arte-Tipp: „Mikroplastik im Meer. Unsichtbar, aber auch ungefährlich?“

Plastik – Inzwischen gehört es zu unseren Meeren wie Plankton oder Algen. Es findet sich in der Arktis, in den Tropischen Meeren, bis hin zur Antarktis.

Schätzungsweise 50 Milliarden Plastikteile treiben heute auf der Meeresoberfläche. Doch Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich bei dem umhertreibenden Plastik um lediglich 1% der Gesamtplastikmenge in unseren Meeren handelt. Wohin gelangen die restlichen 99%? Und welche Risiken gehen von unsichtbarem Plastik aus?

Neugierig geworden? Dann schaut rein! Eine aktuelle, spannende arte-Reportage zum Thema „Mikroplastik im Meer. Unsichtbar, aber auch ungefährlich?“: 

23.09.: Tante LeMi goes Müllverbrennungsanlage

Müll ist ein vergleichsweise neues Phänomen: obschon die Archäologie Scherben und nicht mehr Brauchbares kennt, war die gesamte Verstoffwechslung der Gesellschaft durch nahezu geschlossene Stoffkreisläufe gekennzeichnet. Erst konsumtive Weltbegegnung brachte eine lineare Funktion in den Umgang mit Dinglichem, weg von Zyklen, Kreisläufen, hin zum Aufbrauchen, Erschöpfen, Verzehren, Vernichten: dies ist die lateinische Bedeutung von ‚consumere‘. Im Konsum liegt also der Schwerpunkt auf das Vernichten, auf das Ende der Gegenstände gerichtet: Ich bin dasjenige Wesen, welches vernichten kann. Ein Sinnbild dieses gesellschaftlichen Stoffwechsels, der auf Vernichtung ausgerichtet ist, kann uns Primark sein: ich kaufe Kleidung, die ich nicht trage, die mir die Möglichkeit beschert, etwas Unbenutztes gleich in den stofflichen Aggregatzustand des Mülls hin zu überführen. Das Wegschmeißen dient wie der Kauf zum Finden einer Identität: im Wegschmeißen ist es der Prozess des Imageshapings, also eines gleichsam bildhauerischen Prozesses, das Wegschlagen von Überflüssigem, um die Form aus einem Formlosen herauszuarbeiten. Diese jetzt tote Teilidentität geben wir einem Bestattungsprozess anheim: entweder einer Bestattung in der Erde, einer Deponiebestattung, oder einer Feuerbestattung, der ritualhaften Transformation durch Feuer.

Am 23. September macht sich die Tante auf zu einer Forschungsreise in das Reich der industriellen Feuerbestattung: Eine Erde e.V. unternimmt eine Exkursion in die Müllverbrennungsanlage Krefeld! Wenn ihr also schon immer einmal einen Blick hinter die Kulissen der Müllentsorgung werfen wolltet, dann meldet Euch schnell zurück!

Exkursion in die MVA Krefeld
am Freitag, den 23.09.2016
um 15:00 Uhr
Dauer 1,5 – 2 Stunden
Kosten: los!

Ihr wollt an dieser Veranstaltung teilnehmen? Dann gebt uns bitte eine kurze Rückmeldung per Mail!

Grüße
Euer Lars von der Tante

 

Gemeinschaftsgarten Noch-ohne-Namen

Du hast Lust, mit deinen Händen in der Erde zu wühlen? Du wolltest immer schon einmal Lila Luzi oder Fuzzy Wuzzy anbauen? Unkrautjäten hat für dich einen meditativen Charakter? Du bist der Meinung, dass sich Schneckenplagen gemeinschaftlich besser ertragen lassen? Und Bierfallen eher für die Gärtner sind! Du möchtest die Resilienz in der Region zu stärken z.B. durch die Kultivierung regionaler alter Sorten.

Dann ab mit dir in die Gartengruppe.
Wer also gern gärtnert (ob mit oder ohne Vorkenntnisse) oder auch andere Ideen hat, die er/sie in einem vereinseigenen Garten verwirklichen möchte und die sich im Rahmen unserer Philosophie bewegen, ist herzlich eingeladen.

Was ist geplant? Wie könnte das Ganze ablaufen?
Der Verein Eine Erde e.V. pachtet im Kleingartenverein Pesch einen bzw. zwei Schrebergärten, die er den Mitgliedern des Vereins bzw. der sich formierenden Gartengruppe zur Verfügung stellt. Angedacht ist eine Gruppe von ca. 10-15 Gärtnern, die sich verbindlich um den Garten kümmern.
Verbindlich meint:

  • die Gruppe teilt die Ablösesumme für den Garten (ca. 2.000,- € für Garten Nr. 1, und evtl. 1.500,- € für Garten Nr. 2) sowie die jährliche Pacht ( ca. 200,-€) unter sich auf (sollte einen die Lust auf Gärtnern wieder verlassen, wird die Ablösesumme zurückgezahlt, wenn ein anderer Gärtner der Gruppe beitritt)
  • die Gruppe übernimmt die Verantwortung und die Organisation der Vereinsarbeiten im Kleingartenverein Pesch e.V. (vier Samstage, ca. 9-13 Uhr, im Jahr Gemeinschaftsarbeit sowie die Mithilfe bei einem Fest)

  • zudem wünschen wir uns Menschen aus dem Gartenkreis, die sich für die „Außenkommunikation“ verantwortlich zeichnen

  • Völlig frei ist die Gartengruppe in ihrer Organisation und der Gestaltung – naja fast, es gibt da noch die Kleingartenverordnung 😉 – ob Permakultur oder nicht, ob nur Gemeinschaftsbeete oder vielleicht daneben auch individuelle Gartenbereiche …

Abgesehen davon hegen und pflegen wir die Vision eines größeren Gartenprojektes, in dem Vereinsmitglieder für die Gemeinschaft anbauen und die Erzeugnisse bei der Tante LeMi angeboten werden.

Du hast Interesse? Dann melde dich möglichst bald bei uns, damit wir noch diesen Herbst ernten können.

Das kleine Aluminium-ABC

Es sollte das Material der Zukunft sein. Stabil, vielseitig und in großen Mengen verfügbar – Aluminium. Insbesondere die Verpackungsindustrie entdeckte Aluminium als multifunktionalen, leichten Packstoff und als ‚Imageträger der Moderne‘.

Heute zählt die Aluminiumindustrie zu den schmutzigsten, ressourcen- und energieintensivsten Industrien überhaupt. Ein ökologischer Supergau, der mit dem Abbau des Rohstoffs Bauxit beginnt und in einem immensen Stromverbrauch gipfelt.


Das kleine Alu-ABC

A wie Abbau / Ausgangsmaterial von Aluminium ist Bauxit. 90% der Bauxitvorkommen lagern im Tropengürtel, wo das Erz im großen Stil gefördert wird. Mit dem Abbau von Bauxit ist oft eine großflächige Rodung von Ur- und Regenwald und die Zerstörung indigener Lebensräume verbunden.

E wie Energie / Die Herstellung einer Tonne Aluminium verschlingt so viel Energie wie eine halbe Million Haushalte in einem Jahr. Hersteller verlegen die Produktion von Aluminium deshalb vorzugsweise in Länder mit geringen Stromkosten. Nicht selten werden zum Zwecke der Stromgewinnung Staudämme errichtet und ganze Landstriche geflutet.

G wie Gesundheitsgefahr / Die Emissionen im Zuge der Aluminiumverhüttung, insbesondere Flouride, verursachen bei den Anwohnern der Fabriken Erkrankungen der Atemwege, Haut und Knochen (Flourose) und führen zu gravierenden Schäden an Flora und Fauna.

R wie Rotschlamm / Bei der Aluminiumverhüttung entsteht neben Aluminat der sogenannte Rotschlamm, ein hochgiftiges Abfallprodukt aus Schwermetallen, ätzender Natronlauge und Eisenpartikeln. Bis zu sechs Tonnen dieser Substanz bleiben bei der Verarbeitung einer Tonne Alumunium zurück. Meist werden die giftigen Schlämme in großen Seen deponiert, nicht selten werden sie in Flüsse geleitet.

S wie Sondermüll / Lediglich 66 % der Aluminiumreste werden in Europa recycelt. Zudem landen große Mengen des Metalls in den Haushalten nicht im gelben Sack, sondern im Restmüll und werden keiner Wiederverwertung zugeführt. Auch Verbundverpackungen werden mangels geeigneter Recyclingmethoden in der Regel nicht wiederverwertet, sie werden verbrannt.

Z wie Zero-Alu /  So geht’s:

  • Mehrwegflaschen anstatt Verbundverpackungen und Getränkedosen
  • die gute alte Brotdose anstatt Aluminiumfolie als Verpackungsmaterial
  • Großpackungen anstatt aluminiumbeschichteter Kleinstpackungen oder Pröbchen
  • Lebensmittel in Gläschen anstatt in Tuben
  • Kaffee aus der Rösterei anstatt Kaffekapseln
  • Edelstahl-Grillschalen anstatt Aluminiumschalen oder -folie
  • Hersteller, die Aluminiumverpackungen nutzen, bitten, ihre Produktion umzustellen
  • Ihr wollt auf Nummer sicher gehen? Tante LeMi und andere Unverpackläden bieten inzwischen ein beachtliches Sortiment unverpackter und damit garantiert aluminiumfreier Lebensmittel an!

 

Quellen
https://www.regenwald.org/themen/aluminium/fragen-und-antworten
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/aluminium-100.htmlhttps:
Zur Rotschlammkatastrophe in Ungarn: http://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/rotschlamm-katastrophe-ungarn

‚Die Akte Aluminium‘ (Reportage):

 

 

Die Tetra-Pak-Lüge

Bei einem Verbrauch von 0,5 Liter Pflanzenmilch täglich fallen in einem 2 Personen-Haushalt knapp 4 leere Verbundkartons pro Woche an. Das sind 16 Pakete monatlich oder beeindruckende 192 Pflanzenmilchpakete in nur einem Jahr!

Hersteller wie tetrapak bewerben die Verbundverpackungen als eine ‚zukunftsweisende Idee‘. Eine dreiste Lüge – wie das Onlinemagazin klimaretter.info recherchierte.

Und nun zu den Fakten:

  1. Verbundkartons bestehen eben nicht nur zu 75% aus nachwachsenden Rohstoffen, sondern zu einem Viertel aus nicht nachwachsenden Rohstoffennämlich aus, für den Verbraucher unsichtbaren, hauchdünnen Alu- und Polyethylenfolien.
  2. Ein Recycling, das den Namen wirklich verdient, gibt es noch nicht: Lediglich gut ein Drittel des Materials der hierzulande verkauften Getränkekartons wird laut der Deutschen Umwelthilfe ressourcenintensiv wiederverwendet. Der Rest wird aussortiert oder verbrannt.
  3. Selbstredend ist auch die Idee des „möglichst kleinen“ CO2-Fußabdrucks eine glatte Lüge.  Denn Kohlendioxid-sparend sind Tetra Paks nur im Vergleich mit anderen Einweg-Verpackungen. Gegenüber Mehrweg-Systemen sind sie wahre Klimakiller.

Eine umweltfreundliche Alternative zu Pflanzenmilch in Tetrapacks ist selbst hergestellte Pflanzenmilch. Die spart nicht nur bares Geld, sondern steckt auch geschmacklich jedes industrielle Produkt locker in die Tasche.

Wasser, Nüsse, mixen – fertig!

 

Quelle: http://www.klima-luegendetektor.de