Wie Bio ist Bio-Plastik wirklich?

Bio-Plastik ist stark im Kommen und scheint auf den ersten Blick eine gute Alternative zu Kunststoffen auf Mineralölbasis. Aber wie ökologisch ist Bio-Plastik wirklich?

 

1. Ist Bio-Plastik immer biologisch abbaubar?

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Nein, längst nicht alle Bio-Kunststoffe sind kompostierbar, also biologisch abbaubar. Sogenanntes „biobasiertes“ Plastik besteht lediglich aus nachwachsenden Rohstoffen, kompostierbar ist es nicht. Tatsächlich kann es ebenso beständig sein wie herkömmliches Plastik, auch in den Meeren. Nur „biologisch abbaubares“ Plastik muss innerhalb einer bestimmten Zeit unter definierten Bedingungen industrieller Kompostierungsanlagen zerfallen und zwar in Wasser, Kohlendioxid und Biomasse. Weiterlesen

Umweltfreundliche Weihnachten

B – wie Baum

Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume schmücken in der Weihnachtszeit deutsche Wohnzimmer. Doch rund 80% der Bäume sind längst nicht so grün, wie sie aussehen: Umweltschädlicher Spezialdünger lässt die Nadeln tiefgrün und glänzend leuchten, Pestizide sollen Insekten fernhalten und Unkrautvernichtungsmittel einen geraden und hohen Wuchs fördern. Beim langen Transport der Bäume wird zudem reichlich klimaschädliches CO2 produziert.

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Die bessere Wahl: 

  • Wer auf keinen Fall auf das weihnachtliche Gewächs verzichten will, sollte sich für einen Baum aus ökologischem Anbau entscheiden. Bäume mit Naturland-Siegel, Bioland-Siegel oder FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) sind eine gute Alternative. Ökologische Bäume in Mönchengladbach findet ihr zum Beispiel bei Reiner L. Brungs. Eine Liste von Verkaufsstellen gibt es bei Robin Wood: http://www.robinwood.de/wo-kaufen.406.0.html
  • Auch Bäume aus regionaler Forstwirtschaft, die ohnehin bei der Waldpflege gefällt wurden, sind eine Alternative. Ansprechpartner ist hier der örtliche Förster.

 

D – wie Deko

In einem umweltfreundlichen Baum haben Lametta und beschichtete Christbaumkugeln nichts zu suchen. Noch immer enthalten sie teilweise giftiges Blei, erkennbar am Gewicht und an der Bezeichnung Stanniol. Umweltfreundlich ist Lametta aus anderen Materialien wie PVC aber noch lange nicht. Auch Schnee- und Glitzersprays gilt es unbedingt zu vermeiden, denn eine Kompostierung des Baumes ist dann nicht mehr möglich.

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Die bessere Wahl:

  • Alles, was aus der Natur kommt: Stroh – oder Holzschmuck, Kastanien, Nüsse, getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen oder Stoffbänder, die wiederverwertet werden können. Schmuck aus Äpfeln, Nüssen und Plätzchen können anschließend rückstandsfrei vom Baum verspeist werden. Und selbstredend: Weihnachtsschmuck aufbewahren und jedes Jahr wiederverwenden.
  • Wer eine Lichterkette benutzt, sollte zur energiesparenden LED-Variante greifen. Im Freien eignet sich eine Zeitschaltuhr besonders gut, die der Lichterkette nachts den Saft abdreht. Denn die beste Weihnachtsbeleuchtung – drinnen wie draußen – bringt nichts, wenn sie keiner sieht.

 

K – wie Kerzen

Paraffin-Kerzen aus dem Klimakiller Erdöl und Stearin-Kerzen, meist aus Palmöl sind per se nicht nachhaltig. Vorsicht: Stearin-Kerzen ohne Kennzeichnung bestehen in der Regel aus Palmöl, für das riesige Flächen Regenwald abgeholzt werden. Kerzen aus Bienenwachs sind insbesondere für Veganer keine Alternative. Denn für 1 kg reines Wachs braucht es 1,2 Millionen kleiner Wachsplättchen, die von Bienen in dieser Form ausgeschwitzt werden. Das entspricht der Jahresproduktion eines Bienenvolkes!

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Die bessere Wahl:

  • Echte Kerzen am Baum oder auf dem Adventskranz sind am besten aus natürlichem Material und nachwachsenden Rohstoffen. Kerzen aus Sojawachs (gentechnikfrei), Raps (gentechnikfrei), nachwachsender Biomasse oder Sonnenblumenöl sind eine umweltfreundliche Alternative.
  • Oder die klimafreundlichste Methode: Kerzen selbst gießen aus Wachsresten. Eine Anleitung findet ihr unter: https://utopia.de/ratgeber/kerzen-selbst-machen/

 

Weiter geht es in Kürze mit: P – wie Präsente, V – wie Verpackung, W – wie Weihnachtsgans.

 

Zum Nach- und Weiterlesen:
http://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/5894-rtkl-gruene-weihnachten-umweltfreundlich-feiern
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachten/weihnachten.html

Kerzen-Ratgeber: Nachhaltige Bio-Kerzen ohne Schadstoffe, Paraffin und Palmöl 🕯️

„Energetische Verwertung“

Wird eigentlich alles, was in der gelben Tonne landet recycelt?

Längst nicht! Zwar brüsten sich städtische Müllgesellschaften, wie die der Stadt Köln, mit einer Wiederverwertungsquote für Kunststoffe von 99%. Der Teufel aber steckt im Detail: Nur ca. 42% des Kunststoffs werden tatsächlich recycelt, 57% werden – um es euphemistisch auszudrücken –  „energetisch verwertet“. Also verbrannt!

Zwar schreibt die Europäische Union vor, dass Recycling immer Vorrang vor der Verbrennung haben sollte, in Deutschland nimmt die Müllverbrennung aber sogar zu. Warum ist das so?

Zwischen Müllverbrennern und Recycling-Betrieben tobt ein harter Wettkampf um den Plastik-Müll. Weil das Verbrennen die kostengünstigere Variante ist, gewinnen meist die Müllverbrenner. Nur wenige Entsorger investieren in die teure Sortiertechnik, die es braucht, um unterschiedliche Plastikmaterialtypen wie Zahnpastatuben, Chipstüten und Einweg-Flaschen vorab zu trennen. Hinzu kommt: Die für den Sekundär-Rohstoff aus Plastikmüll zu erzielenden Preise liegen niedriger als die für Original-Rohstoff. Klar, welche Wahl die Kunststoff-Industrie unter diesen Umständen trifft.

Andreas Freund von der AVG Köln findet Müllverbrennung jedenfalls prima: „Wir erzeugen mit dem Abfall Energie, da leiste ich meinen Beitrag zum Ressourcenschutz“. Besten Dank für Ihr Engagement, Herr Freund!

Quelle:
http://www1.wdr.de/wissen/kunststoffmuell-recycling-100.html
Zum Weiterlesen:

Klicke, um auf Greenpeace_muellverbrennung_Risks-1.pdf zuzugreifen

Ihr wollt wissen, welche Umweltgefahren von der Müllverbrennung tatsächlich ausgehen? Dann schaut in Kürze auf unseren Blog. Vor kurzem besichtigte Tante LeMi nämlich die MVA Krefeld – Beitrag folgt!

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Die Tante und ihre Rosskastanien

Waschen mit der Tante – so ganz ohne Verpackung und mit dem kürzesten Lieferweg.  Die heimische Rosskastanie machts möglich.

In 4 Schritten zum eigenen Waschmittel.

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Sammeln

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Vierteln

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Wer einen Hochleistungsmixer hat, kann noch schreddern (dann trocknen die Stückchen schneller).

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Trocknen

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Aufbewahren

Du kannst den Wäscheberg nicht mehr überblicken, dann …

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fülle Kastanienstückchen in ein Glas und …

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gib kochendes Wasser dazu (ca. 300 ml). Nach einer Stunde (bei größeren Stücken deutlich länger) kannst du den Sud filtern und in das Waschmaschinenfach schütten.

Die Tante ist begeistert: Die Wäsche wird sauber und riecht absolut neutral. Einen kleinen Warnhinweis gibt es dann doch: Die Waschmethode ist zwar seit über einem Jahr erprobt, allerdings nicht an weißer Wäsche! An ihre gestärkten weißen Rüschenblusen lässt die Tante das Mittel dann doch nicht ran. Dafür gibt es bei Tante LeMi das Waschmittel von Sonett.

Viel Spaß beim Sammeln & Waschen

Dokufilm-Tipp: Plastic Planet

PLASTIC PLANET – Ein sehr sehenswerter Kinodokumentarfilm aus dem Jahr 2009 von dem Regisseur Werner Boote, der sich weltweit auf die Spuren des Plastiks begibt. 

„Mit PLASTIC PLANET reist man rund um den Globus und entdeckt eine Welt, die ohne Plastik nicht mehr existieren kann, die aber gleichzeitig mit den Problemen und Risiken dieser Kunststoffe zu kämpfen hat. […] Mit eindrucksvollen Beispielen, wissenschaftlichen Interviews und faszinierenden Begegnungen entlarvt PLASTIC PLANET die schöne neue Plastikwelt. Was machen wir aus Plastik, und was macht das Plastik mit unserer Welt?“ (www.plastic-planet.de)

Wer diesen Film noch nicht kennt, unbedingt reinschauen:
http://www.bpb.de/mediathek/187448/plastic-planet

Die Nachhaltigkeits-Map für Mönchengladbach

Ihr seid auf der Suche nach Adressen rund um das Thema Nachhaltigkeit in und um Mönchengladbach?  

Auf dieser Nachhaltigkeits-Map für Mönchengladbach findet ihr Trödelmärkte, Gebrauchtläden, Second-Hand-Läden, vegane Cafés und Restaurants, Bio-Bäckereien, Wochenmärkte, Biohöfe, Obstwiesen, Bibliotheken, Repaircafés und viele weitere spannende Adressen für eine nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise. Auch Tante LeMi wird dort hoffentlich bald zu finden sein!

Schaut rein: http://mg-nachhaltig.de

Verpackung war gestern – Unverpackt ist Trend!

Eine NABU-Umfrage zeigt:  Wir wollen weniger Verpackung bei Obst & Gemüse!

Seht selbst:
https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/konsumressourcenmuell/1512-nabu_umfrage_forsa_unverpackt.pdf

Ein verpackungsfreier Obst- und Gemüseeinkauf ist eure leichteste Übung? Dann seid ihr bei uns genau richtig! Bei Tante LeMi erwartet Euch ein beachtliches Sortiment  verpackungsfreier Trockenwaren sowie Hygiene- und Reinigungsmittel.

Unverpackt für Fortgeschrittene:
Jeden Mittwoch 17 – 20 Uhr
und jeden 1. und 3. Samstag im Monat 11 – 15 Uhr

 

Besuch der Müllverbrennungsanlage Krefeld! Kommt mit!

Eine Erde e.V. unternimmt heute eine Exkursion in die Müllverbrennungsanlage Krefeld!
Ihr möchtet dabei sein?

Wir treffen uns:
heute (Fr, 23.09.2016) um 13.15 Uhr am Bahnhof Mönchengladbach vor dem Haupteingang.

Wenn ihr aus der Umgebung von Krefeld kommt, könnt‘ ihr auch gerne direkt zur MVA Krefeld, Parkstr. 234 kommen – Anfahrt vom Bahnhof Uerdingen mit Buslinie 058 bis Elfrather See. Treffpunkt: 14.50 Uhr an der Pforte der MVA.

So geht’s weiter
Beginn der Führung um 15:00 Uhr
Dauer: 1,5 – 2 Stunden

Mit dem VRR-Gruppen-Tagesticket für 5 Personen kostet Euch die Hin- und Rückfahrt nicht mehr als 5,68 €. Die Führung selbst ist kostenlos.

Also, kommt mit!

Warum die Möhre Möhre heißt

Sie ist unsere Lieblingswurzel! Im Nordosten kennt man sie als Mohrrüben, im Norden und Nordwesten bezeichnet man sie als Wurzeln, in Süddeutschland spricht man von Gelben Rüben und die Schweizer lieben ihre Rübli. Doch Wurzeln, Gelbe Rüben & Co haben es heute schwer, so ist im Zeit-Magazin zu lesen. Umfasste das Verbreitungsgebiet des Begriffs „Wurzel“ vor 40 Jahren noch fast den gesamten Norden, ist dieses heute auf rund die Hälfte geschrumpft. Denn jeder beliebige Supermarkt führt das orangefarbene Gewächs heute ausschließlich unter der Verkehrsbezeichnung Speisemöhren oder Karotten. Und das, obschon man diese Begriffe vielerorts gar nicht verwendet!

Wie kann das sein, fragt das Zeit-Magazin und wagt eine interessante These: Nicht nur sei die Marktmacht der großen Supermarktketten gegenüber regionalen Lebensmittelgeschäften und Wochenmärkten in den letzten Jahrzehnten immer mehr gewachsen – auch ihre Sprachmacht nehme zu!

Spannend, findet die Tante und möchte Euch bei dieser Gelegenheit diesen ausgezeichneten Rübli-Kuchen ans Herz legen. Für eine normale Springform braucht ihr:

400 gr Bio-Möhren geraspelt – auch bekannt als Gelbe Rüben, Wurzeln oder Mohrrüben
300 gr Mehl – im Bioladen in Papierverpackung erhältlich
1-2 EL Sojamehl – im Bioladen in Papierverpackung erhältlich
250 gr Rübenzucker*
150 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. „Bratöl“)
40 ml Wasser
1 Prise Salz *
1 Tl Zimt *
1 Tl Muskat
20 gr Weinsteinbackpulver *
60 gr Walnüsse, gehackt

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Tante LeMis Rübenzucker

Alle Zutaten bis auf die Möhren gut vermengen, bis eine krümelige Masse entsteht. Dann die Möhrenraspel hinzufügen und zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Zum Schluss die gehackten Walnüsse unterrühren. Den Teig in eine gefettete Backform streichen und bei 180 Grad 45-60 Minuten backen. Der Kuchen lässt sich übrigens prima aufpimpen mit einem Frosting oder einer Cremeschicht!

*im Tante LeMi-Sortiment

Und zum Nachlesen:
Zeit-Magazin: http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/05/moehren-karotte-bezeichnung-wort-supermarkt
Universität Lüttich und Salzburg: http://www.atlas-alltagssprache.de