Was wir in Zukunft alles dürfen

von Hans Widmer

Momentan dürfen wir nur noch wenig. Viele freuen sich sogar darüber, etwa die Ökolog*innen, weil Flugzeuge am Boden bleiben, der Autoverkehr abnimmt und schädliche Industrien, wie eben die Autoindustrie, stillstehen. Wo keine Boote mehr fahren, wird das Wasser klar und freuen sich die Fische. Die aktuelle – durchaus berechtigte – Verbotskultur droht nun als ökologische Verbotskultur weitergeführt werden.

Die Bekämpfung einer Pandemie braucht gesamtgesellschaftliche Regulationen; der Aufbau einer neuen Zivilisation, die ökologisch tragbar, ökonomisch gerecht und psychosozial lustig sein soll (oder würden wir uns sonst dafür einsetzen?), muss sie auf ein Minimum reduzieren. Wir wollen endlich selber machen können, selber bestimmten, selber definieren, uns selbst regulieren, wo es nötig ist. Gesamtgesellschaftliche Regulation wird immer ihren Platz haben, vor allem als gerechte Unterstützung von Selbstwirksamkeit weltweit, auch Climate Justice genannt (seit 1998 übrigens). Öffentliche Dienstleistungen (von Quartier bis Planet) sollen subsidiär lokal abgestuft und demokratisch als Commons verwaltet sogar massiv ausgebaut werden. Wir wollen praktisch alle staatliche Teilzeitangestellte werden, inklusive Gesundheitsversorgung und Existenzgarantie. Ich finde das besser als das individualisierende, unverbindliche Grundeinkommen, das manchmal als supergeniale Regulierungsidee herumgeistert. Weiterlesen

Jetzt Dienstag: Hans Widmer aus der Schweiz

Nach Hause kommen. Ein Konzept, wie wir der Klimakatastrophe begegnen und zugleich ökonomische und soziale Krisen lösen können.

Vor dem Vortrag stellen sich folgende Gemeinschaften/Nachbarschaften in Gründung vor:

Finde deinen Clan (Cora Herzog)
Stadtwohnen MG (Bernward Jung)
Kaninchenbau (Marina Martin)

 Mit Nach Hause kommen wird Hans Widmer uns einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie ein enkeltauglicher und genussvoller Lebensstil für alle Menschen gelingen kann. Widmer ist Vordenker neuer Modelle des sozialen Zusammenlebens und Ideengeber vieler visionärer Wohnprojekte in der Schweiz. Sein in 1983 erschienenes Büchlein bolo’bolo gilt als eine der wenigen sozialen Utopien für eine neue Gesellschaftsform.

Genießt eines unserer Programm-Highlights morgen, Dienstag, 11.02. im BIS-Zentrum, 19 Uhr!
Der Eintritt ist kostenlos.

Hans E. Widmer

Hans Widmer – Nach Hause kommen
Dienstag, 11. Februar, 19 Uhr im BIS – Zentrum, Bismarckstr. 97-99, 41061 Mönchengladbach

 

(Wohnprojekte) 11. Februar: Hans Widmer – Nach Hause kommen

500 Menschen. 35 qm pro Person. Autofrei und fahrradfreundlich. Zusammenleben nach Geschmack im Cluster, Großhaushalt oder Wohnjoker. Selbstganisiertes Konsumdepot. Velowerkstatt, Cafeteria, Pantoffelbar und Sauna. Obst und Gemüse von der Landbasis. Nahversorgung in Pantoffeldistanz. Und das alles in einer Nachbarschaft!

Hans E. Widmer

Am 11. Februar freuen wir uns auf den Schweizer Autor Hans Widmer und seinen Vortrag Nach Hause kommen. Ein Konzept, wie wir der Klimakatastrophe begegnen und zugleich ökonomische uns soziale Krisen lösen können. Mit Zahlen, Fakten und praktischen Erfahrungen. Mit Nach Hause kommen wird Widmer uns einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie ein enkeltauglicher und genussvoller Lebensstil für alle Menschen gelingen kann. Widmer ist Vordenker neuer Modelle des sozialen Zusammenlebens und Ideengeber vieler visionärer Wohnprojekte in der Schweiz. Sein in 1983 erschienenes Büchlein bolo’bolo gilt als eine der wenigen sozialen Utopien für eine neue Gesellschaftsform.

Vor dem Vortrag stellen sich folgende Gemeinschaften/Nachbarschaften in Gründung vor:

Finde deinen Clan (Cora Herzog)
Stadtwohnen MG (Bernward Jung)
Kaninchenbau (Marina Martin)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Café Clément und Transition Town Mönchengladbach.

 

Hans Widmer – Nach Hause kommen
Dienstag, 11. Februar, 19 Uhr im BIS – Zentrum, Bismarckstr. 97-99, 41061 Mönchengladbach

 

Klimanotstand

 

Wir starten das Jahr mit einem satyrischen Beitrag aus den Tiefen der Schweiz. Von Hans E. Widmer, der uns am 11. Februar besuchen wird.  (Hier als PDF zum Ausdrucken)


 

KLIMANOTSTAND

Ein Zwischenbericht

 

von Hans E. Widmer (P.M.)

Als das Parlament den Klimanotstand verkündete, lachten noch alle. Doch das Lachen verging den Leuten, als das Parlament einen Krisenstab einsetzte und mit allen «notwendigen Kompetenzen» versah.

Der Klimakrisenstab (KKS) verkündete sofort eine Reihe von Massnahmen: Verbot des Fahrens von Privatautos, Baustopp und Rückbau der Einfamilienhaushalden, Rationierung von Lebensmitteln und Transporten, Grounding von 90% der Flugzeuge, Einführung eines Ökopunktesystems (mit Kontrollarmbändern Marke IDENTA), Verbot aller privaten Computer und Handys, Verbot des Drucks von Büchern und Zeitungen, Verbot aller energieaufwändigen Sportarten, Schliessung der Alpen im Winter, Reduktion der Rinderherde auf 20%, Beschlagnahmung und Verschrottung aller Kühlschränke, Fernseher und Privatherde, keine Raumtemperatur über 16°. Das Buch aller Massnahmen war 300 Seiten dick.

Der Krisenstab teilte das Land in hundert Klimadistrikte ein, damit die Massnahmen lokal angepasst und überwacht werden konnten. Zur Durchsetzung dieser Massnahmen setzte der KKS zuerst die Polizei, dann auch Armee und Zivilschutz ein. Da war es hilfreich, dass die zwei Vertreterinnen des Bundesrats im KKS gerade die passenden Departemente hatten.

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