Jetzt Donnerstag – zusammen essen im Museum Abteiberg 

Gastgeberin Julia Kasten von den MG_Artfriends in Holleins Museums-Cafeteria.

Was haben Andy Warhol und Tante LeMi gemeinsam? Sie hängen beide im Museum Abteiberg (ab). Jetzt Donnerstag. Denn dann dürfen wir unser monatlich gemeinsames Essen  in der Museums-Caféteria veranstalten. Ein ganz besonderes Essen wird das! Denn die speziell für das Museum entworfene Caféteria ist mit ihrer einzigartigen Architektur bereits selbst Kunstwerk. Wir danken dem Abteibergmuseum und den MG_Artfriends für diese Möglichkeit. 
Der Ablauf bleibt unverändert: Du entscheidest selbst, ob du als Teil des Kochteams in der Küche aktiv bist und/oder als Gast am anschließenden Essen  teilnimmst. Bitte melde deine Teilnahme unbedingt an, den Link finden Mitglieder in der monatlichen Post von der Tante. Die Teilnahme ist beschränkt auf Mitglieder der Vereine Eine Erde und MG_Artfriends.

 

Hans Holleins berühmtes Cafeteria-Fenster bietet einen der schönsten Ausblicke der Stadt.

Speiseplanvorhersage:
Reis aus Italien Typ Basmati
Gemüsecurry
Dhal
(alles bio und vegan)

Donnerstag, 16.01.2020; 18:30; Museum Abteiberg;  Abteistr. 27; nur für Mitglieder

 

 

 

 

Dienstag: Weinverkostung im BIS (mit Vortrag)

Nussig-würzig oder vielleicht doch fruchtig-grasig mit blumiger Note?
Am 14. Januar werden wir unter Anleitung des Weinprofis Jens Pape ausgewählte Bio-Weine verkosten und viele neue Aromen kennenlernen. In einem Vortrag über Ökologischen Weinbau wird er uns zeigen, warum für einen guten Bio-Wein ein ausbalanciertes Ökosystem so wichtig ist. Dass wir mit Jens Pape einen wahren Experten gewonnen haben, da sind wir uns sicher. Denn Pape ist Kellermeister des Weingutes Graf von Kanitz im Rheingau, das Tante LeMi mit allerfeinsten Bio-Weinen zum Selbstabfüllen beliefert.

Des Grafen Kellermeister Jens (rechts), Olli (links) und Riesling (mitte).

Weinverkostung mit Vortrag (Unkostenbeitrag 5 €/Person, keine Voranmeldung)
14. Januar, 19 Uhr im BIS – Zentrum, Bismarckstr. 99

 

(Wohnprojekte) 11. Februar: Hans Widmer – Nach Hause kommen

500 Menschen. 35 qm pro Person. Autofrei und fahrradfreundlich. Zusammenleben nach Geschmack im Cluster, Großhaushalt oder Wohnjoker. Selbstganisiertes Konsumdepot. Velowerkstatt, Cafeteria, Pantoffelbar und Sauna. Obst und Gemüse von der Landbasis. Nahversorgung in Pantoffeldistanz. Und das alles in einer Nachbarschaft!

Hans E. Widmer

Am 11. Februar freuen wir uns auf den Schweizer Autor Hans Widmer und seinen Vortrag Nach Hause kommen. Ein Konzept, wie wir der Klimakatastrophe begegnen und zugleich ökonomische uns soziale Krisen lösen können. Mit Zahlen, Fakten und praktischen Erfahrungen. Mit Nach Hause kommen wird Widmer uns einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie ein enkeltauglicher und genussvoller Lebensstil für alle Menschen gelingen kann. Widmer ist Vordenker neuer Modelle des sozialen Zusammenlebens und Ideengeber vieler visionärer Wohnprojekte in der Schweiz. Sein in 1983 erschienenes Büchlein bolo’bolo gilt als eine der wenigen sozialen Utopien für eine neue Gesellschaftsform.

Vor dem Vortrag stellen sich folgende Gemeinschaften/Nachbarschaften in Gründung vor:

Finde deinen Clan (Cora Herzog)
Stadtwohnen MG (Bernward Jung)
Kaninchenbau (Marina Martin)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Café Clément und Transition Town Mönchengladbach.

 

Hans Widmer – Nach Hause kommen
Dienstag, 11. Februar, 19 Uhr im BIS – Zentrum, Bismarckstr. 97-99, 41061 Mönchengladbach

 

Klimanotstand

 

Wir starten das Jahr mit einem satyrischen Beitrag aus den Tiefen der Schweiz. Von Hans E. Widmer, der uns am 11. Februar besuchen wird.  (Hier als PDF zum Ausdrucken)


 

KLIMANOTSTAND

Ein Zwischenbericht

 

von Hans E. Widmer (P.M.)

Als das Parlament den Klimanotstand verkündete, lachten noch alle. Doch das Lachen verging den Leuten, als das Parlament einen Krisenstab einsetzte und mit allen «notwendigen Kompetenzen» versah.

Der Klimakrisenstab (KKS) verkündete sofort eine Reihe von Massnahmen: Verbot des Fahrens von Privatautos, Baustopp und Rückbau der Einfamilienhaushalden, Rationierung von Lebensmitteln und Transporten, Grounding von 90% der Flugzeuge, Einführung eines Ökopunktesystems (mit Kontrollarmbändern Marke IDENTA), Verbot aller privaten Computer und Handys, Verbot des Drucks von Büchern und Zeitungen, Verbot aller energieaufwändigen Sportarten, Schliessung der Alpen im Winter, Reduktion der Rinderherde auf 20%, Beschlagnahmung und Verschrottung aller Kühlschränke, Fernseher und Privatherde, keine Raumtemperatur über 16°. Das Buch aller Massnahmen war 300 Seiten dick.

Der Krisenstab teilte das Land in hundert Klimadistrikte ein, damit die Massnahmen lokal angepasst und überwacht werden konnten. Zur Durchsetzung dieser Massnahmen setzte der KKS zuerst die Polizei, dann auch Armee und Zivilschutz ein. Da war es hilfreich, dass die zwei Vertreterinnen des Bundesrats im KKS gerade die passenden Departemente hatten.

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Anarchosyndikalismus – Ist das neu, oder kann das weg?

Neu ist das nicht! Schon seit den 1860er-Jahren haben sich Menschen in verschiedensten Ländern und Erdteilen nach anarchistischen und syndikalistischen Ideen organisiert.

Und weg kann das schon gar nicht! Denn eine andere Welt ist möglich, wenn wir uns nicht zurückziehen und nur davon träumen, sondern uns wehren und uns um schönere Leben auf dieser Welt selbst kümmern. Wir setzen auf Vertrauen in uns und unser gemeinsames Lernen auf dem Weg.

Es ist möglich, ohne Kapitalismus, Hierarchien und mächtige Stellvertreter*innen selbstbestimmte, verbundene, gedeihliche Gemeinschaften zu bilden und aufrecht zu erhalten. Dafür kämpften und kämpfen Menschen auf der ganzen Welt.

Lucien van der Walt und Michael Schmidt haben mit ihrem Buch „Schwarze Flamme“ eine spannende Geschichte dieser Gegenmacht geschrieben. Lasst uns an diesem Abend ein paar ausgesuchte Stellen daraus lesen und gemeinsam diskutieren.

Offener Lesetreff im Chapeau Kultur

der FAU Sektion Mönchengladbach

Am Sonntag, 08.12.2019, 19 Uhr.
Im Chapeau Kultur
Bahnhofstraße 24 / 41236 Mönchengladbach-Rheydt.
Eintritt frei.

Nachtrag 13.01.2020:  Die Veranstaltung verlief deutlich anders als geplant:
https://duesseldorf.fau.org/anders-als-geplant/

Marianne Gronemeyer: VERGISS DEN PLANETEN, RETTET DEN GARTEN

Dieser Text wurde von Marianne Gronemeyer auf einer Veranstaltung von Eine Erde am 12.11.2019 im BIS vorgetragen.

Hier die PDF-Version des Textes.

Marianne Gronemeyer

Vergiss den Planeten, rettet den Garten

„Wir stehen heute vor einer historisch vollkommen neuen Situation, denn es ist
unsere Aufgabe, uns von einer relativ gut funktionierenden, reichen und mächtigen
Gesellschaft zu befreien … . Wir stehen vor dem Problem, uns von einer
Gesellschaft zu befreien, in der die Mittel der materiellen und sogar der kulturellen
Bedürfnisbefriedigung weitgehend zur Verfügung stehen – einer Gesellschaft, die,
plakativ formuliert, Güter für einen immer größeren Teil der Gesellschaft bereitstellt.
Daraus folgt, dass wir uns von einer Gesellschaft befreien müssen, in der es für
diese Befreiung offensichtlich keine Massenbasis gibt.“ (Herbert Marcuse zit bei Bauman, Zygmunt: Flüchtige Moderne)
Was Herbert Marcuse sich hier zu fordern traute, ist nichts Geringeres als eine
Revolution der Reichen. Und die ist offensichtlich ein Unding. Revolutionen werden
nicht von den Reichen angezettelt, sie sind der Aufruhr der Zu-kurz-Gekommenen,
die von der Teilhabe an der Macht ausgeschlossen sind, und derer, denen es um
Kopf und Kragen geht, die nichts zu verlieren haben, die unterjocht, ausgeplündert,
erniedrigt, schreiender Ungerechtigkeit ausgesetzt und in die Sklavenarbeit für die
Reichen gezwungen sind. Warum jedoch sollten die Gut-Ausstaffierten, denen es
wohl ergeht, die mit allem gut versorgt sind, deren „materielle, ja sogar kulturelle
Bedürfnisse“ leidlich – oder gar überleidlich – befriedigt sind, Revolutionen in Gang
setzen wollen? Die einzige Unzufriedenheit, die sie revolutionär, also auf
Veränderung sinnend, stimmen könnte, wäre ja der Unmut darüber, daß es ihnen
immer noch nicht gut genug geht. Aber dieser Unmut erzeugt keine Lust auf
umstürzende Neuerung, sondern auf verbessertes und verfeinertes ‚Weiter-So’.
Darin wären sich die reichen Giganten der Belétage mit den mickerigen Reichen des
Souterrains durchaus einig. Sie haben etwas zu verteidigen; das dämpft ihre
Angriffslust erheblich. Kurzum: ein revolutionäres Subjekt, das nicht nur aus dem
Wohlleben heraus, sondern wegen seines Wohllebens auf die Barrikaden ginge und
eine auf Umsturz gerichtete Gesinnung ausbrütete, ist logisch und psychologisch
ausgeschlossen. So ist also der Gedanke, daß die im Wohlleben Eingehausten ihres
Wohllebens wegen und um sich seiner zu entledigen, aufbegehren, absurd oder
hoffnungslos träumerisch. Marcuse selbst sieht das sehr klar. Weiterlesen

Heute: Demokratiekritik von Jörg Bergstedt

Hallo ihr Lieben,

eine kleine Erinnerung an den Vortrag heute mit Jörg Bergstedt. „Demokratiekritik – wo das Volk herrscht, geht der Mensch unter!“ Den ausführlichen Einladungstext findet ihr hier:

https://tantelemi.wordpress.com/2019/11/01/vortrag-joerg-bergstedt-demokratiekritik-wo-das-volk-herrscht-geht-der-mensch-unter/

Wir freuen uns auf euch, der Eintritt ist frei. Der Vortrag findet im rechten Haus des BIS statt im 1. OG.

 

Mensch versus Maschine

Studierende des Studiengangs Kulturpädagogik an der Hochschule Niederrhein präsentieren ein gesellschaftskritisches Tanz-Theaterstück.

Über zwei Semester arbeiteten die 17 Studierenden zusammen mit ihren Dozierenden Prof. Dr. Felicitas Lowinski und Prof. Dr. Jürgen Weintz im Rahmen des sogenannten Indoor-Projekts an ihrem Tanz-Theaterstück „Humanoid 2347 – Willkommen im System“. Das Projekt findet seinen Höhepunkt in den beiden Aufführungen am 29. und 30.11.2019 im BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit.

Kreativ, praxisnah und gesellschaftsbezogen – dies beschreibt nicht nur den Studiengang Kulturpädagogik, sondern auch das Herzstück des Studiums, das Indoor-Projekt. Es findet in der Regel mit den Studierenden des zweiten und dritten Semesters statt und wird mithilfe der Projektmethode entwickelt. Dies bedeutet, dass sich die Studierenden nach ihren Talenten und Qualifikationen in Gruppen aufteilen, um gemeinsam an der Inszenierung zu arbeiten. Dadurch lernen sie, eigenständig zu arbeiten und finden heraus, wo ihre Stärken liegen.

Wir befinden uns in der Zukunft. Die Maschinen haben die Kontrolle über die Menschen übernommen. Können sie sich dieser Kontrolle entziehen? Das Tanz-Theaterstück beschäftigt sich mit hochaktuellen Themen, wie dem Klimawandel, der Digitalisierung und weiteren Fragen, die uns alle betreffen. Dennoch lassen ironische Elemente den Unterhaltungsfaktor nicht zu kurz kommen. Wie könnte die Zukunft aussehen, wenn die Menschheit weiter macht wie bisher? Diesen und vielen weiteren Fragen widmen sich die Studierenden in ihrer Inszenierung.

29. und 30.11.2019
Einlass: Ab 19:00 Uhr; Beginn: 20:00 Uhr
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Bismarckstr. 99, 41061 Mönchengladbach

Eintritt: 5€; erm.: 3€
Reservierung unter: Tickets.Indoor@web.de

(Vortrag) Jörg Bergstedt: Demokratiekritik – wo das Volk herrscht, geht der Mensch unter!

Demokratie bedeutet Volksherrschaft … ein verräterischer Begriff! Demokratie ist also Volk plus Herrschaft. Das Volk herrscht … über sich selbst, so jedenfalls das Konstrukt. Das spannende an dem Begriff und dem Diskurs um Demokratie ist, dass Mathematik nicht mehr gilt: Minus plus Minus ergibt plötzlich Plus. Volk und Herrschaft sind keine positiven Begriff im Sinne einer Emanzipation. Werden Volk und Herrschaft aber verbunden, soll etwas Positives entstehen. Dem fehlt die Logik und auch eine überzeugende Analyse. Demokratie ist ein Fetisch. Sein positives Erscheinungsbild wird über Diskurse entfacht. Demokratie bringt das Positive in die Welt. Läuft etwas schlecht, so fehlt die Demokratie.

  • Demokratie ist die Gruppen- oder Gesellschaftsform, bei der Menschen darauf getrimmt werden, ihre Hoffnung auf ein besseres Leben oder eine Verbesserung der aktuellen Situation auf eine Person, Führungsgruppe, Partei, Institution oder auf ein Gremium zu projizieren. Demokratie verhindert damit Selbstorganisierung und freie Vereinbarung.
  • Demokratie ist die absurde Logik, dass die Menschen schlecht, zum Teil gleichgesetzt mit „egoistisch“ seien und deshalb kontrolliert werden müssten, um den sozialen Frieden (neuerdings auch oft gleichgesetzt mit „Rechtsfrieden“) zu wahren. Der Unsinn an diesem Gedanken ist offensichtlich: Wenn die Menschen dazu neigen (vermeintlich aus Egoismus), sich asozial und hochkonkurrent zu verhalten, wieso soll dann ebensolche Menschen als KontrolleurInnen agieren – wo sie doch an den Machtpositionen viel besser diesem vermeintlichen Egoismus freien Lauf lassen können?

Eintritt frei, Vortrag im 1. Obergeschoss

Do, 21.11.2019, 19 Uhr, BIS, Bismarckstraße 97-99, 41061 Mönchengladbach