Kamerun-Krise: Kaffee bei uns jetzt Soli-Umstellungsware

SOLI-Kaffee: „Schümli“ und „Kaffee 21-Cameroon Blue Mountain Arabica“ als Umstellungs-Ware!

Das Land Kamerun steht kurz vor einem Bürgerkrieg – möglicherweise steckt es auch schon mittendrin. Die Krise wirkt sich auf den Alltag der Bauern aus. Denn derzeit arbeiten beispielsweise keine Bio-Zertifizierer in den Regionen um Bamenda, Oku und Kumbo (Nordwest Region) – von dort bezieht die Tante ihren Kaffee, direkt und fair über Utamtsi aus Bremen. Doch der Handel wird zunehmend komplizierter.

In dieser unsicheren Zeit ist es für die Bauern noch wichtiger als zuvor, dass die Partnerschaft aufrecht erhalten wird. Mit dem Kauf der Umstellungsvarietäten der Sorten „Schümli“ und „Kaffee 21-Cameroon Blue Mountain Arabica“ unterstützen wir unsere Kaffeeerzeuger, deren Felder sich in Umstellung auf Bio-zertifizierten Anbau befinden oder die ihre Bio-Zertifizierung nicht erneuern lassen können!

„In Umstellung“ bedeutet:

Um Produkte in Bio-Qualität anbieten zu können, müssen Erzeuger drei Jahre nach den Vorschriften des Bio-Landbaus gewirtschaftet haben. Während dieser dreijährigen Phase ist der Betrieb „in Umstellung“. Ab dem zweiten Jahr darf er sich als „in Umstellung befindlich“ kennzeichnen. Nach dem dritten Jahr regelkonformen Bio-Landbaus wird der Betrieb dann Bio-zertifiziert.

Viele Kleinbauern, mit denen Utamtsi zusammenarbeitet, befinden sich noch in dieser Umstellungszeit, die durch die Krise künstlich verlängert wird. Durch die bürgerkriegsähnliche Situation in Kamerun finden sich derzeit keine Zertifizierer, die die Bauern in der Region Nordwest zertifizieren. Der Anbau erfolgt weiterhin gemäß den Auflagen des Bio-Anbaus.

Obwohl die Tante Umstellungsware günstiger bekommen würde, zahlen wir den vollen Bio-Einkaufspreis, um die Bäuerinnen und Bauern vor Ort zu unterstützen.

Utamtsi – Natürlich und fair genießen

Utamtsi steht für direkten und fairen Handel, gestützt auf drei Säulen: ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit nach den Grundsätzen der Agenda 21. Faire Bedingungen, die die Lebensgrundlagen aller an der Wertschöpfungskette Beteiligten langfristig sichern – das verstehen wir von Utamtsi unter nachhaltigem Handeln.

In ökonomischer Hinsicht bedeutet dies, dass Utamtsi statt einer Gewinnmaximierung die Erhaltung der Substanz des Unternehmens anstreben.

Die ökologischen Prinzipien: Utamtsi verzichten vollständig auf Pestizide, Herbizide, chemische Düngemittel und monokulturellen Anbau. Dies dient nicht nur der Reinheit der Produkte, sondern vor allem der Reproduktionsfähigkeit des Ökosystems und der Erhaltung der Lebensräume anderer Lebewesen.

Zu den sozialen Prinzipien von Utamtsi zählt die gerechte Entlohnung aller Beteiligten in der Wertschöpfungskette – auch und vor allem der Kaffeebauern in Kamerun.

Weitere Infos zu unserem Kaffeehändler Utamtsi findet ihr hier:

https://www.utamtsi.com/

 

 

Die Notwendigkeit zu handeln – Sozialverträglicher Braunkohleausstieg

Ein Beitrag von Marina Martin

Veranstaltung:
14.05.2019:
Marina Martin: Grundeinkommen statt Braunkohle, 19 Uhr, BIS-Zentrum

In der Diskussion um den Braunkohleausstieg werden häufig Arbeitsplätze gegen Klima-  und Umweltschutz ausgespielt und somit auch Menschen gegeneinander aufgebracht.

So auch im Rahmen der Bundespressekonferenz vom 12. März, als die Scientists for Future auf die Notwendigkeit zu handeln hinwiesen.

Natürlich kam wieder die kritische Nachfrage nach drohendem Arbeitsplatzverlust in Bezug auf den Braunkohleausstieg (ab Min 34). Die geforderten Veränderungen würden zu wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen führen, deren Folgen nicht absehbar seien und wer sagt, dass dies nicht noch schlimmere Folgen mit sich bringt, als die Klimakrise, so die Frage.

Die Antwort darauf fällt klar aus: Wenn wir uns nicht für das Klima einsetzen, werden wir und die folgenden Generationen weit dramatischere Folgen zu spüren bekommen. Bereits jetzt leiden die Menschen im globalen Süden unter dem Klimawandel. Und irgendwann wird es uns alle treffen. Dann werden wir auch keine Arbeitsplätze mehr brauchen.

Im Zuge dessen wird oft der Vorwurf laut, keine Lösungen für die Probleme liefern zu können, die alle Belange berücksichtigt.

Wir hätten da jedoch eine Lösung: Die lautet Grundeinkommen!

BGE statt Braunkohle bezieht sich konkret auf die sozialen sowie ökonomischen Ängste, die der Braunkohleausstieg mit sich bringt. Ein Modellprojekt zum Grundeinkommen in den vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen hätte viele Vorteile:

  • Wirtschaftliche Verluste in der Region, durch wegfallende Gehälter würden kompensiert und die Kaufkraft erhalten bleiben. So braucht also auch die kleine Bäckerei von nebenan nicht fürchten, dass sich niemand mehr die Brötchen leisten kann.
  • Persönliche Ängste von Angestellten in der Braunkohlewirtschaft oder Zuliefererbetrieben würden ernst genommen, da auch bei Arbeitsplatzverlust eine bessere finanzielle Absicherung gewährleistet ist. Somit besteht mehr Raum sich umzuorientieren und weiterzubilden, da die Dringlichkeit einen neuen Job zu finden weniger gravierend ist.
  • Auch die Anwohner*innen der Tagebaurandgemeinden und von Umsiedlung betroffenen Menschen würden berücksichtigt, da das Grundeinkommen bedingungslos an alle in einer festgelegten Region ausgezahlt wird. Bei aktuellen Diskussionen um sozialverträglichkeit fallen die Menschen, die ihre Heimat verlieren oft hinten rüber. Bleiben die Dörfer erhalten, könnte sich somit eine ganz andere Dynamik entwickeln, da die Anwohner*innen sicherlich an dem erneuten Aufbau des Dorfes interessiert sind. Auch jene, die ihre Häuser bereits verlassen haben und aufgrund der drohenden Räumung lange nicht mehr gepflegt haben, könnten dies als Ausgleich für den damit einhergehenden Wertverlust betrachten und wären somit entschädigt.
  • Da alle eingeschlossen sind, gäbe es weniger Potenzial für die Spaltung. Alle hätten eine feste Grundlage, die ihnen einen größeren Handlungsspielraum ermöglicht.

Um den Ausstieg sozialverträglich zu gestalten sind derzeit 40 Milliarden Euro an Subventionen und Strukturhilfemaßnahmen geplant. Teile davon fordern die Konzerne für sich als Entschädigung. Diese Zahlungen jedoch sind es, die das Vertrauen der Menschen in die Politik zerstören. Umverteilung wird oftmals als sozialistische Forderung dargestellt. Schnell werden Stimmen laut, die Planwirtschaft befürchten. Dabei ist Umverteilung gängige Praxis. Allerdings von unten nach oben. Und trotzdem halten die Konzerne an ihren Forderungen fest. Schon lange ist die Rede vom Braunkohleausstieg und es wäre die Verantwortung der Konzerne gewesen sich darauf vorzubereiten. Abbaupläne sowie Zwangsumsiedlungen wurden durchgesetzt, da sie stets als Notwendig für die Sicherstellung der Energieversorgung galten. Die vorläufige Rettung des Hambacher Waldes konnte nun jedoch erwirkt werden, da diese Notwendigkeit seitens RWE und der Landesregierung nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Hierfür die Umweltverbände und Aktivist*innen verantwortlich zu machen und Entschädigungen für Gewinnausfälle zu fordern, die auf die Steuerzahler umgelegt werden, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten.

Statt also Konzerne für ihre eigenen Versäumnisse zu entschädigen oder intransparente Wirtschaftsförderung von oben möchten wir eine Auszahlung an die Menschen direkt, in Form eines Grundeinkommens in den Regionen. Quasi als Wirtschaftsförderung von unten. Damit verändern sich auch die Machtverhältnisse innerhalb des Systems. Weg von ein paar wenigen, die bislang über Geld verfügen und über Arbeitsplätze und Gesetze entscheiden können, hin zu den Menschen, die dann nicht mehr so abhängig vom System sind und sich freier entfalten können. Zum Thema Verteilungsgerechtigkeit liefert die Satiresendung die Anstalt vom 05.04.2016 auf unterhaltsame Weise einen guten Überblick.

Das Grundeinkommen soll eine Ergänzung zu anderen Konzepten, die teilweise ja auch schon zivilgesellschaftlich erarbeitet wurden, wie beispielsweise das Konzept “Lebensraum Rheinisches Revier – gutes Leben, gute Arbeit” sein. Schon hier wird deutlich: Es ist zivilgesellschaftliches Engagement, was zählt, und das soll durch ein Grundeinkommen gestärkt werden.

Selbstverständlich kann ein Modellprojekt nur ein erster Schritt sein und wir würden eine flächendeckende Einführung des Grundeinkommens vorziehen. Es sichert die Würde jedes einzelnen Menschen, ganz gleich welcher Hautfarbe, welches Geschlechts, etc. und sorgt dafür, dass alle eine Grundlage haben, in Würde zu leben, ohne dabei erpressbar zu sein oder in eine Arbeit gezwungen zu werden. Das wollen wir anhand der Initiative aufzeigen und die Menschen dazu anregen darüber nachzudenken. Sollte es zu einem Modellprojekt kommen, profitieren insbesondere die betroffenen Menschen und die Regionen davon. Vielleicht ist es aber auch Vorbild für ein Zukunftsmodell, welches auf die gesamte Gesellschaft übertragen wird

Es werden viele Situationen, nicht nur in Anbetracht der Klimakrise, auf uns zukommen, die eine neue Wirtschaftsweise erfordern werden. Oftmals üben Konzerne, wie beispielsweise die Automobilindustrie, Druck auf die Politik aus, in dem sie mit Stellenabbau drohen. Und auch die Digitalisierung wird Folgen mit sich bringen, die noch nicht abzuschätzen sind. Aber wir sollten die Chance sehen. Wenn Arbeitsplätze wegfallen, weil es schlicht weniger Arbeit gibt, dann sollten wir uns darüber freuen statt dieses Szenario zu fürchten.

Interessierten sei das Buch “Sicheres Grundeinkommen für alle – Wunschtraum oder realistische Perspektive” von Eva Douma empfohlen. Es liefert einen guten Überblick, über das Thema und ist dabei sehr verständlich geschrieben. Auch online findet sich eine schier unüberschaubare Menge an Artikeln zum Thema, beispielsweise folgender Basistext, oder auch auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung.

Samstag: Global Marijuana March in Viersen

Ein Gastbeitrag von Aaron Schulz

Viersen: Demonstration für die Legalisierung von Cannabis am 11.05.2019
Am Samstag, dem 11. Mai 2019, findet um 13:00 Uhr am Remigiusplatz in Viersen eine Demonstration im Rahmen des internationalen Global Marijuana Marchs statt. Die Hanffreund*innen Viersen rechnen mit etwa 50 Teilnehmenden.
Weltweit findet der Global Marijuana March in mehreren hundert Städten statt. Anlässlich dieser globalen Aktionsreihe gibt es auch in Deutschland Demonstrationen und Kundgebungen für die Legalisierung von Cannabis in über 30 Städten! Von Rostock bis München und von Düsseldorf bis Dresden wird für die Legalisierung von Cannabis geworben. Der Deutsche Hanfverband hat die einzelnen Organisator*innen bei der Vorbereitung begleitet und durch Beratung, Vernetzung und Vermittlung von Sponsoringgeldern unterstützt.
Die Hanffreund*innen Viersen organisieren mit Unterstützung des Deutschen Hanfverbands, der Piratenpartei Kreis Viersen und Der Linken Viersen die Demonstration in Viersen, um für ein Ende des unsinnigen und schädlichen Hanfverbots zu demonstrieren. Das Motto dabei lautet „Keine Pflanze ist illegal!“. Die Demonstration findet in Viersen bereits im vierten Jahr in Folge statt.
Hanf (lat. Cannabis) ist eine Pflanze, die in den meisten Ländern der Welt angebaut wird, ob legal oder illegal. Es braucht nur einen Samen, Erde, Wasser und Licht, um den fantastischen Lauf der Natur zu beginnen. Wie kann das ein Verbrechen sein? Wer maßt es sich an, diesen völlig normalen Vorgang zu kriminalisieren?
Der Sprecher der Gruppe, Lukas Wessel, sieht die Politik in der Pflicht:
„Alle Argumente, vorgetragen aus den unterschiedlichsten Perspektiven, begründen die Notwendigkeit einer sofortigen Legalisierung von Cannabis und Hanf. Cannabis ist eines der ältesten Nutz- und Rauschmittel und hat die Kulturgeschichte des Menschen seit Jahrtausenden begleitet. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde mit rassistischen Hetzkampagnen in den USA die Prohibition begründet und die Kriminalisierung vieler Menschen eingeleitet. Außerdem geht es bei der Legalisierungsfrage nicht um die Wirkung einer Pflanze, sondern darum, dass eine bestimmte Gruppe eine andere Gruppe unterdrücken und kontrollieren will und deren Freiheit ohne Legitimation einschränkt. Wir lassen uns nicht länger unterdrücken! Die alte Nutz- und Kulturpflanze Hanf muss endlich wieder vollständig legal werden!“
Auch der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands, Georg Wurth, unterstützt die Forderung der Demonstrierenden:
„Seit Jahrzehnten verfolgt der deutsche Staat Bürgerinnen und Bürger für den Anbau dieser Pflanze. Der Konsum wurde dadurch nicht reduziert, dafür entstehen Probleme mit Streckmitteln, kriminellem Schwarzmarkt und fehlenden Steuereinnahmen. Wir sagen ganz klar: Schluss mit Krimi! Cannabis normal!“
Die Demonstration in Viersen startet am Samstag, dem 11.05.2019 um 13:00 Uhr am Remigiusplatz, zieht dann über den Willy-Brandt-Ring zum Löhcenter, anschließend durch die Innenstadt und schlussendlich zum Remigiusplatz zurück, wo es eine Abschlusskundgebung geben wird. Mit Sprechchören, Transparenten und einem Lautsprechersystem wird die politische Botschaft an die Bewohnerinnen und Bewohner von Viersen verbreitet werden.
Als Redner*innen werden unter anderem folgende Personen mit dabei sein:
Oliver Wasseige, Hanffreund*innen Viersen
Lukas Wessel, Hanffreund*innen Viersen
Aaron Schulz, Hanffreund*innen Viersen
Sandra Leurs. Piratenpartei

Informationen über die bundesweiten Aktionen im Rahmen des Global Marijuana Marchs gibt es auf der Website des Deutschen Hanfverbands unter http://www.hanfverband.de/gmm2019.

 

14. Mai: Marina Martin – Grundeinkommen statt Braunkohle

Braunkohleausstieg so schnell wie möglich! – Aber die Arbeitsplätze?! – Es gibt keine Jobs auf einem toten Planeten! – Geht lieber zur Schule/arbeiten, ihr Schmarotzer!

Darauf lässt sich die aktuelle Diskussion um den Braunkohleausstieg meist reduzieren. Sie ist emotional, stark polarisierend, meist auf das Argument der Arbeitsplätze reduziert und wird selten zu Ende geführt. Wie auch? Mit Sicherheit kann niemand sagen, was die Zukunft bringt. Allerdings lassen sich mithilfe von Fakten und sachlichen Argumentationen durchaus sehr wahrscheinliche Szenarien abzeichnen und es wird deutlich, dass Lösungen vorhanden sind. Wir müssen nur wagen, neue Wege zu gehen.

Eine mögliche Lösung für den Aspekt der Sozialverträglichkeit, welcher jede weitere Diskussion oft abwürgt, bietet die Initiative BGE statt Braunkohle. Die Idee ist simpel: Der Ausstieg aus der Braunkohle soll mit einem ersten Modellprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen verknüpft werden. Statt Konzerne zu subventionieren, soll direkt in die Bevölkerung investiert werden, um etwas lokal von unten, durch die Bevölkerung selbst, wachsen zu lassen.

Was hat es mit dem Grundeinkommen auf sich? Was würde es für die Regionen bedeuten? Wie kann es finanziert werden? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren und freuen uns auf einen spannenden Austausch.

Weitere Infos unter https://bge-statt-braunkohle.de/

LateNight Kaffeeklatsch: Marina Martin – Grundeinkommen statt Braunkohle
Di., 14. Mai 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99

09. April: Tobi Rosswog – After Work

Jede Woche über 40 Stunden im Büro und montags schon dem Wochenende entgegenfiebern – ein erfülltes Leben sieht anders aus. Doch warum liefern wir uns einem System aus, das uns immer öfter krank macht, unsere Beziehungen belastet und darüber hinaus einen verheerenden Einfluss auf die Umwelt hat?

Nach dem Motto „Sinnvoll tätig sein statt sinnlos schuften“ wird uns Tobi Rosswog, Aktivist und Autor von After Work, Wege aus dem Arbeitsblues zeigen. Ausgehend von Fragen wie „Was brauche ich wirklich?“ und „Was ist mir wichtig?“ stellt er Alternativen vor, vom Jobsharing bis zur Karriereverweigerung, vom Arbeiten im Kollektiv ohne Chef bis zum Grundeinkommen. Die Alternativen für eine Post-Work-Gesellschaft sind da, man muss sie nur wagen!

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Transition Town Mönchengladbach.

LateNight Kaffeeklatsch: Tobi Rosswog – After Work
Di., 09. April 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99

Ein neues Geldsystem für Mönchengladbach? Workshop Regionalgeld

Vortrag: Vielfalt statt Einfalt – Geldsysteme der Zukunft; 03.05.19; 19 Uhr
Workshop Tag 1: Geld als Werkzeug verstehen und gestalten; 04.05.19; 9-15 Uhr
Workshop Tag 2: Ein neues Geldsystem für Mönchengladbach?; 05.05.19; 9-14 Uhr

Eine Veranstaltung der VHS Mönchengladbach in Kooperation mit Eine Erde e.V.

Alternatives Wirtschaften? Regionalgeld? Was ist das eigentlich? – Regionalgeld auch Regionalwährung oder Lokalwährung genannt, ist eine Währung, die innerhalb einer begrenzten Region als Zahlungsmittel verwendet wird. Weltweit gibt es mehrere hundert Regionalwährungen mit unterschiedlichen Konzeptionen und Ausprägungen. In Deutschland ist der Chiemgauer die größte Regionalwährung mit einer Verbreitung in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Das Ziel von Regionalwährungssystemen ist es, die regionale Wirtschaft zu fördern und zu stabilisieren. Durch den kleinen Raum, in dem das Regioalgeld verwendet wird, bleibt die Kaufkraft für damit getätigte Geschäfte in der Region, statt ins Ausland oder in Finanzmärkte abzuwandern. Initiatoren einer Regionalwährung erhoffen sich die Stärkung der regionalen Vernetzung und einen direkteren Kontakt zwischen Herstellern und Endverkäufern und letzlich auch eine Belebung der Wirtschaft vor Ort.
Der „Workshop Regionalgeld – Alternatives Wirtschaften in der Region“ ermöglicht einen ersten Einstieg in das weite Feld der Themen rund um das Regionalgeld. Besonders berücksichtigt werden die Erfahrungen, die mit der Einführung einer Regionalwährung in Kenia und Brasilien gesammelt werden konnten. Als Referenten konnten wir Christian Gelleri gewinnen, der nicht nur die erfolgreichste Regionalwährung Deutschland, den Chiemgauer, aus der Taufe gehoben hat, sondern auch bei der Entwicklung der Regionalwährungen in Kenia und Brasilien Pate stand.
Der Workshop besteht aus einem Vortrag und zwei Projekttagen. An beiden Projekttagen wird das Thema Regionalwährung von verschiedenen Seiten beleuchtet. Die historischen Grundlagen der Entstehung und Entwicklung einer Regionalwährung werden erklärt und die Umsetzungen der Regionalwährungen am Beispiel von Kenia und Brasilien vorgestellt. Haben sich die Erwartungen, die diese Länder mit der Regionalwährung verbunden haben erfüllt? Konnte ein lokales Wirtschaftswachstum erzeugt werden? Was können wir von den Erfahungen, die in diesen Ländern mit der Regionalwährung gesammelt werden konnten, lernen? Lassen sich die Umstände vergleichen? Das in diesem Projekt vermittelte Wissen kann Grundlage und Anstoß sein, um vor Ort die Entwicklung einer Regionalwährung differenziert beurteilen zu können. So können unter Umständen erste mögliche Handlungsschritte aufgezeigt werden, die hilfreich wären, für die Einführung einer regionalen Währung in Mönchengladbach.
Der Workshop entstand in Kooperation mit der Initiative Eine Erde e.V. Er wird finanziell gefördert durch den DVV (Dachverband der Volkshochschulen) Bereich Globales Lernen. Für die Teilnehmenden ist der Workshop kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Am Vortragsabend stehen 80 Plätze zur Verfügung.
Bei Interesse am gesamten Worshop (alle 3 Veranstaltungen) ist eine Anmeldung für die Teilnahme unbedingt erforderlich.

VHS am Sonnenhausplatz, Raum 113 (Saal)
Lüpertzender Straße 85, 41061 Mönchengladbach

„Wir streiken, bis ihr handelt!“– Klimastreik in Mönchengladbach

Ein Gastbeitrag von Fridays for Future Mönchengladbach.

Extreme Wetterereignisse nehmen zu, Insekten sterben aus und die Polkappen schmelzen. Wollen wir länger zusehen, wie unsere eine Erde gezielt zerstört und ausgeraubt wird? Wie der Klimawandel immer weiter fortschreitet, ohne dass die Politik konkrete Lösungen vorlegt?
Wir von Fridays for Future finden, dass diese Klimakrise endlich auch wie eine Krise behandelt werden muss: „Ich will, dass ihr handelt als würde euer Haus in Flammen stehen, denn es brennt.“(Greta Thunberg)

Fridays for Future 

Fridays for Future ist eine globale Schüler- und Studenteninitiative, die sich für den Klimaschutz einsetzt. Vorbild der Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit August 2018 jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament in Stockholm demonstriert. Inzwischen hat sie mit ihrem Protest internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung erlangt.

Weiterlesen

Lasagne nach Art der Tante

Dieses Rezept ist geschmacklich ein echter Knaller – zudem vegan, im Einkauf plastikfrei und für eine größere Anzahl an Gästen hervorragend zuzubereiten!

Die Lasagen wird wegen der Tomatensoße aus getrockneten Tomaten besonders aromatisch. Der Käse fehlt überhaupt nicht, die Béchamel sorgt für ein lecker überbackenes Aroma.  
Die Mengenangaben reichen für eine große Auflaufform (ca. 35 x 30 x 8 cm) und damit für mindestens sechs gute Esser. Und so geht’s:

Weiterlesen

Jetzt Samstag: Alle Dörfer bleiben – Sternmarsch (Zubringer MG)

Ein Gastbeitrag vom ADFC Mönchengladbach

Für Menschen in mehr als einem Dutzend Dörfern steht ihre Zukunft auf der Kippe. Häuser, Kirchen, Wälder und fruchtbares Ackerland sollen Braunkohle-Tagebauen weichen. Dabei ist klar: die Energieerzeugung ist auch erneuerbar möglich und ein Kohleausstieg unbedingt notwendig, um die 1,5°C-Grenze noch einzuhalten. Einzig für die Wirtschaftsinteressen der großen Energiekonzerne, die die Tagebaue in den drei deutschen Braunkohlerevieren betreiben, sollen die Dörfer zerstört werden und weitere tausende Menschen ihr Zuhause verlieren.

Wir stellen uns der Ungerechtigkeit in den Weg. Die vorläufige Rettung des Hambacher Waldes hat gezeigt, dass wir als geeinte, vielfältige Bewegung stärker sind als die Konzernmächte und dass wir breiten Rückhalt aus der Bevölkerung erfahren. Der lokale Widerstand in den Braunkohlerevieren hat neue Fahrt aufgenommen.

Als nächste große Protestaktion ist am Samstag, den 23. März ein Sternmarsch im Gebiet Garzweiler geplant. Startpunkte sind Mönchengladbach, Erkelenz sowie die von Zerstörung oder Grubenrandlage bedrohten Ortschaften Kuckum, Berverath, Wanlo, Holzweiler und Kaulhausen. Ziel ist Keyenberg, das als nächstes dem Tagebau weichen soll. Wir werden zusammenkommen und uns schützend vor Keyenberg stellen. Unsere Proteste sind ein Zeichen, dass kein Dorf alleine gelassen wird und wir Zwangsumsiedlung und Zerstörung nicht mehr geschehen lassen werden.

Der ADFC Mönchengladbach beteiligt sich an der Protestaktion mit einer Radtour über Erkelenz, wo ab 15 Uhr weitere Fahrradfahrer zu uns stoßen werden. An den folgenden Stationen kannst Du zu uns stoßen:

Jetzt Samstag, 23.03.2019

– Sonnenhausplatz: 13 Uhr
– Harmonieplatz: 13:30 Uhr
– Wickrath Markt (bitte auf die Straße achten und an die vorbeifahrende Gruppe anhängen): 14 Uhr
– Wanlo (Wanlo Markt): 14:20 Uhr
– Erkelenz (Bahnhof): 15 Uhr

Ab 16:30 Uhr ist in Keyenberg eine Kundgebung geplant. Danach fährt die Gruppe wieder zurück nach Mönchengladbach.

Die Streckenlänge beträgt ca. 40 km. Wir fahren mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15-18 km/h.

Bitte für ausreichende Verpflegung sorgen, wir werden unterwegs außer an den Treffpunkten keine Rast machen!

Kostenlose Teilnahme. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und man muß auch kein Mitglied im ADFC sein, um an der Tour teilzunehmen!

Jetzt – Dienstag: Wo die wilden Würmer wohnen – Kompostieren mit der Wurmkiste

Du hast keinen Garten. Keinen oder einen kleinen Balkon. Und kannst deshalb nicht kompostieren? Du kaufst Blumenerde in Plastik verpackt? Das muss nicht so sein! Du brauchst nur eine Wurmkiste, mit der gelingt die eigene Kompostherstellung einfach sowie geruchsfrei in der Wohnung oder auf dem Balkon. Am 12. März wird uns Jörg Rheingans von seinen vielfältigen Erfahrungen mit der Wurmkiste (selbstgebaut/fertiges System) berichten und den Fragen nachgehen: Wer zieht ein? Sind Würmer Kaffee- und Teeliebhaber? Welche Temperaturen mögen sie?

 

Die Wurmkiste mit Jörg Rheingans
Di., 12. März 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99
LateNight Kaffeeklatsch