmal medizinisches Personal mit Masken versorgen kann. Da muss man die Bevölkerung beschwichtigen mit der falschen Botschaft, Masken würden nichts nutzen. Länder, die ihre Gesamtbevölkerung mit Atemschutz-Masken versorgen können, haben aber die geringsten Neuinfektionsraten, wie etwa Alexander Unzicker richtig schreibt.

Außerdem: wir füllen für euch wieder unser Gesamtsortiment ab. Mit unseren kostenlosen Behältern oder in Papiertüten. Die Papiertüten sind für die Umwelt nicht optimal, aber wir halten den bestmöglichen Infektionsschutz für sehr wichtig.

Wir füllen alles ab 1 Kilo ab, bei Nüssen liegt die Untergrenze bei 500 Gramm, bei Gewürzen bei 100 Gramm. Ihr braucht keine eigenen Behälter mitbringen. Das Sonder-Sortiment ist nach wie vor verfügbar.

 

 

Earth Hour 2020

Von Lisa Dormels

Am 28.03.20 um 20.30 Uhr findet die Earth Hour zum 14.x statt – Mach
mit!
2007 wurde die Earth Hour durch den World Wildlife Found (WWF) ins Leben
gerufen und fand erstmals in Australien statt.
Dabei geht es darum, in der „Stunde der Welt“ ein Zeichen für das Klima
zu setzen indem das Licht für eine Stunde gelöscht wird. Es handelt sich
um eine Protestaktion, die als solche nicht die Welt retten kann, wohl
aber Aufmerksamkeit erreicht für den Klimaschutz und so sensibilisiert.
Nebenbei wird ein bisschen Energie gespart.
Immer mehr Länder, Städte, Firmen und Privatmenschen engagieren sich am
letzten Samstag im März und schalten während der Earth Hour das Licht
aus. Besonders eindrucksvoll ist, dass auch Wahrzeichen eine Stunde im
Dunkeln verborgen liegen, in Mönchengladbach etwa das Münster, die
Hauptkirche in Rheydt und der Borussiapark.
Wichtig ist aber, dass auch du mitmachst und möglichst viele Menschen
erreicht werden, die ihren Beitrag zur Klimawende erhöhen. Mach dir doch
eine gemütliche Stunde mit deinen Liebsten im Dunkeln oder geh früh
schlafen!

https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/Bilder/2200-earth-hour-2020-c-stephanie-steinkopf-ostkreuz-wwf.jpg

Es könnte auch alles ganz anders sein.

Von Hans Widmer

«Es könnte auch alles ganz anders sein.» (Harald Welzer)

Text als PDF.

Plötzlich ist alles ganz anders, nicht weil wir es wollten, sondern weil es uns durch die Corona-Grippe aufgezwungen wird. Niemand hat das so gewollt, diese Seuche ist kein Volkserziehungsprogramm. Sie hat chaotische Auswirkungen in alle Richtungen, und wir hoffen, dass sie bald vorbei ist. Allerdings: wollen wir dann wirklich zur alten Normalität zurückkehren? Wie Churchill sagte: «Es wäre schade, eine Krise ungenutzt verstreichen zu lassen.»

Die Corona-Krise hat viele Fehlfunktionen unseres Systems offengelegt. Im grossen Rahmen zeigt sie die Schwächen einer übertriebenen Globalisierung auf, die die lokal mögliche Produktion von lebenswichtigen Gütern erschwert, so dass wir nicht einmal mehr ein Low-Tech-Produkt wie Gesichtsmasken selbst herstellen können. Die gleiche Globalisierung hat auch zu mehr Fernflügen geführt, über die eben Viren schnell verbreitet werden können: was in Wuhan begann, ist über Nacht in Mailand. In unserem Land selbst hat die extreme Funktionsteilung – wohnen hier, arbeiten dort, einkaufen wieder anderswo – mit dem dafür notwendigen Herumreisen in überfüllten Zügen zur Verbreitung des Virus beigetragen – darum werden Bewegungen von Menschen jetzt auch generell eingeschränkt. Natürlich ist das jetzt nicht das ideale ökologische Verkehrskonzept, denn es fördert den Autoverkehr und behindert den Fussgängerverkehr.

Hans E. Widmer

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Ab Heute: Hensen Solidaritäts-Bier +++Sortiments-Update+++

Restaurants, Bars, Cafés: alle Gastronomien haben geschlossen. Unser Nachbar und Lieblingsbrauer, die Hensen-Brauerei, hat nun mit einem Schlag den gesamten Fassverkauf verloren – eine wichtige Einnahmequelle für die handwerkliche Brauerei!
Wir möchten unserem Nachbar Hensen helfen: Ab sofort bekommt ihr das leckere Hensen-Alt, Hensen-Pils und das phänomenale Coffee-Stout bei uns am Ausgabe-Fenster! Damit möchten wir euch die Gelegenheit geben, euch solidarisch mit der Hensen-Brauerei zu zeigen und sehr leckeres Bier bei uns zu bekommen!

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