Schupfnudeln – nach Art der Tante

Laut Wikipedia gibt es für Schupfnudeln „kein universell authentisches Rezept, sondern nur viele stark unterschiedliche regionale Zubereitungsarten, oft mit universellem Anspruch auf Originalität und Authentizität“. Tante LeMi ist sich sicher: Schupfnudeln nach Art der Tante ist das Original! Und so geht’s:

500 gr gekochte Kichererbsen* (für 2 – 3 Portionen)
frische Petersilie und Koriander
Salz*, Pfeffer*
Gewürze * nach Belieben, wir verwenden scharfe Paprika, Kreuzkümmel, Muskat
etwas Wasser und Olivenöl*
1 El Mehl
Bratöl *

Die getrockneten Kichererbsen über Nacht einweichen, am besten 24 Stunden. Das Einweichwasser zwischendurch wechseln. Dann ca. 1 Stunde in frischem Wasser weich kochen. Kichererbsen abgießen und abspülen. Frische Petersilie und Koriander fein hacken. Anschließend die Kichererbsen mit den Kräutern, Gewürzen, etwas Wasser, Olivenöl und Mehl pürieren. Der Teig sollte relativ fest sein. Aus dem Teig Röllchen formen etwa so:

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Öl in die heiße Pfanne geben und die Schupfnudeln kräftig anbraten. Die Pfanne nicht zu voll machen, sodass ihr gut wenden könnt! Die Schupfnudeln schmecken lecker mit Rohkost z.B. Tomaten- und Gurkenschnitzen.

Lasst es euch schmecken!

 

Alle mal festhalten: Falscher Eischnee !

Nach einem zugegeben abenteuerlich anmutenden Rezept wurde in der Experimentalküche der Tante heute Falscher Eischnee – auch unter der Bezeichnung Aquafaba geläufig – hergestellt.  Hä?!

Von vorn: Für Falschen Eischnee wird der Sud gekochter Kichererbsen verwendet. Wer also von der letzten Falafel-Produktion ein Glas Kichererbsenwasser übrig hat, sollte dieses keinesfalls entsorgen, sondern umgehend zum Handrührgerät greifen und den Rührvorgang starten! Denn Kichererbsenschnee kann überall dort zum Einsatz kommen, wo herkömmlicher Eischnee verwendet wird. Er eignet sich sehr gut für die Zubereitung von Nachspeisen, Baiser, Kuchen, Schaumküssen, Griesklößchen und vielem mehr.

So neu ist die Idee übrigens nicht: Bereits zu Lebenzeiten unserer Urgroßeltern soll Falscher Eischnee aus dem Kochsud verschiedener Hülsenfrüchte hergestellt worden sein.

Ihr braucht

  • Kochwasser gekochter Kichererbsen* – die Kichererbsen sollten 1-2 Stunden gekocht haben und idealerweise über Nacht im Kochwasser im Kühlschrank aufbewahrt worden sein
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • optional Weinsteinpulver¹

Den Sud mit dem Rührgerät oder Mixer mindestens 2-3 Minuten aufschlagen bis eine schaumige, eischneeähnliche Masse entsteht. Für eine sehr gute Standfestigkeit (je nach Einsatz) kann Weinsteinpulver¹ hinzugegeben werden. Ich habe nur den konzentrierten Kichererbsen-Sud und ein paar Tropfen Zitronensaft für eine bessere Konsistenz verwendet.

 

Desser neu
Für ein einfaches Schokodessert habe ich eine Tafel geschmolzene Zartbitterschokolade (Bio und Fairtrade z.B. GEPA), Zucker und Gewürze wie Vanille, Zimt und Nelkenpulver unter die Masse gerührt, das Mousse in Gläser abgefüllt und diese einige Zeit im Gefrierschrank kalt gestellt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Schmeckt fluffig, süß und lecker – und keine Spur nach Kichererbse!

Ich finde, Falscher Eischnee ist eine geniale Verwertungsmöglichkeit für Kichererbsenwasser. Informationen und Rezepte findet ihr z.B. unter:
http://www.veganblatt.com/aquafaba-rezepte
http://www.kochtrotz.de

*getrocknete Kichererbsen findet ihr im LeMi-Sortiment
¹Weinsteinpulver ist auch in Backpulver enthalten und ein Nebenprodukt der Weinproduktion – gesundheitlich somit unbedenklich. Zwingend nötig ist der Zusatz von Weinsteinpulver nicht, es sorgt aber für eine deutlich bessere Konsistenz.

Ran an die Falafel !

Für die einen schmecken sie nach Orient, für die anderen nach Heimat – die Falafel.

Die Falafel ist in allen Küchen des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas zu finden. Araber beanspruchen sie als ihr Nationalgericht, Israelis auch. Woher die würzigen Kichererbsenbällchen wirklich stammen, weiß niemand so genau. In ihrem Geschmack leicht nussig, außen knusprig und innen saftig, mit Hummus, eingelegtem Gemüse oder Brot lieben wir sie jedenfalls. Und auch in Sachen Gesundheit macht ihr mit diesem Gericht alles richtig. Denn Kichererbsen enthalten viele Ballaststoffe und sind reich an Eiweiß, Eisen, Magnesium und Vitaminen. Und ganz nebenbei kommen die leckeren Bällchen ohne tierische Produkte aus und sind somit ein toller veganer Snack. Die Zubereitung ist ganz easy!

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Tante Lemis Kichererbsen

Für ca. 15 Falafel-Bällchen braucht ihr:

200 g eingeweichte Kichererbsen * – dazu getrocknete Kichererbsen über Nacht einweichen lassen und das Wasser vor der Verarbeitung abgießen und die Kichererbsen gut durchspülen und abtropfen lassen
1/2 geschälte Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 flach gehäuften TL Salz *
frischen Koriander nach Belieben
frische Petersilie nach Belieben
1/2 TL Kreuzkümmel *
2 EL Paniermehl (aus altbackenem Brot)
1 EL frisch gepressten Zitronensaft
1 Prise Backpulver *
viel neutrales Öl *

*im LeMi-Sortiment

Dieses Gericht bietet unendlich viele Varationsmöglichkeiten: diverse Gewürze, Chilli, Lauchzwiebel, geriebene Möhren, Sesam. Findet einfach Euren perfekten Mix!

Alle Zutaten werden in einem Mixer zu einer geschmeidigen Masse verarbeitet. Falls nötig, etwas Wasser hinzufügen. Dann kleine Bällchen formen und in einem Topf in reichlich (!) heißem Öl goldbraun ausbraten. Vorsicht, die Bällchen werden schnell zu Grillkohle. Nach bereits 3-4 min sind sie fertig. Die Falafel noch kurz auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen.

Und dann ran an die Falafel!

Hummus… yum yum!

Hummus, das orientalische Mus aus Kichererbsen, ist einfach zu lecker und gehört bei der Tante regelmäßig auf den Tisch. Deshalb hier für euch das Rezept und ein paar Variationsmöglichkeiten:

350g Kichererbsen (gekocht gewogen)*
50g Olivenöl*
1 TL Salz*
1 TL Kreuzkümmel (Kumin)*
30g Tahin (Sesampaste)*

alle Zutaten in einen Mixer/die Küchenmaschine geben oder mit dem Pürierstab zu einer feinen Masse verarbeiten.

Das ist das „Grundrezept“. Hummus ist total wandelbar! Ich mag ihn besonders mit 15-20 ml Zitronensaft abgeschmeckt. Oliver’s Variante: mit 1 Knoblauchzehe und scharfem Paprikapulver. Lecker, lecker! Sehr fein sind im Hummus auch frische kleingehackte Kräuter, besonders Koriander.

Hummus passt super zu orientalischem Fladenbrot oder als Dip zu gebratenem Gemüse und Kartoffeln.

Kichererbsen enthalten sehr viel Eiweiß, somit ist Hummus eine gute pflanzliche Eiweißquelle. Da es sich um schwefelhaltige Aminosäuren handelt, ist Hummus gesundheitlich besonders wertvoll, wenn ihr ihm 1 EL Leinöl beifügt. Das ist allerdings Geschmackssache. Ausprobieren!

In einem Schraubglas im Kühlschrank hält sich der Hummus problemlos einige Tage.

lasst es euch schmecken!

*alle Zutaten für Hummus gibt es ohne Ausnahme bei der Tante!