Diskussionsbeitrag und Kündigung von Doris Jansen

Hallo Tante Lemi‘s,

mein Name ist Doris Jansen und ich war Mitglied in Eurem Verein, weil ich die Idee der Unverpackt-Läden eine großartige Sache für die Umwelt finde, und auch wir in Mönchengladbach mit Eurem Laden einen Teil zum Schutz der Natur beitragen können.

Nachhaltigkeit ist besonders mit Blick auf die Jüngeren gerade für uns Ältere eine Verpflichtung. Damit Mönchengladbach und unser blauer Planet auch in Zukunft bewohnbar bleiben. Deshalb habe ich Euer Projekt unterstützt.

Deshalb finde ich die Arbeit Eures Vereins vorbildhaft für bürgerschaftliches Engagement in Mönchengladbach.

Euer Vorstand hat mir freundlicherweise angeboten, mit Euch über diesen Blog in Kontakt zu kommen. Denn leider hatte ich in den vergangenen Tagen eine E-Mail von Tante Lemi im Postfach, die ich sehr ärgerlich fand. Darin wurde mehr oder weniger dazu aufgerufen, den OB Kandidaten Felix Heinrichs von der SPD am Tag der Stichwahl zu wählen und nicht Frank Boss. Ein Heinrichs bringe frischen Wind und mache sich für die Verkehrswende stark, Frank Boss wolle die Autostadt Mönchengladbach erhalten und alles zu asphaltieren.

Warum ich mich sehr über dieses Mailing geärgert habe und Euren Verein verlasse?

Erstens ist Euer Verein der Neutralität verpflichtet. Darf also nicht aktiv zur Wahl einer bestimmten Partei oder ihrer Kandidaten aufrufen. Schwamm drüber, Fehler können passieren. Mir auch, nicht so schlimm. Aufgeregt hat mich, dass außerdem noch falsche Behauptungen über die politische Arbeit der CDU in Mönchengladbach und ihres Spitzenkandidaten verbreitet werden. Auch die CDU hat sich in ihrem Wahlprogramm die Verkehrswende zum Ziel gesetzt. Auch die CDU will den Radverkehr weiter ausbauen und fördern, allerdings im Zusammenspiel und Rücksicht, auf die finanzielle Lage der Stadt und auf andere Verkehrsteilnehmer und damit sind ausdrücklich nicht nur Autofahrer gemeint.

Nachhaltigkeit, Verkehrswende, Änderung unserer bisherigen schlechten Gewohnheiten wie Plastikverpackungen, kurze Strecken mit dem Auto fahren oder Raubbau an der Natur gehen uns alle an. Wir sitzen alle im selben Boot oder besser gesagt auf demselben Planeten. Das haben mittlerweile alle Parteien der Mitte erkannt.

Einer der größten Pluspunkte einer Demokratie: man kann verschiedener Meinung sein und sich auch streiten. Egal wie beispielsweise die Stichwahl am 27.September ausgeht, werde ich als Demokratin das Ergebnis akzeptieren. Euer Vorstand hat mir netterweise trotz meiner Kündigung hier die Möglichkeit gegeben meine Meinung öffentlich zu äußern:

Lasst uns trotz gegenteiliger Meinung im Gespräch bleiben, lasst uns gegenseitig zuhören, lasst uns fair miteinander umgehen.

Eure Doris

(Doris Jansen, CDU-Ratsfrau, Mitglied des Sozialausschusses, Mitglied des Integrationsrates)


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Ein Gedanke zu “Diskussionsbeitrag und Kündigung von Doris Jansen

  1. Eine Erde e.V. schreibt:
    Avatar von Eine Erde e.V.

    Hier der beanstandete Text aus unserem Newsletter:

    „Mönchengladbach hat gewählt und für eine handfeste Überraschung gesorgt. Oberbürgermeisterkandidat Frank Boss (CDU), der Mönchengladbach in die automobile Steinzeit zurückasphaltieren wollte, hat eine mächtige Klatsche der Wähler*innen bekommen. In zwei Wochen ist Stichwahl, der SPD-Kandidat Felix Heinrichs, der sich immer wieder für eine Verkehrswende stark gemacht hat, geht mit einem bequemen Vorsprung in die Wahl.
    Trotzdem heißt es dranbleiben bei Verkehrsthemen, deshalb haben wir hier noch schöne Aktionen aufgeführt zum Thema Verkehrswende in Mönchengladbach. Die ist wichtig, sollt ihr doch unbeschadet zu Fuß oder mit dem Rad in unseren Laden kommen können.
    Denn wir öffnen wieder unsere Türen für euch! Der Fensterverkauf nähert sich dem Ende entgegen und bald könnt ihr wieder in unseren Laden kommen – wir freuen uns schon auf euch!“

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