Nie wieder Stückchen …

In keinem gut sortierten Zero-Waste-Haushalt darf er fehlen – der Nussmilchbeutel !

Ein Nussmilchbeutel ist ein feinmaschiger Beutel aus Baumwolle oder langlebigem Nylon zur Herstellung wunderbar sämiger Pflanzenmilch.  Er ist sozusagen die Profivariante des klassischen ‚Abseih- oder Presstuchs‘. Kleine Nussstückchen, die sich normalerweise nach dem Mixen in der Milch absetzen, werden mit dem Beutel aufgefangen und können ausgewrungen werden.

Aus allerlei Nüssen, Saaten und Getreide lassen sich so ruckizucki leckere Alternativen zu gewohnten Milch- oder Sahneprodukten zubereiten.

Die so hergestellte Pflanzenmilch schmeckt nicht nur besser als konventionelle Supermarkt-Produkte. Sie enthält zudem keine synthetischen Konservierungs-, Farb- und Süßstoffe und dafür viele Enzyme und Vitamine. Und: Als 2-Personen-Haushalt erspart ihr der Umwelt knapp 200 leere Verbundkartons pro Jahr!

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Für 1 Liter Mandel- oder Cashew*milch braucht ihr

150 gr Nüsse (ca. 1 Tasse)
1 l Wasser (Menge je nach Geschmack)

  1. Nüsse idealerweise 8-12 Stunden einweichen, das Einweichwasser wegschütten und die Nüsse gut durchspülen. Cashewkerne dürfen direkt in den Mixer!!
  2. Die Nüsse mit Wasser im Mixer für ca. 1 Minute auf höchster Stufe mixen.
  3. Den Nussmilchbeutel (alternativ das Filtertuch) über ein ausreichend großes Gefäß stülpen, den Mixer-Inhalt eingießen, den Beutel zudrehen und mit sanftem Druck gut auswringen.
  4. Beutel ausspülen. Fertig!

Die Nussmilch kann prima mit eingeweichten Datteln*, Kokosblütenzucker oder Stevia gesüßt oder mit Vanille, Zimt* oder Kakao verfeinert werden. Im Kühlschrank kann sie ca. 2 Tage aufbewahrt werden.

TIPP – Nuss-Trester nicht einfach entsorgen! Denn die Krümel könnt ihr noch prima zu Kuchen, Kräckern, Müsli oder gedörrt und getrocknet als Nussmehl weiterverarbeiten!

*im LeMi-Sortiment

Die Tetra-Pak-Lüge

Bei einem Verbrauch von 0,5 Liter Pflanzenmilch täglich fallen in einem 2 Personen-Haushalt knapp 4 leere Verbundkartons pro Woche an. Das sind 16 Pakete monatlich oder beeindruckende 192 Pflanzenmilchpakete in nur einem Jahr!

Hersteller wie tetrapak bewerben die Verbundverpackungen als eine ‚zukunftsweisende Idee‘. Eine dreiste Lüge – wie das Onlinemagazin klimaretter.info recherchierte.

Und nun zu den Fakten:

  1. Verbundkartons bestehen eben nicht nur zu 75% aus nachwachsenden Rohstoffen, sondern zu einem Viertel aus nicht nachwachsenden Rohstoffennämlich aus, für den Verbraucher unsichtbaren, hauchdünnen Alu- und Polyethylenfolien.
  2. Ein Recycling, das den Namen wirklich verdient, gibt es noch nicht: Lediglich gut ein Drittel des Materials der hierzulande verkauften Getränkekartons wird laut der Deutschen Umwelthilfe ressourcenintensiv wiederverwendet. Der Rest wird aussortiert oder verbrannt.
  3. Selbstredend ist auch die Idee des „möglichst kleinen“ CO2-Fußabdrucks eine glatte Lüge.  Denn Kohlendioxid-sparend sind Tetra Paks nur im Vergleich mit anderen Einweg-Verpackungen. Gegenüber Mehrweg-Systemen sind sie wahre Klimakiller.

Eine umweltfreundliche Alternative zu Pflanzenmilch in Tetrapacks ist selbst hergestellte Pflanzenmilch. Die spart nicht nur bares Geld, sondern steckt auch geschmacklich jedes industrielle Produkt locker in die Tasche.

Wasser, Nüsse, mixen – fertig!

 

Quelle: http://www.klima-luegendetektor.de